Software

01.01.2005

Kurz notiert @N-KL:<@N-KA>A Die deutsche Software-Schmiede Softmaker bietet ab sofort ihre Textverarbeitung <@N-KSP>Textmaker auch in einer Version für den Linux PDA Zaurus an. Für 49,95 Euro erhält der Anwender eine Textverarbeitung, die vollwertig und sowohl Betriebssystem- als auch plattformunabhängig ist. Dabei lässt der Funktionsumfang mit mehrsprachiger automatischer Rechtschreibprüfung, Tabellen- und Formularunterstützung, Grafikeinbindung, Gliederungsansicht und Textbausteinen kaum Wünsche offen. @N-KL:<@N-KA>A Der langerwartete <@N-KSP>IPW2100-Treiber für die Intel Centrino 802.11b-WLAN-Karten mit PRO/Wireless-2100-Chipsatz erschien endlich in der Version 1.0. Neben WEP- und WPA-Verschlüsselung initialisiert die aktuelle Version nun auch die Firmware und unterstützt das Suchen und Einbuchen von Netzwerken, dynamisches Laden von Firmware-Images und natürlich den Aufbau von Ad-Hoc-Netzen. Verschiedene Befehle aus den IW-Tools lassen sich nutzen, wenn auch nur eingeschränkt. @N-KL:<@N-KA>A Auf der diesjährigen Linux Expo präsentierte das Samba-Entwicklerteam einen Statusbericht zur kommenden Version <@N-KSP>Samba 4, die sich zur Zeit noch in der Entwicklung befindet. In eine erste Beta-Phase tritt das Projekt Mitte 2005. Im Gegensatz zum Vorgänger schrieben die Entwickler diese Version komplett neu und fügten ihr eine eigene LDAP-Implementierung sowie eine enge Kerberos-Integration hinzu. Sie unterstützt zudem die Dateisystem-Rechte in Windows vollständig. Damit besitzt Samba 4 alle notwendigen Eigenschaften für den Einsatz als ADS-Controller in Netzwerken mit Microsoft Directory Services. Mit einer stabilen Version rechnen die Entwickler aber erst gegen Ende 2005. @N-KL:<@N-KA>A Ende Oktober waren erstmals auch Red Hat- und Fedora-Anwender Ziel einer <@N-KSP>Phishing-Attacke. Mit einer fingierten Update-Meldung forderte ein Angreifer den Benutzer zur Aktualisierung des Pakets Fileutils auf, das aber nie Bestandteil der Distribution war. Aufmerksame Anwender erkennen aber bereits am Aufbau der Phishing Mail, dass sie nicht von Red Hat stammt, da sie weder eine GPG-Signatur aufweist, noch die für Red Hat typische detaillierte Fehlerbeschreibung enthält. Eine erste Spur führt die Ermittler zur Stanford Universität. @N-KL:<@N-KA>A Führende Kernel-Entwickler diskutieren zur Zeit, ob es sinnvoll ist, den <@N-KSP>Linux-Kernel bereits ab der kommenden Version in verschiedene Teilbäume zu spalten. Die Programmierer wollen auf diese Weise ein weiteres Aufblähen des Kernels verhindern und die Komplexität senken. Hinzu kommt, dass viele Erweiterungen ohnehin nie ihren Weg in den Standard-Kernel finden, da sie nur für eine kleine Anwenderschar interessant sind. Bei Linus Torvalds selbst stieß der Vorschlag zur Aufspaltung des Kernel auf Zustimmung. Damit könnte es vielleicht bald einen Heim- und einen Server-Anwender-Kernel geben. @N-KL:<@N-KA>A Angesichts der großen Resonanz auf Valves <@N-KSP>Half-Life 2 kündigte Transgaming bereits einen Tag nach Erscheinen des Spiels dessen Unterstützung durch die nächste Cedega-Version an, die Anfang Dezember erscheint. Dabei soll auch Valves Online-Service "Steam" unterstützt werden, der früher wiederholt Probleme bereitete. Die neue Cedega-Version ermöglicht laut den Entwicklern eine direkte Installation von Half-Life 2 unter Linux. Windows ist zur Installation nicht notwendig. Laut Transgaming war die Resonanz auf diese Ankündigung überwältigend.

Starmoney für Linux in der Testphase

Auf Grund steigender Nachfrage portierte Star Finanz GmbH seine Homebanking-Software Star Money (http://www.starmoney.de) nach Linux. Dabei handelt es sich nicht um eine native Linux-Entwicklung, sondern um eine an die Wine API angepasste Windows-Version. Aus diesem Grund funktioniert beispielsweise die Unterstützung der HBCI-Chipkarte noch nicht. Die Programmierer sind jedoch zuversichtlich, dass künftige Wine-Versionen die Probleme lösen.

Interessierte Anwender haben die Möglichkeit, an der aktuellen Alpha-Testphase von Star Money teilzunehmen. Nach erfolgreicher Registrierung erhalten Sie einen Link zur 110 MByte großen Testversion. Von einem produktiven Einsatz raten die Entwickler im Augenblick jedoch noch ab.

Star Finanz treibt derzeit eine Portierung der Banking-Software Starmoney mittels Wine voran.

Kernel 2.4.28 schließt kritische Lücken

Mit Version 2.4.28 (ftp://ftp.kernel.org/pub/linux/kernel/v2.4/) erscheint Mitte November ein neuer Ableger der Kernel-Serie 2.4, der eine Vielzahl von Fehlern korrigiert. Hierzu zählen unter anderem mehrere Bugs im ELF-Loader des Kernel und in der SMB-Dateisystem-Unterstützung. Beide wurden erst kürzlich bekannt und sind Grund genug für ein Kernel-Update.

Darüber hinaus implementierten die Entwickler zahlreiche neue Funktionen. Neben einer optimierten XFS-Dateisystem-Unterstützung verfügt der neue Kernel außerdem über verbesserte SATA-Treiber und besitzt jetzt einen für den Intel-i915G-Chipsatz geeigneten Agpgart-Treiber. Ebenfalls neu im Kernel ist der Treiber für den Prism54-Chipsatz, der in vielen WLAN-Karten arbeitet.

Bei den integrierten Verschlüsselungsalgorithmen kamen Khazda und Anubis hinzu, die Prüfsummen wurden um den Algorithmus Whirlpool erweitert. Last but not least passten die Programmierer den Code noch für die Kompilierung mit dem GCC-3.4-Compiler an.

Die Rubrik Kryptographie wurde um die Algorithmen Whirlpool, Anubis und Khazad erweitert.

Gewinner des Linux New Media Award

Wie schon in den letzten Jahren kürte die Linux New Media AG auch dieses Jahr mit dem Linux New Media Award (http://www.linuxnewmedia.de/Award_2004/award2004/) wieder Firmen und Projekte, die sich in verschiedenen Kategorien mit Linux-Produkten hervortaten. Im Vergleich zum Vorjahr änderte sich Art und Anzahl der Kategorien. So sind beispielsweise die Bereiche Entwicklungsumgebungen und Programmiersprachen nicht mehr unter den zehn Kategorien vertreten. An ihre Stelle trat unter anderem die Kategorie Linux-freundlichster Druckerhersteller, die Hewlett Packard für sich entscheiden konnte.

In der Rubrik Notebook löste IBM Apple von der Spitze ab, wohingegen der Mplayer seinen Spitzenplatz im Segment Multimedia Player verteidigte. Für einige überraschend, schaffte die norwegische Distribution Skole Linux, die speziell für den Einsatz in Schulen konzipiert ist, den Sprung an die Spitze der Rubrik "Beste neue Distribution". Die rund 100-köpfige Jury, in der neben Linux-Größen wie Alan Cox, Klaus Knopper oder Marcelo Tosatti auch LinuxUser-Chefredakteur Jörg Luther vertreten war, erkannte das Potenzial dieser Distribution.

Bemerkenswerter Doppelsieg: In der Rubrik Bester Mail Client teilen sich KMail und Mutt den ersten Platz. In der Sonderkategorie Einrichtung und Organisationen überrundete der Vorjahres Dritte EuroLinux/FFII die Mitbewerber Free Software Foundation und Stadt München und entschied diese Rubrik für sich. Wir dürften also auf den Award 2005 gespannt sein.

Chatten im Peer-to-Peer-Netz

Wollen Sie in Ihrem Heimnetzwerk mit allen Mitbewohnern ohne großen Aufwand chatten, bietet IPChat (http://savannah.nongnu.org/projects/ipchat) genau das Richtige für Sie. Das kleine Konsolenprogramm benötigt keinen Server, sondern ist Chat-Client und Server in einem. Der Benutzer legt lediglich seinen Nickname und einen Port fest, auf dem das Programm eingehende Verbindungen erwartet.

Um einen Gesprächpartner in Ihre Kontaktliste einzutragen, wählen Sie für ihn einen Nickname und ordnen diesem die IP-Adresse und den Port zu, auf dem das entfernte IPChat horcht. Hier verdeutlicht sich bereits, dass sich IPChat nicht für große Firmennetze oder das Internet eignet. Benutzen mehrere Gesprächspartner die gleiche IP-Adresse oder wechselt die Adresse eines Kontaktes, wissen Sie nie, mit wem Sie gerade sprechen.

Davon abgesehen bietet IPChat in der aktuellen Version 0.3 mit farbigen Kontaktfenstern, Zeitstempeln für jedes Posting sowie Benachrichtigung, wenn ein Kontakt anwesend ist, alles, was ein Messenger Programm braucht. Selbst die vom IRC bekannte Beep-Funktion, um einen Gesprächpartner wachzurütteln, implementierte der Entwickler in die aktuelle Version. Für die Zukunft stehen außerdem verschlüsselte Kommunikation und Dateiübertragung auf der Todo-Liste.

IPChat hebt auf Wunsch den Text farblich hervor oder unterstreicht ihn.

Texte vereinfacht Vergleichen

Bei Vergleich zweier Textdateien hilft Ihnen Xxdiff (http://xxdiff.sourceforge.net/). Mit einer benutzerfreundlichen Oberfläche schlägt es in Sachen Übersichtlichkeit den Klassiker Diff um Längen. Dank seiner grafischen Oberfläche und den farblichen Abstufungen für verschiedene Unterschiede erfassen Sie alle Änderungen auf einen Blick. Ein Übersichtsbalken am rechten Fensterrand zeigt außerdem alle veränderten Bereiche im ganzen Dokument an.

Mit Xxdiff lassen sich bis zu drei Dateien oder zwei Verzeichnisse vergleichen. Bei Bedarf greift die Software auf externe Programme wie GNU Diff zurück. Die Farbabstufungen lassen sich frei konfigurieren. Die Software unterstützt Sie dabei, zwei Versionen eines Textes zusammenzuführen oder bietet Ihnen die Möglichkeit, den Diff zu speichern.

Für einen Test des Programm empfiehlt sich die aktuelle Version 3.0.4, da hier ein Fehler in der Redo-Funktion bereits behoben ist, der das Programm andernfalls abstürzen lässt. (Andreas Grytz/agr)

Mit xxdiff fallen inhaltliche Unterschiede direkt ins Auge.

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