Stabübergabe

Editorial

01.11.2004
,

Liebe Leserinnen und Leser,

die 55. Ausgabe des LinuxUser möchte ich für ein paar persönliche Worte nutzen, denn es ist die letzte Ausgabe, die ich als Chefredakteur betreue.

1999 plante der damalige Linux-Magazin-Verlag die Geburt einer neuen Zeitschrift, die sich an Linux-Einsteiger richten sollte. Zu dem Zeitpunkt gab es den LinuxUser schon als "Heft im Heft", als Rubrik des Linux-Magazins. Anfang 2000 ging es dann los: Nach meinem Umzug aus dem Rheinland nach München erschien bald die Erstausgabe 06/2000, und seitdem ist es Monat für Monat mein Ziel gewesen, Sie mit interessanten und nützlichen Informationen zu versorgen. Doch alles hat ein Ende, und man muss auch gelegentlich "frischen Wind" durch eine Zeitschrift wehen lassen: Deswegen setzt ab sofort mein Kollege Jörg Luther die Arbeit fort. Ihm wünsche ich viel Erfolg bei dieser spannenden Aufgabe.

Als gelegentlichen Autor werden Sie mich auch weiterhin im LinuxUser finden können, ansonsten konzentriere ich mich aber nun auf die Schwesterzeitschrift EasyLinux, die ich seit Mitte 2003 parallel zum User als Chefredakteur betreut habe.

Die Gestaltung des LinuxUser in den vergangenen viereinhalb Jahren hat mir sehr viel Spaß gemacht, und wenn ich mir die Entwicklung der Zeitschrift von der ersten Ausgabe bis heute ansehe, bin ich auch stolz auf das, was unser Team geleistet hat – ich danke darum allen Mitstreitern der letzten Jahre und auch unseren oft sehr engagierten freien Autoren.

Allen Leserinnen und Lesern danke ich für die – teils jahrelange – Treue und verabschiede mich mit einem fröhlichen "Man liest sich."

Hans-Georg Eßer

Chefredakteur

Die ersten Zeilen als künftiger Chefredakteur des LinuxUser nutze ich zu der Gelegenheit, mich Ihnen kurz persönlich vorzustellen. Ich bin 43 Jahre alt und seit rund 25 Jahren in der ein oder anderen Funktion im IT-Umfeld tätig: Als Programmierer, als Administrator, und in den letzten 10 Jahren als Redakteur in verschiedenen Fachpublikationen zu Netzwerken und dem Internet.

Zu den Linuxern der ersten Stunde zähle ich nicht. Die meiste Zeit meines beruflichen Lebens habe ich in heterogenen Umgebungen verbracht, in denen je nach Bedarf DOS und Windows, OS/2, Netware oder Solaris gemischt wurden. Welches Betriebssystem dabei zum Zug kam, entschied dessen Eignung für die Aufgabe. Im IT-Jargon bezeichnet man diesen Ansatz salopp als "best of breed".

In der Praxis stellte sich ab Mitte der 90er Jahre immer wieder ein junges und anfangs misstrauisch beäugtes Betriebssystem als "Bestes der Zucht" heraus: Für eine wachsende Zahl von Aufgaben erwies sich Linux als die einfachste, sicherste und oft auch performanteste Lösung. Daher wanderte es auf meinen Rechnern sehr schnell aus Richtung Server auch auf den Desktop, wo es seit Ende der 90er einen festen Platz hat.

In die Redaktion eines auf Linux fokussierten Magazins schließlich hat mich die Unlust getrieben, zunehmend fast nur noch über das Bugfixing beim momentan am weitesten verbreiteten Desktop- und Server-OS berichten zu müssen. Sich mit den Fähigkeiten, Möglichkeiten und der Wahlfreiheit eines nicht nur hinsichtlich der Quellen offenen Betriebssystems wie Linux beschäftigen zu können, macht einfach mehr Spaß.

Das selbe Vergnügen bereitet Ihnen hoffentlich auch in Zukunft weiter die Lektüre des LinuxUser. Den Stab von einem so berufenen Vor-Läufer wie Hans-Georg Eßer zu übernehmen, stellt allerdings eine echte Herausforderung dar. Um diese Hürde zu meistern, setze ich auf Ihre Unterstützung: Bitte sparen Sie nicht mit Anregungen und Kritik zum Heft, sondern lassen Sie mir Lob wie Tadel ungefiltert zukommen. Sie erreichen mich am einfachsten per E-Mail unter mailto:jluther@linuxuser.de.

Jörg Luther

Chefredakteur

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