Hardware

01.12.2004

Linux-PDA mit Festplatte

Mit einem neuen Linux-basierten PDA überraschte Sharp im Oktober die Anwender. Der Zaurus SL-C3000 sieht aufgeklappt aus wie ein geschrumpftes Notebook mit einer kompletten Qwerty-Tastatur. Es ist 12,5 Zentimenter lang, 9 Zentimenter breit und 2,5 Zentimeter dick. Das Display lässt sich analog zu einem Tablet-PC nach außen klappen; dann ähnelt der SL-C3000 eher einem herkömmlichen PDA. Der 3,7 Zoll große Bildschirm glänzt mit einer Auflösung von 640x480 Punkten. Getrieben wird der Handheld von einem Intel-XScale-Prozessor mit 614 MHz, an Arbeitsspeicher stehen 64 MByte SDRAM zur Verfügung, ein 4 GByte großes Microdrive sorgt für hinreichend Plattenplatz.

Eingebaute WLAN- oder Bluethoothfähigkeit fehlt dem PDA, lediglich eine IrDA-Schnittstelle ist für drahtlosen Kommunikation an Bord. Für Erweiterungen steht ein USB-Port sowie Einschübe für CompactFlash- und SD-Karten zur Verfügung.

In Japan soll der PDA schon im November verfügbar sein, in Deutschland will Sharp das Gerät, wie auch den Vorgänger SL-6000, nicht selbst anbieten. Importeure wie die Firmen Trisoft http://htttp://www.trisoft.com und Tuxmobil http://www.tuxmobil.de werden es aber ab Dezember online vertreiben, mit englischer Benutzeroberfläche, inklusive Zubehör, Support und mit einem CE-Zertifikat. Der genaue Preis steht noch nicht fest, wird aber laut Werner Heuser von Tuxmobil zwischen 860 und 1000 Euro liegen. Damit ist der SL-C3000 etwas teurer als der Zaurus SL-6000, den beide Anbieter bereits seit September im Programm haben.

Linux-Smartphone

Die Firma E28 Limited aus Honkong stellte auf der Linux World Expo in Frankfurt ein funktionierendes Production Sample des neuen Linux-Smartphones e2800+ vor. Das Gerät hat in etwa die Abmessungen eines Nokia 6310, das Farb-Display mit 240 x 320 Pixel verbirgt sich jedoch in einem Deckel, der auf der Außenseite zusätzlich die CCD-Kamera (VGA-Auflösung) trägt.

Das Smartphone integriert Handy und PDA, außer telefonieren kann es noch MP3-Dateien von einer SD-Flash-Karte abspielen, Bilder anzeigen oder MPEG-4-Videos wiedergeben. Die Bedienung der einzelnen Anwendungen erfolgt über die Telefontasten oder den Touchscreen.

Der Akku reicht gerade einmal für drei bis vier Tage Standby und zwei bis vier Stunden Gespräch, danach muss das hungrige Smartphone wieder aufgeladen werden. Ein Grund für den hohen Strombedarf ist der integrierte ARM-9-Mikroprozessor mit 300 MHz, auf dem Kernel 2.4.18 mit einigen proprietären Treiber-Erweiterungen läuft.

Die grafische Oberfläche hat E28 komplett selbst entwickelt, ohne auf vorhandene Systeme wie QT-Embedded, GPE oder einen X-Server zurückzugreifen. Für Entwickler will der Hersteller ab Anfang nächsten Jahres ein Development-Kit zur Verfügung stellen, der auch einen Software-Emulator des Smartphones umfassen soll.

Mit rund 450 bis 500 Euro ist das e2800+ durchaus erschwinglich, allerdings gibt es derzeit noch keinen Distributor in Deutschland oder Europa. Auch an der deutschen Übersetzung der Bedienoberfläche arbeitet der Hersteller noch.

Bei der Wiedergabe von MP4-Videos oder MP3-Dateien spielt das Smartphone seine Sound-Fähigkeiten aus.

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