Suse geht ins Internet

Ins Internet mit DSL, ISDN oder Modem

01.01.2005
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Suse Linux unterstützt zur Internet-Anbindung die gesamte Palette verfügbarer Technologien. Wir zeigen Ihnen, wie Sie sich per DSL, ISDN oder Modem mit dem Netz der Netze verbinden.

DSL ist von den gängigen Internet-Verbindungen derzeit die schnellste. Während ISDN mit Kanalbündelung 128 KBit/s erreicht, ist DSL mit mittlerweile 1 MBit/s acht mal so schnell. Da für die ISDN-Verbindung meist nur eine Leitung benutzt wird, verdoppelt sich der Geschwindigkeitsvorteil noch einmal. Hochgeschwindigkeits-DSL, wie es etwa die Telekom neuerdings anbietet, schafft sogar die dreifache Geschwindigkeit. Allerdings gilt das für die Ladezeiten aus dem Netz; im Upload ist das normale DSL nicht schneller als kanalgebündeltes ISDN. DSL unter Linux einzurichten, bereitet im Idealfall keine große Mühe. Das gilt sowohl für die DSL-Verbindungen der Telekom als auch die regionaler Provider. Nach der Wahl der Netzwerkkarte müssen Sie nur noch Ihre Zugangsdaten – also Name und Passwort – eingeben, und schon können Sie sich ins Netz einwählen.

DSL-Hardware für Linux

Der Idealfall wird unter Linux immer über die Hardware definiert. Optimal ist eine Kombination aus Netzwerkkarte, DSL-Modem und dem Splitter der Telekom. Dieses Trio funktioniert einwandfrei, ist aber leider nicht die einzige am Markt vorhandene Variante: Seit einiger Zeit liefert die Telekom zum Neuanschluss kein kostenloses DSL-Modem mehr mit.

Der Benutzer ist folglich auf andere Angebote angewiesen, von der DSL-Fritz!Card bis zum USB-Modem in DSL-Ausführung. Diese liefern zum Teil auch Treiber für Linux und werden ohne Umwege direkt an den Splitter angeschlossen. Das spart die Netzwerkkarte, kann unter Linux aber Probleme bereiten. Die Installation solcher Geräte ist nur fortgeschrittenen Linux-Nutzern zu empfehlen, sofern es überhaupt Treiber für Linux gibt. Ob das der Fall ist, erfahren Sie auf der Homepage des jeweiligen Herstellers oder bei deren Support-Hotline.

Am leichtesten funktioniert die DSL-Einrichtung nach wie vor mit der oben beschriebenen Idealkombination: Sie verbinden die Netzwerkkarte über ein Ethernet-Kabel mit dem DSL-Modem, das Modem ebenfalls per Ethernet-Kabel mit dem DSL-Splitter. Der Splitter trennt Telefonie- und Datensignale, daher muss er direkt am ISDN-Hausanschluss residieren. Vom Splitter geht neben dem Anschluss für das DSL-Modem auch der für ISDN genutzte NTBA ab. Das DSL-Modem benötigt nun noch Anschluss ans Stromnetz, und schon kann es mit dem Einrichten der Verbindung losgehen .

DSL einrichten

Starten Sie Yast über das K-MenüSystemYast. Da dieses Programm weitgehende Änderungen am System ermöglicht, darf es nur der Systemverwalter benutzen. Geben Sie also im erscheinenden Fenster Ihr root-Passwort ein und bestätigen mit OK. Nun erscheint das Yast-Kontrollzentrum. Klicken Sie hier zunächst links im Menü auf Netzwerkgeräte und danach rechts auf DSL, um die Verbindung über das DSL-Modul zu konfigurieren. Das Modul versucht, DSL-Geräte zu erkennen, und liest die aktuelle Konfiguration, die der Firewall, die Liste der Provider und schließlich die Einstellungen der Netzwerkkarte ein. Im folgenden Dialog wählen Sie das DSL-Gerät aus der Liste. Wenn es nicht erkannt wurde, steht dort Andere (nicht erkannte). Klicken Sie dann auf Konfigurieren.

Nun stellen Sie den DSL-Anschluss ein. Zuerst wählen Sie den PPP-Modus. Der Standard in Deutschland ist das voreingestellte PPP über Ethernet. Andere Länder arbeiten mit PPP über ATM. Falls Sie die Fritz!Card DSL benutzen, ist CAPI für ADSL die richtige Wahl. Auch eth0, die erste Netzwerkkarte, ist bereits eingestellt. Sollten Sie zwei Netzwerkkarten verwenden und die zweite für DSL nutzen wollen, wählen Sie hier eth1. Falls Ihre Netzwerkkarte bisher nicht konfiguriert wurde, können Sie das über die Schaltfläche Netzwerkkarten konfigurieren nachholen. Das Aktivieren der DSL-Verbindung kann entweder manuell, beim Booten (für Dial-on-Demand-Vebindungen) oder per Hotplug geschehen. Die manuelle Einwahl mit kinternet beschreiben wir weiter unten.

Im folgenden Fenster wählen Sie Ihren Internet-Provider. Klicken Sie auf Ihr Land und dann auf Ihren Service-Provider, falls diese noch nicht voreingestellt sind. Über die Schaltfläche Neu können Sie einen nicht aufgeführten Provider hinzufügen. Über Weiter kommen Sie zum nächsten Bildschirm.

T-Online verwendet für den DSL-Zugang eine Kombination aus Anschlusskennung, T-Online-Nummer, Mitbenutzername und Passwort. Den übrigen Providern reichen Benutzername und Passwort. Beim Provider 1&1 ist der Benutzername zum Teil schon ausgefüllt. Hier müssen Sie zwischen 1und1/ und @online.de Ihre Benutzerkennung eintragen; das vorhandene Leerzeichen löschen Sie. Rechts in das Feld tragen Sie das Passwort ein, das Ihnen Ihr Provider ebenfalls mitgeteilt hat. Aktivieren Sie die Passwortabfrage, erfolgt vor der Einwahl immer eine Passwortabfrage. Wenn Sie das nicht wünschen, klicken Sie direkt auf Weiter.

Im folgenden Fenster ist Dial-On-Demand standardmäßig ausgeschaltet. Wenn Sie die Option einschalten, wird jedes Mal eine Verbindung ins Internet hergestellt, wenn der Rechner Daten aus dem Netz anfordert. Nach dem Daten-Transfer wird die Verbindung automatisch nach den unter Verbindung abbrechen nach (Sekunden) eingestellten Sekunden gekappt. Wenn Sie allerdings Netzwerkdienste nutzen, die eine permanente Verbindung benötigen, sollten Sie Dial-on-Demand nicht verwenden, da nach jedem Verbindungsabbau auch diese Dienste getrennt werden. Schalten Sie Dial-on-Demand ein, dann müssen Sie auch einen Nameserver angeben, der Rechner-Namen in IP-Adressen wandelt. Bei den voreingestellten Providern sind diese bereits eingetragen.

Aktivieren Sie die Checkbox Firewall aktivieren, um alle ankommenden Verbindungen zu blocken. Allerdings hat es damit in der Vergangenheit schon Probleme gegeben. Falls Sie also Schwierigkeiten beim Verbindungsaufbau feststellen, schalten Sie diese Option versuchsweise wieder aus. Die Option Verbindung abbrechen nach (Sekunden) ist auf 300 Sekunden voreingestellt. Nach fünf Minuten wird die Verbindung gekappt, sofern keine Datenübertragung stattfindet. Nutzen Sie einen Flatrate-Tarif, können Sie diese Zeitspanne auf 0 setzen, um die automatischen Trenner auszuschalten, oder alternativ Dial-On-Demand daktivieren.

Mit Weiter gelangen Sie wieder in den Eingangsbildschirm. Hier ist nun die neue DSL-Verbindung eingetragen. Schließen Sie die Konfiguration mit Beenden ab.

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