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Werkzeug in 3D

3D-Tools für den Desktop

01.01.2005 Konsolenprogramme verrichten ihren Dienst zwar effektiv, jedoch nicht unbedingt spektakulär. Wer gesteigerten Wert auf schicke Optik legt, findet jedoch für viele Aufgaben auch passenden 3D-Ersatz. Wir zeigen Ihnen die interessantesten 3D-Tools für den Desktop.

Hinter Linux steht ja eigentlich die Philosopie, alle Aufgaben möglichst durch das Kombinieren kleiner, spezialisierter (Konsolen-)Programme zu erledigen. Dem komfortbewußten Anwender eines grafischen Desktops freilich ist diese Methode nur schwer zu vermitteln. Er verlangt zumindest nach bequemen Frontends für die einzelnen Werkzeuge, besser noch nach einer kompletten GUI-Reimplementierung der Tools.

Von besonderem Reiz ist es dabei, wenn Werkzeuge ihren Dienst nicht nur in 2D verrichten, sondern ihre Informationen als dreidimensionale Grafik darstellen. Im folgenden Artikel konzentrieren wir uns auf solche Tools, die für die Präsentation auf die 3D-Funktionen der Graphikkarte zurückgreifen.

Installationsgrundlagen

Die im Folgenden besprochenen Programme dürften wohl keiner etablierten Distribution beiliegen. Daher müssen Sie sie in aller Regel aus dem Quellcode kompilieren und installieren. Dazu benötigen Sie eine Reihe zusätzlicher Entwicklungspakete, die je nach Distribution variieren können. Unter SuSE 9.2 umfasst der Anforderungskartalog im Wesentlichen das SDL-Entwicklungspaket und die Bibliotheken Mesa, libpng, SDL_image, free_glut sowie smpeg.

Ausgabe von Systeminformationen

Linux beherrscht Multitasking, kann also mehrere Programme parallel ausführen. Dabei muss es sich intern darum kümmern, dass jedes davon CPU-Zeit zur Abarbeitung erhält. Neue Prozesse erzeugt das Betriebssystem durch so genanntes Forken eines Vaterprozesses. Daher bilden alle Prozesse eine Hirarchie, die auf dem Prozess init basiert. Wollen Sie sich alle aktuell laufenden Prozesse anzeigen lassen, nutzen Sie auf der Konsole dazu Tools wie ps oder top. Friert einmal Programm ein, was ja auch unter Linux vorkommen kann, dann lässt sich der klemmende Prozeß unter Angabe seiner Process ID mit Hilfe von kill beenden.

Das Werkzeug ps3 [1] visualisiert die Prozesstabelle dreidimensional und stellt dazu alle Prozesse als Quader auf einer rotierenden Ebene dar. Bei näherer Betrachtung fällt auf, dass eine Seite jeden Quaders den Namen des zugehörigen Prozesses trägt. Auf der nebenstehenden Fläche findet sich eine Zahl – die PID. Die Höhe des jeweiligen Quaders hängt dabei vom Speicherverbrauch des Prozesses ab. Welcher Prozess momentan die CPU mit Beschlag belegt, lässt sich an der ockerfarbenen Hervorhebung erkennen.

Abbildung 1

Abbildung 1: Was läuft so alles auf meinem Computer.

Mithilfe der Maus beeinflussen Sie die Darstellung: Ein Linksklick stoppt das Drehen der Ebene; ein erneuter Linksklick startet die Rotation wieder. Die gewünschte Drehrichtung geben Sie bei gedrückter Maustaste durch Verschieben der Maus nach Links oder Rechts an, wobei die Geschwindigkeit der Vorgabe die Rotationsgeschwindigkeit beeinflusst.

Die relative Quaderhöhe skalieren Sie bei gedrückter linker Maustaste durch Vor- bzw. Zurückbewegen der Maus. Verschieben Sie die Maus dagegen bei gedrückter rechter Taste, so variieren Sie damit die Kameraposition. Alternativ lassen sich über die [F1] bis [F6] voreingestellte Sichtmodi abrufen. Über die Taste [Q] stellen Sie die Anzeige auf die Vorgabewerte zurück.

Ein völlig neue Sicht auf die aktuelle Systemauslastung verschafft Ihnen das unter [7] verfügbare glload (Abbildung 2). Das Verstellen der 3D-Ansicht erfolgt ganz ähnlich wie bei ps3 über die Maus. Ein Rechtsklick in das Programmfenster öffnet zusätzlich ein Kontextmenü. Es ermöglicht das das An- bzw. Ausschalten der "Beleuchtung", der Datums- und Zeitanzeige, der Beschriftung sowie der begrenzenden grauen Flächen.

Abbildung 2

Abbildung 2: Wie stark ist mein System ausgelastet.

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LinuxUser 05/2014

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