Home / LinuxUser / 2004 / 10 / Kanotix - Das bessere Knoppix?

Newsletter abonnieren

Lies uns auf...

Folge LinuxCommunity auf Twitter

Top-Beiträge

KDE Plasma Workspaces 4.8
(306 Punkte bei 32 Stimmen)
SUSE12
(173 Punkte bei 4 Stimmen)
Pardus Linux am Ende?
(164 Punkte bei 4 Stimmen)
OpenSuse 12.1-Service Kit 01/12
(161 Punkte bei 4 Stimmen)
Meinst Du: Patch CD Updates?
(161 Punkte bei 4 Stimmen)

Heftarchiv

LinuxUser Heftarchiv

EasyLinux Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Partner-Links:

Shopping
Topsuche
 
Yatego Deutschlands größte Shoppingmall. 10000 Shops,
3.5 Mio Artikel. Alle Bestseller, Servertechnik und Technik Themenwelten.

Notebooks und Netzwerkhardware bei Mercateo günstig kaufen.
Internet Telefonie mit VoIP Telefonen von Gigaset
Das B2B Portal www.Linx.de informiert über Produkte und Dienstleistungen.
Günstige Digitalkameras finden Sie im Preisvergleich.

Duell der Meister

Kanotix - Das bessere Knoppix?

01.10.2004 Seit einiger Zeit macht Kanotix als das bessere Knoppix von sich reden. Es soll mehr Hardware besser erkennen und die Festplatteninstallation soll noch einfacher sein. Welche Features Kanotix tatsächlich bietet und wo es Knoppix überbietet zeigt dieser Artikel.

Die Live-Distribution Kanotix [1] entstand aus dem bekannten Knoppix heraus und ist benannt nach seinem Schöpfer Jörg "Kano" Schirottke. Er hat früher Patches und Programme zu Knoppix beigesteuert, war aber nicht mit dem Entwicklungsprozess zufrieden. Es hat ihm zu lange gedauert, bis Patches in die Distribution eingeflossen waren und das Team gab seiner Meinung nach zuwenige Releases heraus. Am meisten hat ihn allerdings gestört, dass Knoppix zwar selbst auf einem 486er läuft, aber nicht für moderne Hardware optimiert ist. Kanotix läuft erst auf Rechnern ab 586.

Kurzerhand hat Kano Knoppix geforkt und eine eigene Distribution geschaffen. Auf seiner Website ist zu lesen: "Danke für Knoppix. Ich mag es sehr, aber ich musste es verbessern :)". Kano ist sehr bekannt in der Knoppix-Community und im Knoppix-Forum [2]. Mit circa 5.000 Beiträgen ist er der aktivste Forumsteilnehmer überhaupt und hat fast jede Frage beantwortet.

Im Gegensatz zu Knoppix basiert Kanotix auf dem instabilen Zweig von Debian namens Unstable/Sid. Daher könnte man Kanotix als "Knoppix Unstable" bezeichnen. Viele der in Kanotix getesteten Treiber und Programme finden sogar später ihren Weg in das Original-Knoppix. Aktuell ist die Version Kanotix Bughunter 7A sowie die Entwicklungsversion Bughunter 8. Zum Featurevergleich hat der Autor die brandneue Knoppix 3.6 Akademy-Edition herangezogen.

Schickes Gewand

Abbildung 1: Im Gegensatz zu Knoppix besitzt Kanotix ein grafisches Startmenü. In diesem wählt der Benutzer die gewünschten Cheatcodes aus.

Beim Start begrüßt den Benutzer ein grafisches Menü, in dem sich mehrere Kombinationen von Cheatcodes auswählen lassen (siehe Abbildung 1). Standardmäßig sind im Gegensatz zu Knoppix ACPI und das Soundsystem ALSA eingeschaltet. Statt lang=de oder ähnliche Befehle einzutippen wählt der Benutzer einfach über die Funktionstasten [F2] bis [F4] die gewünschten Optionen. Hinter [F1] verbirgt sich eine Hilfe mit den Erklärungen der meisten Cheatcodes.

Kanotix erkennt mit den Standardeinstellungen sämtliche Hardware eines HP Compaq NX5000 Notebooks, Tabelle 1 zeigt einen Vergleich zu Knoppix. Die Maus wurde zwar als "PC Speaker" erkannt, tat aber trotzdem ihren Dienst. Viele Geräte, die Knoppix überhaupt nicht unterstützt erkennt Kanotix problemlos. Eine Fritz! Card DSL beispielsweise konfigurierte Kanotix ohne Probleme. Auch eine Broadcom Netzwerkkarte, mit der Knoppix nichts anfangen konnte ließ sich unter Kanotix verwenden.

Abbildung 2: Das Kanotix-Menü bietet viele Tools zum Einrichten der Hardware. Die meisten Win-Modems lassen sich so einfach konfigurieren.

Beim Starten der grafischen Oberfläche begrüßt den Benutzer das Kanotix-Maskottchen, ein Fisch. Neben dem KDE-Logo links unten befindet sich das "Fisch-Menü", aus dem heraus sich sämtliche Kanotix-Programme starten lassen (siehe Abbildung 2). Mit ihnen starten Benutzer diverse Serverdienste und richten Hardware ein. Herausragend ist, dass Kanotix auch so genannte Win-Modems unterstützt, die nur mit proprietären Treibern funktionieren.

Paketauswahl

Außerdem im Menü enthalten sind Tools für ISDN, Apache und sogar die Firewall Guarddog. Wie auch Knoppix enthält Kanotix "Captive" zum Einbinden von NTFS-Partitionen, Partition Image und QTParted zum Erstellen und Sichern von Partitionen. Das Debian-Menü ist leider nicht in das KDE-Menü integriert sondern separat eingebunden.

Dank Debian Unstable ist in Kanotix stets die aktuellste Software vorhanden. Die Bughunter 8 kommt bereits mit KDE 3.3 während Knoppix 3.6 noch KDE 3.2 verwendet. Weitere integrierte Software sind die Entwicklungswerkzeuge Quanta und Kommander, KDevelop jedoch nicht. Die Emulations-Software QEmu emuliert ähnlich VMWare einen kompletten PC und erlaubt es, ganze Betriebssysteme unter Linux zu starten.

Kanotix hat als eine der ersten Distributionen volle Unterstützung für das neu erschienene Dateisystem Reiser 4. Sollte eine Software doch mal fehlen, lässt sie sich dank integrierter Live-Installationstechniken im laufenden Betrieb nachinstallieren. So laden Benutzer zum Beispiel die NVidia-Treiber über das Fisch-Menü aus dem Internet und installieren sie mit einem einzigen Schritt.

Das Software-Warehouse Klik macht es besonders einfach, neue Software zu integrieren, ein Druck auf den Klik-Button im Browser genügt. Wie bei Knoppix 3.6 ist auch der Ndiswrapper installiert, jedoch bereits für einige Windows-Treiber vorkonfiguriert. Ein Aufruf von modprobe ndiswrapper genügt daher meistens, um entsprechende Geräte zum Laufen zu bekommen.

Kanotix erhebt den Anspruch, immer brandneue Software zu enthalten. Ist ein Programm aus Debian Unstable zu alt, dann baut der Autor auch mal schnell selbst ein Paket aus den aktuellsten Sourcen. Dies war zum Beispiel lange Zeit bei dem Instant Messaging Tool SIM der Fall.

Einem Freund empfehlen    Druckansicht Bookmark and Share
Kommentare

795 Hits
Wertung: 0 Punkte (2 Stimmen)

Schlecht Gut

Infos zur Publikation

Infos zur Publikation

title_2012_02

Aktuelle Ausgabe kaufen:

Heft bestellen Heft als PDF kaufen

LinuxUser erscheint monatlich und kostet in der Nomedia-Ausgabe EUR 5,50 und mit DVD EUR 8,50. Weitere Informationen zum Heft finden Sie auf der LinuxUser-Homepage.

Im LinuxUser-Probeabo erhalten Sie drei Ausgaben für 3 Euro. Das Jahresabo (ab EUR 56,10) können Sie im LNM-Shop bestellen.

Tipp der Woche

Knoppix: Bootvorgang mit Cheatcode beschleunigen
Knoppix: Bootvorgang mit Cheatcode beschleunigen
Marcel Hilzinger, 18.01.2012 21:05, 0 Kommentare

Die Bootsequenz der Live-Distribution sucht beim Start zunächst auf Festplatten, dann auf USB-Sticks und erst dann in den DVD-Laufwerken (/dev/sr* oder /dev/scd*) nac...

Aktuelle Fragen

OpenSuse 12.1-Service Kit 01/12
Christoph-J. Walter, 28.01.2012 08:52, 2 Antworten
Hallo Gemeinde, ich habe 12.1 neu installiert. Alles in Ordnung! Nun möchte ich das Service Kit (...
Ubuntu 11.10 konfigurieren
Michael Hinz, 27.01.2012 17:52, 0 Antworten
Ubuntu läuft bei mir. Allerdings nur, wenn die Daten-CD eingelegt ist. Unabhängig von Bios-Einste...
SUSE12
Jörg Müller, 25.01.2012 14:27, 5 Antworten
Hallo Gemeinde Ich habe schon ziemlich lange auf einem Rechner Linux laufen, bin also nicht ganz...
Hat jemand Erfahrung beim Einsatz einer Kinect / OpenNI?
GoaSkin , 24.01.2012 23:35, 0 Antworten
Hallo, ich habe mir eine Kinect zugelegt, um zu schauen, was man damit unter Linux so machen k...
Kollaboration - Zeichnen auf mehreren Geräten gleichzeitig
Ludwig jun. B., 19.01.2012 11:17, 4 Antworten
Schönen guten Tag, ich suche aktuell eine Software für Linux/Windows (eines von beiden), welch...