Probleme mit Gimp

Der Ausdruck funktionierte aus allen KDE-Programmen sowie aus Open Office heraus völlig problemlos über KPrinter. Lediglich Gimp benutzt standardmäßig lp für seinen Ausdruck, was mit dem Canon-Treiber partout nicht funktionierte.

Abhilfe bringt, für den Ausdruck aus Gimp heraus ebenfalls KPrinter zu benutzen. Dazu ändern Sie den Aufruf in den Druckereinstellungen von Gimp in folgende Zeile:

kprinter -dcanon_i560

Geben Sie bei Gimp darüber hinaus keine PPD-Datei an, auch damit funktionierte der Ausdruck im Test nicht – bis Redaktionsschluss war leider nicht heraus zu bekommen, was genau Gimp an der PPD von Canon störte.

Qualitätsunterschiede

Die von Canon im Paket bjcups mitgelieferten Postscript Printer Descriptions (PPDs) unterstützen sämtliche vom Hersteller angebotenen Papiersorten, von "Plain Paper" bis hin zum "Glossy Photo Paper".

Im Test bereitete der Treiber Version 2.2.1 für den Canon i550 jedoch unerwartete Probleme: Ausgerechnet die Einstellungen für Normalpapier und Folien waren nicht zu gebrauchen. Zwar war der Ausdruck selbst gut, jedoch wurden alle Pixel der Farben Cyan und Magenta in der Breite auf 200 Prozent skaliert – das Ergebnis der YaST-Drucker-Testseite sehen Sie in Abbildung 1. Die Einstellungen "High Resolution Paper" und "Glossy Photo Paper" bringen, entsprechende Medien vorausgesetzt, sehr gute Ausdrucke zu Papier, für Normalpapier trägt der Drucker in diesen Modi jedoch zu viel Schwarz auf, was ausblutende und unscharfe Buchstaben zur Folge hat. Immerhin, für den alltäglichen Briefverkehr ist es akzeptabel.

Abbildung 1: Nur die Farben Cyan und Magenta des Testbilds (oben) skaliert der Canon-Treiber in der Version 2.2.1 (unten) bei Normalpapier und Folien auf doppelte Breite, während Gelb und Schwarz die korrekte Skalierung aufweisen.

Die Version 2.4.0 für den Canon i560 hingegen leistete sich keinerlei Schwächen, der Ausdruck war in allen Fällen gestochen scharf und braucht in keiner Weise den Vergleich mit dem kommerziellen Druckertreiber von Turboprint zu scheuen.

Allerdings lässt sich die Auflösung des Druckers bei den Canon-Treibern nicht wirksam ändern: Ab Werk sieht die PPD lediglich 600 DPI vor, der Autor passte die Datei manuell an und fügte die Modi 150 DPI, 300 DPI und 1200 DPI hinzu. Unterhalb 600 DPI hatte die Änderung zwar (negative) Auswirkungen auf die Druckqualität, der Ausdruck wurde dadurch jedoch nicht schneller. Offenbar rechnet der Canon-Filter das Bild wieder auf 600 DPI hoch und verschenkt damit den Geschwindigkeitsvorteil.

Auch bei der Art der zu verarbeitenden Dokumente scheint der Druckerfilter der Version 2.2.1 etwas wählerisch zu sein. Die Testseite für gehobene Grafikanwendungen, die auch Aufschluss über die Farbseparation geliefert hätte, ließ sich mit dem Filter überhaupt nicht verarbeiten. Auch versagte uns der Canon-Filter die Seiten sieben bis zehn des Office-Dokuments – ohne jegliche Fehlermeldung und nicht nachvollziehbar. Die neue Version 2.4.0 und Turboprint hatten mit den selben Dateien keinerlei Probleme.

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