Home / LinuxUser / 2004 / 11 / Benutzerfreundlichkeit von Musik-Playern

Newsletter abonnieren

Lies uns auf...

Folge LinuxCommunity auf Twitter

Top-Beiträge

Mandriva gibt Distribution in die Hände der Community
(268 Punkte bei 24 Stimmen)
Neues vom Systemd
(161 Punkte bei 4 Stimmen)
Mandriva in Nöten
(161 Punkte bei 4 Stimmen)

Heftarchiv

LinuxUser Heftarchiv

EasyLinux Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Partner-Links:

Shopping
Topsuche
 
Yatego Deutschlands größte Shoppingmall. 10000 Shops,
3.5 Mio Artikel. Alle Bestseller, Servertechnik und Technik Themenwelten.

Notebooks und Netzwerkhardware bei Mercateo günstig kaufen.
Internet Telefonie mit VoIP Telefonen von Gigaset
Das B2B Portal www.Linx.de informiert über Produkte und Dienstleistungen.
Günstige Digitalkameras finden Sie im Preisvergleich.

Musikalische Oberfläche

Benutzerfreundlichkeit von Musik-Playern

JuK

Dass es für Linux Musik-Player gibt, die mit einer schlichten, überschaubaren Oberfläche das Abspielen von Musik erleichtern, zeigt JuK [3], die Standard-Jukebox für KDE. Als einziges getestetes Programm bietet JuK ein dem Benutzer von vielen anderen Programmen vertrautes Erscheinungsbild mit einer Menüleiste, einer Werkzeugleiste für die wichtigsten Abspielfunktionen und einer Statusleiste (Abbildung 3).

Abbildung 3: JuK überzeugt mit seiner strukturierten Oberfläche.

Auch wenn die Oberfläche Design-Liebhabern langweilig erscheinen mag, verdient sie aus Sicht der Benutzerfreundlichkeit ein Lob: Die Menüleiste verschafft dem Nutzer schnell einen Überblick über die Möglichkeiten des Programms. Auch wenn das auf Kosten der Funktionalität geht; so ist JuK nicht in der Lage, Internet-Streams oder Audio-CDs wiederzugeben. Die Buttons der Werkzeugleiste sind groß und eindeutig, zur Unterstützung bei etwaigen Unklarheiten gibt es erklärende Hilfetexte bei Berührung mit dem Maus-Cursor.

Beim ersten Start fragt JuK nach Verzeichnissen, die Musikdateien enthalten, um sie einer Ordnerliste hinzuzufügen. Die Verzeichnisse aus dieser Liste durchsucht es nach jedem Start nach neuen Musikdateien und fügt sie gegebenenfalls der Datenbank hinzu. Überraschungen wie beispielsweise bei Links, die auf nicht mehr existierende Dateien zeigen, bleiben hier anders als bei XMMS und BMP aus.

JuK aktualisiert seine Datenbank aber ausschließlich beim Start. Zwar merkt es auch beim Abspielen, wenn Dateien der Wiedergabeliste nicht mehr existieren, es überspringt sie in der Abspielliste aber kommentarlos. So gerät JuK bei aktivierter Option Wiedergabeliste wiederholen in eine Endlosschleife, wenn darin nur noch verwaiste Verknüpfungen stehen.

Der Teufel steckt allerdings auch bei JuK in Details, die den Arbeitsfluss mitunter ins Stocken geraten lassen. So erscheint im Kontextmenü eines Abspiellisteneintrags der Befehl Löschen in ähnlicher Weise gleich zwei Mal. Davon bezieht sich einer auf den Musiktitel in der Playlist, der andere auf die Datei auf der Festplatte. Das birgt für User die Gefahr, Musikstücke versehentlich statt aus der Abspielliste unwiderruflich von der Platte zu entfernen. Zwar fragt ein Dialogfenster vor dem Ausführen des Kommandos nach, erfahrungsgemäß klicken aber die meisten Benutzer solche Fenster ungelesen weg.

Ähnlich irreführend wirkt der Entfernen-Befehl im Playlist-Kontextmenü. Er fragt nach, ob es "die Titel [der Wiedergabeliste] wirlich löschen soll". Auch hier tappt der Benutzer im Dunkeln und erhält erst nach einem mutigen Klick auf Entfernen die Gewissheit, dass nicht die Dateien auf der Festplatte gemeint waren.

AmaroK

AmaroK [4] bricht ganz mit dem Paradigma des "einen Programms für eine Funktion" und bietet eine Unmenge an Gimmicks, die das Musikhören so erlebnisreich wie möglich gestalten sollen: So gibt es die Möglichkeit, Albumbilder aus dem Internet von amazon.com nachzuladen. Eine On-Screen-Display-Titelanzeige öffnet sich Aufmerksamkeit heischend bei jedem angespielten Lied, ein Icon mit Fortschrittsanzeige blinkt dazu in der Kontrollleiste. Mehrere Visualisierungsmodi verschönern die wahlweise an XMMS oder JuK erinnernde Oberfläche. Dass AmaroK auch Musik abspielt, gerät dabei beinahe in Vergessenheit.

Denn bei all den Spielereien scheinen die Entwickler etwas Wichtiges vergessen zu haben: ein für die Benutzerin klares und intuitives Bedienkonzept. Funktions-Buttons und Elemente der Menüleiste, die sich bei anderen Programmen üblicherweise im oberen Bereich des Fensters befinden, haben die AmaroK-Entwickler kurzerhand an das untere Ende verfrachtet und zum Teil unter einem Button mit dem Namen "Menü" versteckt (Abbildung 4). Der Benutzerin fehlt damit ein gewohnter Einstiegspunkt. So fällt es nicht leicht, die Fähigkeiten des Programms zu erkunden.

Abbildung 4: Viel Unruhe und die ungewohnte Anordnung der Buttons gestalten die Benutzung vom AmaroK nicht einfach.

Die Funktions-Buttons im linken unteren Bereich beziehen sich auf die Wiedergabeliste, die sich im rechten Bereich des Fensters befindet. Es überrascht nicht, wenn Benutzer diese Buttons fälschlicherweise auf Grund der räumlichen Nähe mit der direkt über ihnen liegenden Musiksammlung assoziieren.

Diese hohen Einstiegshürden bergen das Risiko, dass Benutzer ohne den Willen, sich in AmaroK einzuarbeiten, dem Programm schnell den Rücken zuwenden.

Einem Freund empfehlen    Druckansicht Bookmark and Share
Kommentare

Hits
Wertung: 0 Punkte (0 Stimmen)

Schlecht Gut

Infos zur Publikation

Infos zur Publikation

LinuxUser 06/2012

Aktuelle Ausgabe kaufen:

Heft bestellen Heft als PDF kaufen

LinuxUser erscheint monatlich und kostet in der Nomedia-Ausgabe EUR 5,50 und mit DVD EUR 8,50. Weitere Informationen zum Heft finden Sie auf der LinuxUser-Homepage.

Im LinuxUser-Probeabo erhalten Sie drei Ausgaben für 3 Euro. Das Jahresabo (ab EUR 56,10) können Sie im LNM-Shop bestellen.

Tipp der Woche

Adobe AIR
Adobe-AIR-Programme installieren und (manuell) starten
Tim Schürmann, 14.05.2012 13:09, 0 Kommentare

Es gibt sie noch: neue Anwendungen, die Adobes Integrated Runtime voraussetzen. Aktuellstes und vermutlich auch größtes Beispiel ist das Adventure Botanicula

Aktuelle Fragen

gibt es ein Kommandozeilen Tool, um ein X11-Fenster in ein Anderes einzubetten?
GoaSkin , 21.05.2012 16:44, 0 Antworten
Das XEmbed-Protokoll ist u.A. dazu gedacht, dass man eine X11-Anwendung in eine andere wie ein Wi...
Apache2, Options -Indexes geht nicht
no no, 12.05.2012 19:01, 8 Antworten
Habe in apache2.conf folgendes stehen: Options -Indexes ...
LInux auf Dell LS H500
Andreas Endresl, 09.05.2012 08:54, 2 Antworten
Habe einen alten Dell Latitude LS H500 nur mit ext. Floppy und CD es geht nur immer eines von den...
Datenwiederherstellung unter Ubuntu 12.04 mit "Simple Backup" nach Umzug von Linux Mint
Christian Lottmann, 07.05.2012 13:33, 0 Antworten
Vor dem Umzug auf Ubuntu 12.04 habe ich unter Linux MInt mit "Simple Backup" voll (15.4.2012) und...
DKMS für den propritären NVIDIA-Treiber
Commander Data, 26.04.2012 22:02, 2 Antworten
Hallo an die Gemeinde. Ich habe hier ein interessantes Stück openSuSE gefunden. http://forums.op...