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Spam filtern zu Hause
In KMail einbauen
Als Besitzer einer neuen KMail-Version (ab 1.7) benutzen Sie einfach die eingebaute Spamassassin-Unterstützung (siehe Kasten Fortschritt). In älteren KMail-Varianten müssen Sie einen Umweg über gewöhnliche Mail-Filter einschlagen, der mit dem Menü Einstellungen | Filter beginnt (Abbildung 1).
Im folgenden Fenster legen Sie mit dem entsprechenden Button (siehe Abbildung 1) eine neue Regel an und nennen sie Spam finden. In der Auswahlliste klicken Sie auf <Feld im Vorspann>, wählen rechts daneben passt auf regulären Ausdruck. Im rechten Textfeld geben Sie einen Punkt ein, der als Regular Expression für ein beliebiges Zeichen steht. Damit haben Sie eine Filterregel angelegt, die auf jede eingehende E-Mail zutrifft.
Fortschritt
Wer neuere Versionen von KMail (zum Beispiel 1.7.1) oder Evolution (ab 2.0) benutzt, kann sich einiges an Arbeit sparen. Die modernen Mailprogramme bringen Antispam-Mechanismen bereits mit. Die Installation von Evolution 2.0 setzt unter Fedora Core 3 sogar Spamassassin voraus.
KMail lässt dem Benutzer die Wahl zwischen Bogofilter, Annoyance und Spamassassin. Beim Start sucht das Programm selbst nach installierten Antispam-Programmen.
Unter Filteraktionen wählen Sie durch Programm leiten und geben im Textfeld dahinter spamc ein. Wenn Sie nun den Filterdialog schließen und per POP Ihre E-Mail abrufen, führt KMail für jede einzelne E-Mail spamc aus. Das Kommandozeilenprogramm kontaktiert den im Hintergrund laufenden Spamassassin-Server und übergibt ihm eine E-Mail zum Spam-Test. Zum Test starten Sie diesen Filtervorgang von Hand, indem Sie im Nachricht-Menü den Eintrag Filter anwenden wählen oder [Strg-J] drücken.
Fedora hat Spamassassin so voreingestellt, dass er Werbe-Mail mit einem [SPAM] in der Betreffzeile markiert. Natürlich fügt Spamassassin trotzdem neue Header-Zeilen in die E-Mail ein, um die Spam-Analyse zu dokumentieren. Die zusätzlichen Header machen Sie über Ansicht | Vorspann | Alle sichtbar – suchen Sie nach Zeilen, die mit X-Spam beginnen.
Solchermaßen markierte Werbe-Mail lässt sich leicht mit einer zweiten Filterregel entfernen. Dazu klappen Sie das erste Menüfeld aus und wählen dort X-Spam-Flag. Wenn im nächsten Feld schon enthält steht, brauchen sie im dritten nur noch YES einzutragen. Als Filteraktion verwenden Sie dieses Mal ablegen in Ordner mit dem Ziel Mülleimer. Wichtig ist, bei der zuerst definierten Regel Spam finden den Punkt Bearbeitung hier abbrechen ... abzuwählen. Nur dann wendet KMail den zweiten Filter überhaupt an.
Wann immer Sie nun Mail abrufen, durchläuft sie beide Filter, und Werbung landet im Mülleimer. Leider dauert das Mailholen nun auch etwas länger, denn KMail startet für für jede Mail das Programm spamc. Aktuelle KMail-Versionen brauchen weniger Ressourcen und sind etwas schneller.
Mit Evolution filtern
Grundsätzlich läuft in Evolution (Version 1.4.6) die Filtereinrichtung ähnlich wie bei KMail, die entsprechenden Menüs heißen lediglich anders und sind anders angeordnet. Der Punkt Werkzeuge | Filter öffnet den Filterdialog. Mit einem Klick auf Hinzufügen erscheint ein neues Fenster (Abbildung 2).
Geben Sie der Regel zuerst einen Namen, zum Beispiel Spam finden. In der oberen Liste, die zunächst Absender anzeigt, wählen Sie Regex-Treffer, und geben im rechten Textfeld einen Punkt ein. Wie bei KMail beschrieben, trifft diese Regel auf alle eingehenden Mails zu. Im unteren Teil des Fensters suchen Sie in der Liste den Punkt mit dem sperrigen Namen Nachricht an Bedienoberflächenbefehl weiterleiten aus. Ins Feld dahinter schreiben Sie /usr/bin/spamc.
Analog richten Sie eine zweite Regel Spam verschieben ein, die als Kriterium Bestimmte Kopfzeile, als Namen X-Spam-Flag und als Inhalt YES enthält (Abbildung 3).



