An Ort und Stelle

Bleibt noch die Frage, was zu tun ist, damit andere Benutzer im System die Manpage mit dem Kommando man huhn lesen können. Kopieren Sie als Administrator die Datei huhn.1 an die richtige Stelle:

cp huhn.1 /usr/share/man/man1/

Wer nicht auf das tägliche Update der Manpage-Datenbank warten möchte, führt – ebenfalls als Administrator – den Befehl

mandb

aus. Praktisch: Sollte die Seite schwere syntaktische Fehler aufweisen, weist das mandb-Kommando darauf hin. Hat alles geklappt, sehen Sie hingegen eine Ausgabe wie z. B.:

…
4 man subdirectories contained newer manual pages.
27 manual pages were added.
0 stray cats were added.
0 old database entries were purged.

Text-Editor oder GUI?

Wer sich die Formatierungsbefehle nicht merken will, verwendet z. B. den grafischen Editor ManEdit (http://wolfpack.twu.net/ManEdit/). Mit Syntax-Highlighting, vorgefertigten Tags und einer Preview-Funktion wird das Doku-Schreiben zum Kinderspiel (Abbildung 4).

Eines ist allerdings sicher: Auch bei der Arbeit mit ManEdit lohnt es sich, mehr über die Hintergründe zur Manpage-Erstellung zu wissen – wer den Aufbau und die Funktionsweise von groff kennt, arbeitet auch mit dem GUI-Editor effektiver (hge).

Abbildung 4: Per Klick zur Manpage mit ManEdit.

Glossar

Optionen

Den meisten Programmen können Sie beim Aufruf neben dem Befehlsnamen weitere Informationen mitgeben. Dazu gehören u. a. ein oder mehrere Dateinamen der zu bearbeitenden Datei(en) und/oder Optionen (auch Parameter genannt), die Änderungen im Verhalten des Befehls bewirken.

apropos

Wer den genauen Namen eines Befehls nicht kennt, kann durch den Aufruf apropos <begriff> oder man -k <begriff> alle Kommandos auflisten, in deren Beschreibung <begriff> vorkommt. Die vorhandenen Manpages bzw. diese Kurzbeschreibungen der dritten Zeilen werden dazu in einer Datenbank verwaltet – auf den meisten Systemen ist ein täglicher Cron-Job dafür zuständig, die Einträge zu aktualisieren. Alternativ hilft nach dem Erstellen einer neuen Handbuchseite auch der Befehl mandb (als Administrator ausgeführt).

man -k

Wer den genauen Namen eines Befehls nicht kennt, kann durch den Aufruf apropos <begriff> oder man -k <begriff> alle Kommandos auflisten, in deren Beschreibung <begriff> vorkommt. Die vorhandenen Manpages bzw. diese Kurzbeschreibungen der dritten Zeilen werden dazu in einer Datenbank verwaltet – auf den meisten Systemen ist ein täglicher Cron-Job dafür zuständig, die Einträge zu aktualisieren. Alternativ hilft nach dem Erstellen einer neuen Handbuchseite auch der Befehl mandb (als Administrator ausgeführt).

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 
TABLET & SMARTPHONE APPS
Bald erhältlich
Get it on Google Play

Deutschland

Ähnliche Artikel

  • man und info
    Schnell eine Befehlsoption nachschauen, einfach stöbern, was ein Kommando sonst noch alles kann, oder ausführliche Hilfetexte lesen mit Querverweisen – mit man und info bleiben Sie im Bilde.
  • Shell-Tipps
    Erfahrene Linux-Nutzer schwören auf flexible Kommandozeilentools, mit denen sie manche Aufgabe schneller bewältigen als in grafischen Programmen. Wir stellen interessante Anwendungen und Aufrufparameter vor, um auch Einsteiger zu einem Ausflug in die Shell zu ermutigen.
  • Zu Befehl
    Auch wenn viele Dinge sich bequem über grafische Oberflächen wie KDE oder GNOME regeln lassen – wer sein Linux-System richtig ausreizen möchte, kommt um die Kommandozeile nicht herum. Und auch sonst gibt es viele Situationen, wo es gut ist, sich im Befehlszeilendschungel ein wenig auszukennen.
  • Kein Kauderwelsch
    Mit Po4a haben Sie alle notwendigen Werkzeuge an der Hand, um Dokumentationen an eine Landessprache anzupassen.
  • Shell-Tipps
    Erfahrene Linux-Nutzer schwören auf flexible Kommandozeilentools, mit denen sich manche Aufgabe schneller bewältigen lässt als in grafischen Programmen. Wir stellen die wichtigsten Anwendungen vor, um auch Einsteiger zu einem Ausflug in die Shell zu ermutigen.
Kommentare

Infos zur Publikation

LU 12/2016: Neue Desktops

Digitale Ausgabe: Preis € 5,99
(inkl. 19% MwSt.)

LinuxUser erscheint monatlich und kostet 5,95 Euro (mit DVD 8,50 Euro). Weitere Infos zum Heft finden Sie auf der Homepage.

Das Jahresabo kostet ab 86,70 Euro. Details dazu finden Sie im Computec-Shop. Im Probeabo erhalten Sie zudem drei Ausgaben zum reduzierten Preis.

Bei Google Play finden Sie digitale Ausgaben für Tablet & Smartphone.

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist ohne eigenes Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!

Aktuelle Fragen

Drucker Epson XP-332 unter ubuntu 14.04 einrichten
Andrea Wagenblast, 30.11.2016 22:07, 2 Antworten
Hallo, habe vergeblich versucht mein Multifunktionsgerät Epson XP-332 als neuen Drucker unter...
Apricity Gnome unter Win 10 via VirtualBox
André Driesel, 30.11.2016 06:28, 2 Antworten
Halo Leute, ich versuche hier schon seit mehreren Tagen Apricity OS Gnome via VirtualBox zum l...
EYE of Gnome
FRank Schubert, 15.11.2016 20:06, 2 Antworten
Hallo, EOG öffnet Fotos nur in der Größenordnung 4000 × 3000 Pixel. Größere Fotos werden nic...
Kamera mit Notebook koppeln
Karl Spiegel, 12.11.2016 15:02, 2 Antworten
Hi, Fotografen ich werde eine SONY alpha 77ii bekommen, und möchte die LifeView-Möglichkeit nu...
Linux auf externe SSD installieren
Roland Seidl, 28.10.2016 20:44, 1 Antworten
Bin mit einem Mac unterwegs. Mac Mini 2012 i7. Würde gerne Linux parallel betreiben. Aber auf e...