Sechs WLAN-Router im Vergleich

Doppelter Service

Drahtlose Netze sind nicht nur in, sondern auch überaus praktisch, wenn Computer und Telefondose mehrere Meter auseinander stehen oder sich mehrere Computer eine Internet-Verbindung teilen sollen. Das Hardware-Labor hat sechs WLAN-Router für den privaten Einsatz getestet.

Spätestens seit Intels Centrino-Fernsehwerbung weiß jeder, dass Kabel absolut out sind – Wireless LAN soll in Zukunft den Rechner mit dem Internet verbinden. Dabei hat das drahtgebundene Ethernet durchaus seine Existenzberechtigung, wenn entweder bereits Kabel zwischen Telefonanschluss und Rechner verlegt wurden oder keine größeren Strecken zu überwinden sind.

Um mehrere Computer über die gleiche Internetverbindung surfen zu lassen, empfiehlt sich ein klassischer Router – er ist für wenig Geld zu haben und verbraucht nur den Bruchteil der Stromkosten eines vollwertigen oder eines ausrangierten PCs. Dabei ist der Funktionsumfang der meisten Geräte nicht mehr weit von dem eines Linux-Rechners entfernt, über Port-Forwarding und Trigger-Ports lassen sich heute auf Wunsch ausgewählte Dienste des Rechners aus dem Internet erreichen, obwohl der Router mit Network Address Translation (NAT) die IP-Adressen umsetzt.

Seltene Geräte

Wer einen DSL-Anschluss für die Internet-Verbindung nutzt, hat eine reiche auswahl – es gibt praktisch keinen Hersteller, der nicht drei oder noch mehr Modelle für diese Klientel anbietet. Wer in einer Gegend ohne DSL-Anschlussmöglichkeit wohnt oder einfach zu wenig surft, als dass sich DSL lohnen würde, hat ein Problem: ISDN-Router mit WLAN gab es praktisch kaum, dem Hardware-Labor gelang es, gerade einmal ein Gerät für den Test zu ergattern. Noch viel düsterer sieht es für Modem-Benutzer aus, die auf WLAN umsteigen wollen: Neu gibt es überhaupt nichts mehr, das einzige noch halbwegs beschaffbare Gebrauchtgerät ist Apples Airport Station Graphite mit eingebautem 56k-Modem. Doch die Nachfrage nach solchen seltenen WLAN-Routern ist immens, auf E-Bay erzielen diese WLAN-Router oft weit über 100 Euro.

Konfiguration per Kabel

Die meisten WLAN-Router lassen sich sowohl über den Ethernet-Anschluss als auch drahtlos einrichten. Die sollten die Einstellungen jedoch ausschließlich kabelgebunden verändern – ab Werk ist die Verschlüsselung deaktiviert, so dass über WLAN jeder im Umkreis von bis zu einem Kilometer das Passwort oder den WEP-Key mitlesen könnte.

Apropos Verschlüsselung, diese sollten Sie unbedingt auf allen WLAN-Geräten einschalten und mindestens 104 (respektive 128) Bit lange Schlüssel verwenden. Andernfalls riskieren Sie, dass Ihr Tintenstrahldrucker irgend wann "versehentlich" die Diplomarbeit Ihres Nachbarn auf Ihrem guten Foto-Papier ausdruckt. Ungeschützte WLAN-Netze sind ein gefundenes Fressen für so genannte Wardriver, die sich gezielt auf fremden WLANs einloggen und dort die Internetverbindung für ihre eigenen Zwecke wie zum Beispiel Spamming benutzen.

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