Doppelter Service

Sechs WLAN-Router im Vergleich

01.12.2004
Drahtlose Netze sind nicht nur in, sondern auch überaus praktisch, wenn Computer und Telefondose mehrere Meter auseinander stehen oder sich mehrere Computer eine Internet-Verbindung teilen sollen. Das Hardware-Labor hat sechs WLAN-Router für den privaten Einsatz getestet.

Spätestens seit Intels Centrino-Fernsehwerbung weiß jeder, dass Kabel absolut out sind – Wireless LAN soll in Zukunft den Rechner mit dem Internet verbinden. Dabei hat das drahtgebundene Ethernet durchaus seine Existenzberechtigung, wenn entweder bereits Kabel zwischen Telefonanschluss und Rechner verlegt wurden oder keine größeren Strecken zu überwinden sind.

Um mehrere Computer über die gleiche Internetverbindung surfen zu lassen, empfiehlt sich ein klassischer Router – er ist für wenig Geld zu haben und verbraucht nur den Bruchteil der Stromkosten eines vollwertigen oder eines ausrangierten PCs. Dabei ist der Funktionsumfang der meisten Geräte nicht mehr weit von dem eines Linux-Rechners entfernt, über Port-Forwarding und Trigger-Ports lassen sich heute auf Wunsch ausgewählte Dienste des Rechners aus dem Internet erreichen, obwohl der Router mit Network Address Translation (NAT) die IP-Adressen umsetzt.

Seltene Geräte

Wer einen DSL-Anschluss für die Internet-Verbindung nutzt, hat eine reiche auswahl – es gibt praktisch keinen Hersteller, der nicht drei oder noch mehr Modelle für diese Klientel anbietet. Wer in einer Gegend ohne DSL-Anschlussmöglichkeit wohnt oder einfach zu wenig surft, als dass sich DSL lohnen würde, hat ein Problem: ISDN-Router mit WLAN gab es praktisch kaum, dem Hardware-Labor gelang es, gerade einmal ein Gerät für den Test zu ergattern. Noch viel düsterer sieht es für Modem-Benutzer aus, die auf WLAN umsteigen wollen: Neu gibt es überhaupt nichts mehr, das einzige noch halbwegs beschaffbare Gebrauchtgerät ist Apples Airport Station Graphite mit eingebautem 56k-Modem. Doch die Nachfrage nach solchen seltenen WLAN-Routern ist immens, auf E-Bay erzielen diese WLAN-Router oft weit über 100 Euro.

Konfiguration per Kabel

Die meisten WLAN-Router lassen sich sowohl über den Ethernet-Anschluss als auch drahtlos einrichten. Die sollten die Einstellungen jedoch ausschließlich kabelgebunden verändern – ab Werk ist die Verschlüsselung deaktiviert, so dass über WLAN jeder im Umkreis von bis zu einem Kilometer das Passwort oder den WEP-Key mitlesen könnte.

Apropos Verschlüsselung, diese sollten Sie unbedingt auf allen WLAN-Geräten einschalten und mindestens 104 (respektive 128) Bit lange Schlüssel verwenden. Andernfalls riskieren Sie, dass Ihr Tintenstrahldrucker irgend wann "versehentlich" die Diplomarbeit Ihres Nachbarn auf Ihrem guten Foto-Papier ausdruckt. Ungeschützte WLAN-Netze sind ein gefundenes Fressen für so genannte Wardriver, die sich gezielt auf fremden WLANs einloggen und dort die Internetverbindung für ihre eigenen Zwecke wie zum Beispiel Spamming benutzen.

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 

Ähnliche Artikel

  • DSL "all-in-one"
    DSL-Router werden von Generation zu Generation mächtiger und bieten heute weit mehr als den reinen Internetzugang – mit dem "1&1 Homeserver", einer Fritz!Box Fon WLAN 7270 von AVM, haben wir einen aktuellen Vertreter getestet.
  • Wireless LAN einfach eingerichtet
    Der Aufbau eines drahtlosen Netzes muss nicht schwer sein. Wir haben ausgewählte Hardware getestet, die sich besonders leicht installieren lässt.
  • Fünf WLAN-Ethernet-Adapter im Test
    Wireless LAN ganz ohne Treiber versprechen WLAN-Ethernet-Adapter, die wie eine Brücke die Daten vom drahtlosen ins drahtgebundene Netz übertragen. Die Redaktion testete fünf Geräte für den mobilen und stationären Einsatz.
  • Open-Source-WLAN-Router von Netgear
  • Gute Verbindung
    Linux zu nutzen, zeugt vom Wunsch nach Individualität. Die muss auch vor dem heimischen WLAN-Router nicht Halt machen: Netgear lädt mit dem WNR3500L zum Basteln ein.
Kommentare

Infos zur Publikation

Mit der Zeitschrift LinuxUser sind Sie als Power-User, Shell-Guru oder Administrator im kleinen Unternehmen monatlich auf dem aktuelle Stand in Sachen Linux und Open Source.

Sie sind sich nicht sicher, ob die Themen Ihnen liegen? Im Probeabo erhalten Sie drei Ausgaben zum reduzierten Preis. Einzelhefte, Abonnements sowie digitale Ausgaben erwerben Sie ganz einfach in unserem Online-Shop.

NEU: DIGITALE AUSGABEN FÜR TABLET & SMARTPHONE

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist auch ohne eigenes Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!       

Tipp der Woche

Ubuntu 14.10 und VirtualBox
Ubuntu 14.10 und VirtualBox
Tim Schürmann, 08.11.2014 18:45, 2 Kommentare

Wer Ubuntu 14.10 in einer virtuellen Maschine unter VirtualBox startet, der landet unter Umständen in einem Fenster mit Grafikmüll. Zu einem korrekt ...

Aktuelle Fragen

Start-Job behindert Bootvorgang, Suse 13.2, KDE,
Wimpy *, 20.02.2015 10:32, 4 Antworten
Beim Bootvorgang ist ein Timeout von 1 Min 30 Sec. weil eine Partition sdb1 gesucht und nicht gef...
Konfiguration RAID 1 mit 2 SSDs: Performance?
Markus Mertens, 16.02.2015 10:02, 4 Antworten
Hallo! Ich möchte bei einer Workstation (2x Xeon E5-2687Wv3, 256GB RAM) 2 SATA-SSDs (512GB) al...
Treiber für Canon Laserbase MF5650
Sven Bremer, 10.02.2015 09:46, 1 Antworten
Hallo ich weiß mittlerweile das Canon nicht der beste Drucker für ein Linux System ist. Trotzd...
Linux und W7 im Netz finden sich nicht
Oliver Zoffi, 06.02.2015 11:47, 3 Antworten
Hallo! Ich verwende 2 PCs, 1x mit W7prof 64 Bit und einmal mit Linux Mint 17 64 Bit, welches ich...
Rootpasswort
Jutta Naumann, 29.01.2015 09:14, 1 Antworten
Ich habe OpenSuse 13.2 installiert und leider nur das Systempasswort eingerichtet. Um Änderungen,...