Auf den Trichter gekommen
Audio-Formate konvertieren
Aus Wav mach Ogg
Ogg Vorbis ist eine freie Alternative zu MP3 – frei in dem Sinne, dass die Codecs patentfrei und unter einer freien Lizenz veröffentlicht sind. Darüber hinaus bietet dieses Format höhere Klangqualität. Wenn Sie von den Installationsmedien das Paket vorbis-tools installieren, haben Sie neben dem Kommandozeilen-Player ogg123 auch Encoder und Decoder mit an Bord. Um Wav-Dateien in Ogg-Vorbis-Dateien umzuwandeln, setzen Sie das Programm oggenc ein:
$ oggenc 01.wav
Opening with wav module: WAV file reader
Encoding "01.wav" to
"01.ogg"
at quality 3.00
[ 17.8%] [ 1m24s remaining]
Auch dieses Tool legt automatisch den neuen Dateinamen fest – anders als bei den anderen hier vorgestellten Programmen versteht oggenc allerdings auch Wildcards und wandelt mit einem einzigen Befehl (oggenc *.wav) alle Wav-Dateien eines Verzeichnisses um (Abbildung 2).
Soll die Ausgabedatei einen anderen Namen haben, geben Sie diesen mit der Option -o an:
oggenc 01.wav -o bla.ogg
Besonders praktisch an oggenc ist, dass Sie direkt beim Umwandeln über Kommandozeilenparameter Informationen zu Künstler (-a), Albumnamen (-l), Titel (-t), Genre (-G) und das Datum (-d) angeben können:
oggenc 01.wav -a "The Alan Parsons Project" -t "Sirius" -l "Eye in the Sky" -G "Pop" -d "1981" -o blubb.ogg
Gängige Abspielprogramme, wie z. B. XMMS, stellen diese (in ID3-Tags gespeicherten) Informationen anschließend richtig dar (Abbildung 3).
Von Ogg zu Wav
Genauso einfach ist das Umwandeln mit dem Kommando oggdec von Ogg Vorbis ins Wav-Format. Auch hier kommt wieder die Option -o zum Einsatz, wenn Sie explizit einen Dateinamen angeben möchten. Wildcards sind wieder problemlos: Mit
oggdec *.ogg
verwandeln Sie alle Ogg-Vorbis-Dateien eines Verzeichnisses in Wav-Dateien.



