An der Quelle

Zuerst benötigen Sie den Druckfilter bjfilter, er ist dafür zuständig, die eingehenden Daten in die proprietäre Sprache des jeweiligen Druckers zu übersetzen. Der Tarball enthält das Skript autogen.sh, das mittels autoconf und die Abhängigkeiten prüft, make compiliert und make install installiert dann den Filter im Verzeichnis /usr/local/bin.

Das Archiv bjcups-2.4.0.tar.gz enthält das CUPS-Backend pstocanonbj, was der eigentliche "Treiber" ist, sowie das CUPS-Frontend bjcups und die Bibliotheken bjexec und paramlist.

Zunächst müssen Sie die mitgelieferten Bibliotheken übersetzen, dazu wechseln Sie in das Unterverzeichnis libs der bjcups-Quellen und rufen make all install auf. Anschließend compilieren Sie die restlichen Quellen, indem Sie im übergeordneten Verzeichnis ebenfalls make all install aufrufen – damit installieren Sie das CUPS-Frontend unter /usr/local/bin, das Backend unter /usr/lib/cups/filter und die PPD-Dateien unter /usr/share/cups/model – insgesamt unterstützt der Treiber die Drucker Canon i560, i860 und i990.

Damit ist die Basis-Installation bereits abgeschlossen und Sie können CUPS wieder per /etc/init.d/cups start starten. Neben den reinen Filter bietet Canon noch das grafische Frontend bjcupsmon an, das sich auf dem Test-System jedoch nicht übersetzen ließ.

Drucker einbinden

Ob der Drucker überhaupt mit dem installierten Filter funktioniert, können Sie ganz einfach mit bjfilter überprüfen. Dazu benötigen Sie lediglich ein Bild im PNG-Format:

bjfilterpixus560i --media plain --quality 2 ~/Bild.png >/dev/usblp0

Der vorangegangene Aufruf setzt voraus, dass es sich um einen Canon i560 handelt, in Japan bekannt unter der Bezeichnung "Pixus 560i", der als erster USB-Drucker angeschlossen ist.

Die Einbindung des Druckers in CUPS erfolgt an der Kommandozeile folgendem Befehl:

lpadmin -p canon_i560 -m canonpixus560i.ppd -v canon_usb:/dev/usb/lp0 -E

Unter SuSE Linux sollten Sie statt dessen besser die Druckereinrichtung von YaST verwenden. Wählen Sie einfach "PIXUS560i" in der Modell-Liste aus, CUPS benutzt dann automatisch den Canon-Filter, der in der PPD-Datei voreingestellt ist.

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