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Distribits

01.01.2005

Kurz notiert @N-KL:<@N-KA>A Die brasilianischen Firmen Cobra Tecnologia und Free Software Company entwickeln <@N-KSP>Freedows (<@N-KURL>http://www.freedows.com), eine Linux-Distribution, die das Aussehen von Windows XP nachahmt. Zur Zeit ist Freedows in sechs verschiedenen Varianten in portugiesischer Sprache erhältlich. Das Spektrum reicht dabei von der kostenlosen Lite-Version bis hin zu einer Professional-Version, die dank CrossOver Office auch Windows-Programme ausführt. Weitere Informationen zur Distribution und den Link zum Download der Lite-Variante finden Sie auf der Freedows-Homepage. Eine englischsprachige Version der Distribution ist in Arbeit. @N-KL:<@N-KA>A Die Entwickler von <@N-KSP>FreeBSD (<@N-KURL>http://www.freebsd.org) gaben das Betriebssystem in Version 5.3 frei. Die neue Version enthält zahlreiche Änderungen gegenüber 5.2.1 und darf als erste Variante der 5er-Serie in den produktiven Einsatz. NDis-Treiber von Windows lassen sich jetzt in FreeBSD verwenden. Das System enthält KDE 3.3.0, Gnome 2.6.2 und das grafische System X.org 6.7. FreeBSD 5.3 ist für x86, pc98, Alpha, Sparc 64, AMD64 und Itanium erhältlich. Auf (<@N-KURL>ftp://ftp.freeebsd.org) liegt das System in Form von ISO-Images zum Herunterladen bereit. @N-KL:<@N-KA>A <@N-KSP>Yellow Dog Linux 4 (<@N-KURL>http://www.yellowdoglinux.com) steht auf dem Server des Herstellers Terrasoft zum Download bereit. Es handelt sich dabei um eine Distribution speziell für Apple-Rechner mit PowerPC-Prozessoren. Das System durchläuft auf Apple G3-iBooks, verschiedenen iMacs, G4-Powerbooks und G4 Power-Macs verschiedene Tests. Auf den Powerbooks und G4/G5-PowerMacs gibt es Unterstützung für den Betrieb mit zwei Monitoren. Die Software-Ausstattung gleicht der einer auf Fedora Core 2 basierenden Distribution. @N-KL:<@N-KA>A Pünklich erschien mit <@N-KSP>Gentoo Linux 2004.3 (<@N-KURL>http://www.gentoo.org) die vierte Version der Quelltext-Distribution. Es handelt sich dabei vor allem um ein Bugfix-Release. Zusätzlich haben die Entwickler die Installations- und Release-Werkzeuge verbessert. Gentoo Linux unterstützt die Architekturen AMD 64, HPPA, PPC, Sparc, x86 und PPC64. Die ISO-Images der Installations-CDs liegen auf zahlreichen Spiegelservern zum Herunterladen bereit. @N-KL:<@N-KA>A Für Freunde des Brettspiels Go steht mit <@N-KSP>Hirakunix (<@N-KURL>http://www.hikarunix.org) eine Distribution bereit, die Information rund um Go und Programme zum Spielen enthält. Hirakunix basiert auf Damn Small Linux und startet direkt von der CD. Das 158 MByte große ISO-Image finden Sie auf der Homepage des Projekts. @N-KL:<@N-KA>A Die Firmen Connectiva, Mandrakesoft, Progeny und Turbolinux habe sich zum <@N-KSP>Linux Core Consortium zusammen geschlossen. Als Ziel setzen sich die Mitglieder eine gemeinsame Distribution als Basis für die Linux-Produkte der beteiligten Firmen. Als Grundlage dient die Linux Standard Base 2.0. Eine erste Version des Projekts soll im Frühjahr 2005 zur Verfügung stehen. @N-KL:<@N-KA>A Sun Microsystems vertreibt <@N-KSP>Solaris 10 (<@N-KURL>http://www.sun.com/solaris/) mittlerweile für die x86-Prozessorarchitektur kostenlos. Mit Hilfe des "Projekt Janus" möchte das Unternehmen zudem Linux-Programme nativ unter Solaris 10 laufen lassen. Für die kostenlose Version von Solaris 10 stellt Sun zwar Sicherheitsupdates bereit, Bugfixes und Support gibt es aber nur für die kommerzielle Version. Diese kostet jährlich pro Prozessor zwischen 120 und 360 US-Dollar. @N-KL:<@N-KA>A Nachdem Microsoft in der letzten Zeit wiederholt die Vorteile von Windows hervorhob und sein System als überlegen dargestellte, konterte <@N-KSP>Novell nun mit dem Dokument "Die reine Wahrheit: Was Microsoft vor Ihnen verbergen möchte" (<@N-KURL>http://www.novell.com/de-de/linux/truth/). In diesem Text nennt das Unternehmen die wichtigsten Vorzüge von Linux gegenüber Windows. Novell weist vor allem auf die niedrigeren Wartungskosten für Linux-Installationen und die nicht vorhandene Abhängigkeit von einer einzigen Firma hin. @N-KL:<@N-KA>A Mit <@N-KSP>Parallel Knoppix (<@N-KURL>http://pareto.uab.es/mcreel/ParallelKnoppix/), einem Knoppix-Derivat, lassen sich Cluster aus Linux-PCs aufzubauen. Dabei setzt die Distribution wahlweise die LAM-MPI oder die MPICH-Implementierung von MPI (<@N-KURL>http://www-unix.mcs.anl.gov/mpi/) ein. Der Aufbau eines Clusters beginnt damit, dass ein Master Node von der Parallel-Knoppix-CD gestartet wird. Anschließend booten die Slave Nodes via PXE und den Knoppix Terminal Server über das Netzwerk. Clusters von zwei bis 50 Maschinen sind vorkonfiguriert und mit wenigen Mausklicks eingerichtet.

Bessere Linux-Unterstützung durch Intel

Intel http://www.intel.com (http://www.intel.com) will Linux in Zukunft besser unterstützen. Dabei hat es das Unternehmen besonders auf den indischen und chinesischen Markt abgesehen und versorgt seine Partner dort mit einem Software-Kit, das die Installation von Linux erleichert. So lieferte Intel den Firmen in Asien neben der Hardware eine Sammlung von Treibern und Skripten, die einerseits Intels Hardware unterstützen und andererseits die Einrichtung von Programmen unter Linux vereinfachen.

Eine weitere Komponente des Kits, das Application Version Compliance Tool, überprüft, ob das zu installierende Programm mit der Hardware und der verwendeten Linux-Distribution kompatibel ist. Das Kit unterstützt zur Zeit Red Hat Desktop, Novell Linux 9 Desktop und Red Flag Desktop 4.1.

Linux direkt vom Stift

Die Slackware-basierte Distribution Runt (http://www.ncsu.edu/project/runt/) läuft direkt von einem mindestens 128 MByte großen USB-Stick und enthält zahlreiche Programme zur Netzwerkdiagnose und Systemeinrichtung. Das System entstand an der North Carolina State University als Werkzeugkasten für Systembetreuer.

Auf der Homepage des Projekts finden Sie ein gezipptes Image, das Sie entpacken und einfach auf einen USB-Stick mit einem DOS-Dateisystem übertragen. Nach dem Kopieren der Dateien führen Sie das Skript makeboot.sh aus und machen den Stick so bootfähig. Falls Ihr Computer das Booten von USB-Medien nicht unterstützt, finden Sie das Image einer Startdiskette auf dem Speicherstäbchen. Beim Start geben Sie dem System auf Wunsch die deutsche Tastaturbelegung als Parameter mit.

Es startet ein System, das sich automatisch via DHCP mit einem Netzwerk verbindet und alle Werkzeuge zum Einrichten und Testen von Festplatten, zum Speichertest sowie zur Netzwerküberwachung und -kontrolle mitbringt. Für diejenigen, die sich mit den entsprechenden Programmen nicht so gut auskennen, gibt es nach Eingabe von runthelp bzw. diskhelp einige leicht verständliche Hilfstexte.

Klein, schnell, schlicht

Ubuntu Linux schlägt erste Triebe: Beatrix (http://www.watsky.net), eine neue Live-Distribution, basiert auf dem Debian-Derivat. Wie beim Ausgangssystem zielen die Entwickler auf eine einfache, schnelle Distribution für die tägliche Arbeit am Computer. Daher enthält Beatrix weder Programme zur Bildbearbeitung noch Multimedia-Anwendungen oder Spiele. Die Entwickler wenden sich besonders an Benutzer von Windows, die sich im System sofort zurecht finden sollen.

Gerade ältere Rechner verwandeln sich so in funktionierende Arbeitsmaschinen, auf denen der Benutzer Texte schreibt, Tabellen berechnet, im WWW surft und E-Mail bearbeitet. Beatrix eignet sich zusammen mit einem USB-Stick, der die Konfiguration aufnimmt, als Büro für unterwegs, passt es doch auf eine Mini-CD.

Nach dem schnellen Start von dem Boot-Medium zeigt sich ein aufgeräumter, klarer Gnome-2.8-Desktop. Als Büroprogramm liegt OpenOffice 1.1 bei, als Browser dient Firefox 1.0, E-Mail und Kontaktpflege erledigen Sie mit Evolution. In Gnome stellen Sie dann auch eine deutsche Tastaturbelegung ein.

Beatrix findet dank der integrierten Samba-Unterstützung sofort Anschluss an Windows- und Samba-Netzwerke. Lokale und Netzwerk-Drucker sind mit Hilfe von Cups in Nu installiert, so dass die Arbeit schnell losgehen kann. Die einmal angelegte Konfiguration speichert Beatrix wahlweise auf einem USB-Stick, in einer Windows-Partition auf der Festplatte oder auf einer Diskette. So müssen Sie nach einem Neustart nicht alles neu einrichten.

Mit Hilfe des Knoppix-Installationsprogramms richten Sie die Distribution mit wenigen Mausklicks auf der Festplatte ein. Zum Betrieb genügt ein abgelegter Rechner mit 500 MHz Taktfrequenz und 256 MByte RAM. Beim Betrieb von Festplatte kommt Beatrix mit 128 MByte RAM aus. Allerdings startet OpenOffice dann etwas langsam.

beatrix.png

Beatrix bringt einen kompletten Büroarbeitsplatz mit.

Der Wächter

Die Firewall-Distribution IPCop (http://www.ipcop.org) liegt jetzt in Version 1.4.1 vor. Einziger Verwendungszweck: Als Firewall ein Netzwerk vor Angriffen von außen zu schützen.

Die Installation gestaltet sich einfach: Auch ohne tiefgreifende Kenntnisse der Netzwerktechnik erhalten Sie in wenigen Schritten eine funktionierende Firewall. Auf der Homepage beschreiben die Developer ausführlich Installation und Feineinstellung. Alle Dokumente stehen sowohl online als HTML-Dokument zur Verfügung als auch als PDF zum Ausdrucken.

Highlights in der aktuellen Version sind neue Pulsar-Treiber, Squid in der Version 2.5, DNSMasq 2.17 und die jüngsten Versionen von Apache und OpenSSL. Auch die CGI-Skripte und das Upgrade von einer auf die nächste Version haben die Entwickler überarbeitet.

Verdammt klein, verdammt gut

Damn Small Linux (http://www.damnsmalllinux.org) machte in den letzten Wochen rasante Fortschritte: Die Distribtion passt nach wie vor auf eine Scheckkarten-große CD, umfasst jedoch alle Programme für die tägliche Arbeit. Das System basiert auf Knoppix, das die Entwickler allerdings stark abspeckten. Wenn Sie das System mit der Boot-Option toram starten, kopiert sich der Inhalt der CD in den Arbeitsspeicher. Anschließend ist das CD-Laufwerk, von dem gestartet wurde, wieder frei zum Arbeiten.

Nach dem zügigen Start erscheint ein übersichtlich eingerichteter Fluxbox-Desktop, der übersichtlich eingerichtet ist. Die Anwendungen finden sich hinter Icons auf dem Desktop und im Programmmenü, das durch einen Rechtsklick auf die Benutzeroberfläche erreichbar ist. In der letzten Zeit konzentrierten sich die Entwickler darauf, die Benutzbarkeit von Damn Small Linux weiter zu verbessern. So versahen Sie verschiedene Programme mit einer grafischen Oberfläche um etwa die Bildschirmauflösung zu ändern oder zu einem Windows-Dateiserver Kontakt aufzunehmen.

Ebenfalls neu ist die Möglichkeit, Damn Small Linux auf einem USB-Speicherstick zu installieren. Hierzu gibt es ein eigenes Installationsimage.

Unverständlich bleibt aber die Entscheidung der Entwickler, die Textverarbeitung Ted und die Tabellenkalkulation Abs zu entfernen und stattdessen Siag Office in die Programmsammlung aufzunehmen. Pw, das "Textverarbeitungsprogramm" von Siag Office, bietet wesentlich weniger Funktionen als Ted und ist für den vorgesehenen Einsatzbereich nahezu unbrauchbar.

Unter den Mini-Distributionen für den Desktop nimmt Damn Small Linux eine führende Stellung ein. Eine ständig wachsende Zahl von Anwendern schafft zudem Ergänzungen in Form von Programmpaketen, die sich auf Mausklick aus dem Netz installieren lassen. So kann jeder Benutzer das System problemlos an die eigenen Erfordernisse anpassen. (Frank Wieduwilt/agr)

damnsmall.png

Die Konfiguration von Damn Small Linux funktioniert über das GUI.

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LinuxUser 05/2014

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