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01.12.2004

Kurz notiert

  • Neben vielen anderen Nationen besitzt seit kurzem die türkisch-sprachige Gnome-Gemeindeeine eigene Online-Präsenz (http://www.gnome.org.tr). Neben der Übersetzung bereits erschienener Beiträge stehen neue Texte in türkischer Sprache bereit. Das junge Projekt heißt jede Art der Unterstützung willkommen.
  • Der Slackware-Initiator Patrick Volkerding sagte in einem Interview, dass er mit dem Gedanke spiele, Slackware künftig ohne Gnomeauszuliefern. Bereits jetzt entfallen ein Drittel der Entwicklungszeit und ein Großteil aller Fehlermeldungen bei der Zusammenstellung einer neuen Slackware-Version auf die Desktop-Umgebung. Ein denkbares Szenario wäre deshalb, die Anpassungen für Slackware zukünftig ganz Dropline Gnome zu überlassen, die bereits für Slackware Version 9 und 10 komfortable Installationen entwickelt haben.
  • Seit kurzem steht eine weitere Beta-Version der Linux Live-CD mit Gnome-Oberfläche, Gnoppix(http://www.gnoppix.org), online zur Verfügung. Im Vergleich zur letzten stabilen Version basiert diese auf Gnome 2.8 und einem aktuelleren Kernel 2.6. Da es sich um eine Beta-Version handelt, ist jedoch kein Installer im Paket enthalten.
  • Still und leise gab Sun Mitte Oktober die erste Version seines auf Gnome 2.6 basierenden Java Desktop System(http://www.sun.com/software/javadesktopsystem/) für Solaris auf x86-Prozessoren heraus – pünktlich zum Start seiner neuen Java Workstation. Interessierte können den neue Java Desktop bis Dezember zum Einführungspreis von 50 US-Dollar von der Web-Seite des Unternehmens herunterladen.
  • Damit sich Firefox optisch besser in Gnome integiert, gibt es das Gnome-Fx-Theme(http://gnomefx.mozdev.org). Es verwendet die standardisierten Gnome-Icons und bietet zusätzlich Icons für die einzelnen Menüeinträge. Alternativ wählt der Benutzer das Gnome-Fx-blue-Theme aus, das lediglich farblich etwas variiert. Wo Gnome-Fx GTK-konform grün leuchtet, erscheint Gnome-Fx-blue bläulich.

Mit Gtimer die Zeit verplanen

Wer verschiedene Projekte zur gleichen Zeit abwickelt, verliert schnell den Überblick, wieviel er wirklich auf eine Aufgabe verwendet hat. Nutzen Sie Gtimer (http://www.k5n.us/gtimer/), stellt Ihnen das Programm alle Projekte in einer übersichtlichen Liste zusammen. Dabei können Sie jedes Projekt in kleinere Aufgabenbereiche unterteilen. Abgelaufene oder ruhende Arbeiten lassen sich bequem in Hintergrund verstecken, damit die Projektliste übersichtlich bleibt.

Im Gegensatz zu anderen Produkten wie beispielsweise Titrax ist Gtimer in der Lage, zeitgleich für mehrere Aufgaben die Zeit zu nehmen. Selbstverständlich kann der Benutzer die erfasste Zeitspanne manuell nachkorrigieren. Mit Hilfe einer Erweiterung bemerkt das Programm außerdem, wenn der Anwender länger als fünf Minuten nicht aktiv war.

In diesem Fall stellt es Sie bei der Fortsetzung vor die Wahl, ob die scheinbar inaktiv verstrichene Zeit ebenfalls erfasst oder der Zähler auf den Stand vor der Pause zurückgesetzt wird.

Die so gesammelten Zeiten wertet Gtimer als täglichen, wöchentlichen, monatlichen oder jährlichen Bericht aus. Als Ausgabeformaten stehen Text oder HTML zur Verfügung. Welche Projekte im Bericht enthalten sein sollen, legen Sie selber fest.

Abbildung 1: Gtimer stellt alle Aufgaben nach Projekten geordnet in einer Liste dar.

Malen nach Zahlen mit Mtpaint

Suchen Sie ein kleines leistungsfähiges Malprogramm suchen, dann ist Mark Tylers Mtpaint (http://www.btinternet.com/~mark.tyler4/mtpaint/) genau das Richtige für Sie. Die Software eignet sich hervorragend für kleinere Zeichnungen oder zum Erstellen von Icons, die mit einer Palette von 256 Farben auskommen.

Es enthält alle grundlegenden Zeichenfunktionen und sein zwanzigfacher Zoom erlaubt selbst feinste Änderungen. Unterlaufen dem Anwender trotzdem künstlerische Fehler, ist es dank einer Undo-Funktion mit 100 Rückschritten nie zu spät für eine Korrektur.

In der aktuellen Version 0.35 unterstützt Mtpaint zusätzlich die Dateiformate XPM und XBM vollständig. Außerdem eröffnet Ihnen das Programm nun die Möglichkeit, Bilder zu invertieren oder sie vertikal und horizontal zu rotieren.

Abbildung 2: Besonders für das Zeichnen von Icons eignet sich Mtpaint hervorragend.

Money makes the world go round

Bei vielen Kontobewegungen – zumal auf mehreren Konten – geht schnell der Überblick verloren. Das Programm Grisbi (http://www.grisbi.org) ist ein willkommenes Hilfsmittel. Seine einfache und übersichtliche Oberfläche vereint alle grundlegenden Funktionen und erlaubt Ihnen damit ein intutives Arbeiten.

Grisbi verwaltet problemlos eine beliebige Anzahl von Konten bei unterschiedlichen Banken. Für regelmäßige Zahlungen steht ein Terminplaner bereit, der wiederkehrende Buchungen termingerecht in die Buchungsliste einträgt. Als Vereinfachung erlaubt die Software Ihnen außerdem, jede getätigte Buchung in eine Kategorie einzuordnen. Das Sortiment der vordefinierten Kategorien reicht von Anleihe bis Wohnung; Sie können es aber jederzeit um neue erweitern.

Zur besseren Auswertung aller Buchungsvorgänge fertigt Grisbi Berichte für einen festgelegten Zeitraum an. Der Benutzer legt dabei fest, welche Konten, Kategorien oder Empfänger in die Auswertung einfließen. Die jetzt erschienene Version 0.52 enthält erstmals eine deutsche Übersetzung. Außerdem importiert das Programm jetzt Gnucash-Dateien. Online-Banking ist mit Grisbi jedoch nach wie vor nicht möglich.

Abbildung 3: Grisbis vordefinierte Kategorien decken fast alle Bereiche ab.

Bibshelf ordnet die Privat-Bibliothek

Wer viel liest, bringt es mit den Jahren schnell zu einer umfangreichen Literatursammlung. Bibshelf (http://www.debain.org/software/bibshelf/) assistiert Ihnen als Hobby-Bibliothekar bei der Erfassung und Verwaltung ihres Fundus. Zu jedem Buch hält die Software mit Titel, Autor und ISBN-Nummer vor. Darüber hinaus dürfen Sie eine kurze Zusammenfassung anfügen, dem Buch eine Bewertung zuteilen und es in eine geeignete Kategorie einsortieren.

Zur besseren Orientierung speichert das Programm in der aktuellen Version 1.1 jetzt zusätzlich den Tag, an dem Sie das Buch zuletzt gelesen haben. Aus allen Angaben erstellt Bibshelf eine übersichtliche Liste, wobei es Bewertungen nach dem Vorbild von Amazon als Sterne darstellt.

Diese Liste lässt sich nach verschiedenen Kriterien sortieren. Dabei ermöglicht der aktuellen Version erstmals eine Sortierung nach vergebenen Bewertungen. Ein Update lohnt sich also.

Hintergrundbilder in Windeseile verwalten

Mit Photostorm (http://www.photostorm.net) verwalten Sie kinderleicht Ihren Hintergrundbildfundus. Sie können Bilder in Alben zusammenfassen und nach Kategorien ordnen, wobei die Bildersammlung über die Festplatte verstreut liegen darf. In der aktuellen Version 0.1.2 funktionierte das gleichzeitige Einbinden mehrerer Bilder in ein Album nicht, da Photostorm keinen Dateiauswahldialog anbot. Sie müssen stattdessen jedes Bild einzeln einbinden.

Die Software beschränkt sich nicht auf die Verwaltung von Hintergrundbildern, sondern bietet zusätzlich Funktionen wie den regelmäßigen Wechsel des Hintergrundbildes oder das Einblenden eines Kalenders. Einzig die fehlende Dokumentation ist ein Wermutstropfen, was sich aber leicht durch Experimentierfreude kompensieren lässt. (Uwe Vollbracht/agr)

Abbildung 4: Auf Wunsch blendet Photostorm einen Kalender und geistreiche Zitate ein.

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LinuxUser 06/2012

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