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01.10.2004

Multimedia-Tastatur von Cherry

:Mit der CyMotion Master Linux liefert der Tastatur-Hersteller Cherry http://www.cherry.de das erste Keyboard aus, bei dem auch Linux-Nutzer vollen Zugriff auf zahlreiche Sondertasten haben. Die Tastatur bietet insgesamt 29 Hot Keys. Über sie kann der Anwender im Browser navigieren, den Audio-Player steuern, die Lautstärke regeln und zwischen mehreren Desktops wechseln. Wichtigen Aufgaben wie Ausschneiden, Kopieren und Einfügen hat Cherry ebenfalls eigene Tasten, die XPress Keys gewidmet.

Zur Hardware gehört die KeyM@n-Software, die es dem Nutzer ermöglicht Hot Keys neu zu belegen, etwa mit Programmaufrufen oder häufig genutzten Textbausteinen. Auch rein optisch bekennt sich das Keyboard zu Linux: Auf der linken Gehäuseseite prangt ein Bild von Tux und die linke Windows-Taste schmückt sich mit dem Linux-Maskottchen statt mit dem Fenster-Logo aus Redmond. Die rechte Windows-Taste hat Cherrry durch eine separate @-Taste ersetzt.

Der CyMotion Master Linux liegt Suse Linux 9.1 in einer Special Edition bei. Diese Sonderedition entspricht der Personal-Version, beinhaltet jedoch weder Handbücher noch einen Anspruch auf Support. Die Linux-Tastatur ist ab Septemer für einen Preis von 40 Euro erhältlich.

Abbildung 1: Sondertasten für Linux: die Cherry CyMotion Master Linux G86-21070.

Linux-Handheld mit integriertem WLAN

Mit dem Handheld drahtlos im Netz - dieses Konzept verwirklicht das aktuelle Zaurus-Modell SL-6000L, das ab Ende September in Deutschland erhältlich ist. Das Gerät enthält einen WLAN-Chip mit 11 Megabit Durchsatz.

Als Betriebssystem ist die Linux-Variante Open PDA 2.4 mit der Desktop-Umgebung Qtopia vorinstalliert. Die Software-Ausstattung umfasst neben den üblichen Kalender- und Adressbuchanwendungen den Browser Opera 7 und Hancom Mobile Office, mit dem sich die Dateiformate Microsoft Word und Excel bearbeiten lassen. Der installierte Media-Player kann MPEG-1-Filme und MP3-Dateien abspielen.

Das Gerät verfügt einen Intel Xscale-Prozessor mit 400 MegaHertz, 64 Megabyte SDRAM und 64 Megabyte Flash-Speicher. Das 4 Zoll große VGA-Display bietet eine Auflösung von 480 mal 640 Pixel. Der SL-6000L lässt sich auch als Diktiergerät verwenden: Mikrofon, Lautsprecher und eine Aufnahmetaste sind eingebaut. Daten lassen sich über die USB-Schnittstelle sowie SD- und CF_Medien übertragen. Mit Abmessungen von 80 x 150 x 23 Millimeter ist der Zaurus allerdings selbst mit eingefahrener Tastatur größer als ein Palm oder Pocket PC.

Ein Wermutstropfen für Linux-Fans: Nach Angaben des Qtopia-Herstellers Trolltech lässt sich das Mobilgerät zur Zeit leider nicht mit dem heimischen Linux-PC synchronisieren. Sharp habe den Synchronisationsvorgang verändert und lediglich die Windows-Version der Software aktualisiert. Trolltech kündigte jedoch an, bis Ende des Jahres eine für Zaurus-Besitzer geeignete Linux-Version zur Verfügung zu stellen.

Der Zaurus SL-6000L war bisher nicht in Europa erhältlich und wird nun von der Firma Trisoft http://trisoft.de importiert. Das Gerät soll rund 850 Euro kosten. Der Herstller Sharp vertreibt dieses Modell selbst nicht in Deutschland, daher wird auch der Support von Trisoft übernommen. (Andrea Müller, Mathias Huber/mhu)

Abbildung 2: Der SL-6000L hat Opera 7, eine kleine amerikanische QWERTY-Tastatur – aber auch Synchronisationsprobleme.

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