Überraschungen im Advent

Programmieren mit Java und NetBeans

01.12.2004
Viele Computer-Liebhaber prägt eine Abneigung gegen herkömmliche Bastelei. Manche Menschen greifen mit Spaß zu Nadel und Faden, andere ziehen einen selbstprogrammierten Adventskalender vor. Wir geben eine Einführung in die Sprache Java [1] an Hand dieses Beispiels.

Ein großer Vorteil der Programmiersprache Java liegt in ihrer plattformübergreifenden Verfügbarkeit. Ein Java-Programm lässt sich unter Linux genauso wie unter Windows ausführen.

Werkzeuge

Das Entwickeln von Programmen in Java, setzt die zugehörige Software voraus. Sie brauchen das Java Development Kit (JDK), die aktuelle Version 5.0 liegt auf der Heft-CD. Wir zeigen die Programmierung mit der Entwicklungsumgebung NetBeans [2], die ebenfalls auf der Heft-CD liegt. Bevor sich die Installationsprogramme für JDK und NetBeans ausführen lassen, benötigen sie entsprechende Berechtigungen. Kopieren Sie die beiden Dateien jdk-1_5_0-linux-i586.bin und netbeans-4_0-beta2-linux.bin auf die Festplatte, machen Sie sie ausführbar und starten Sie das Installationsprogramm:

chmod u+x jdk-1_5_0-nb-4_0-beta2-bin-linux.bin
./jdk-1_5_0-nb-4_0-beta2-bin-linux.bin

Bei NetBeans funktioniert es anschließend analog, beide Installationsprogramme installieren die Software unterhalb des aktuellen Verzeichnisses.

Nach dem ersten Start von NetBeans mit ./netbeans-4.0beta2/bin/netbeans erscheint ein Willkommens-Dialog (Abbildung 1). Hier wählen Sie aus, ob Sie ein neues Projekt erstellen oder ein Beispielprojekt anschauen möchten.

Abbildung 1: Die Entwicklungsumgebung Netbeans erleichtert die Java-Programmierung.

Beginnen Sie ein neues Projekt mit dem Button New Project. Im erscheinenden Dialog (Abbildung 2) finden Sie unter der Kategorie Standard die Möglichkeit, eine neue Java-Applikation zu erstellen. Im zweiten Schritt geben Sie einen Projektnamen ein, in unserem Fall lautet er Adventskalender. Die Funktion Create Main Class schalten Sie für dieses Projekt ab; sie würde das Schreiben einer eigenen main-Funktion ersparen, jedoch auch den Quelltext mit für dieses Programm unnötigen Zeilen füllen.

Abbildung 2: Im ersten Schritt erstellen Sie ein neues NetBeans-Projekt.

Schnellstart

Benutzen Sie NetBeans zum ersten Mal, liest das Programm nach dem Anlegen des neuen Projekts alle verfügbaren Java-Klassen ein, das dauert je nach Systemgeschwindigkeit recht lange.

Im Reiter Files im linken Bereich des NetBeans-Fensters befindet sich in Form einer Baumstruktur eine Liste aller bisher angelegten Dateien. Unter dem Ordner src stehen alle Quelltextdateien mit der Endung .java.

In der Werkzeugleiste befinden sich die Buttons Run Main Project und Debug Main Project, die sich auch über die Tasten [F6] und [F5] aufrufen lassen. Ersterer kompiliert und startet das aktuelle Projekt, der Zweite tut dasselbe im Debug-Modus, also mit ausführlicherer Ausgabe zur Fehlersuche.

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