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Vorbeugen statt Crash

Die Zuverlässigkeit von Festplatten überwachen mit smartmontools

Feinabstimmung mit smartd.conf

Nach welchen Methoden die Überwachung läuft, bestimmen Sie durch entsprechende Anweisungen nach dem Schlüsselwort DEVICESCAN für alle Geräte. Wenn Sie keine speziellen Anweisungen erteilen, so werden die für den Gerätetyp (ata, scsi, 3ware..-) vorgesehenen Standards angewandt, über die man smartd.conf Auskünfte geben kann.

Häufig wechselnde Attribute, wie die Temperatur (Attribute #194 und #231) oder die Betriebszeit (Attribute #9), sollten Sie bei der Überwachung ausschließen, um die Meldungen im Syslog überschaubar zu halten. Das erreicht die Anweisung -I 194 -I 231 -I 9 in der Datei smartd.conf. Wenn Sie im Fehlerfall per E-Mail unterrichtet werden wollen wie in Abb. 2, dann geben Sie dort die Anweisung -m gefolgt von Ihrer E-Mail-Adresse an.

Abbildung 2

Abbildung 2: Benachrichtigung per E-Mail über einen fehlgeschlagenen Health-Check.

Wenn Sie Regeln für die Überwachung der einzelnen Geräte unterschiedlich definieren wollen, kommentieren Sie die Anweisung DEVICESCAN aus. Geben Sie stattdessen Anweisungen bezogen auf das jeweilige Gerät an. Ein Beispiel aus der beim Paket mitgelieferten Vorlage veranschaulicht das:

/dev/hda -a -o on -S on -s (S/../.././02|L/../../6/03)

Die Anweisung bezieht sich auf die Primary Master Disk am IDE-Bus und bedeutet: Überwache alle Attribute (-a), aktualisiere auch die Offline-Attribute in regelmäßigen Abständen (-o on), speichere geänderte Attributwerte automatisch und dauerhaft auf dem Gerät (-S on) und fordere einen kurzen Selbsttest der Festplatte täglich um 2:00 Uhr morgens und einen eingehenden Selbsttest an jedem Samstag um 3:00 Uhr morgens an.

Die Definition der Zeiten für den Selbsttest erfolgt über die Option -s gefolgt von einem regulären Ausdruck der folgendem Format entsprechen muss:

T/MM/DD/d/HH

T steht dabei für den Typ des Selbsttests, im Beispiel S für den Short-Selftest und L für den Long-Selftest. MM ist der Monat des Jahres, von 01 für Januar bis 12 für Dezember. Als Platzhalter für beliebige Werte können Sie Punkte einsetzen. An dieser Stelle gilt der Ausdruck dann für jeden Monat, wie im Beispiel oben. Das folgende Feld DD steht für den Tag des Monats von 01 bis 31.

Möchten Sie einzelne Wochentage ansprechen, dann nutzen Sie das Feld d von 1 für montags bis 7 für sonntags. Das letzte Feld steht für die Stunde des Tages, angefangen mit 00 für die Stunde von Mitternacht bis 1:00 Uhr früh bis zu 23 für die letzte Stunde vor Mitternacht. Eingehende Erläuterung zu den vielfältigen Konfigurationsmöglichkeiten der automatisierten Überwachung mit smartd erhalten Sie mit man smartd.conf.

Ausfälle werden unwahrscheinlich

Durch den Einsatz von smartd sind Systemausfälle zwar nicht auszuschließen, weil ein Schaden auch mal ohne Vorwarnung eintreten kann. Aber selbst dann kann die Überwachung Ihrer Laufwerke noch von großem Nutzen sein, denn nicht jeder Schaden hat gleich erkennbare Auswirkungen. Im schlimmeren Fall würden Sie es bis zum nächsten regulären Festplattencheck gar nicht merken und die Verluste wären umso größer. Es spricht also alles dafür, die Smartmontools einzusetzen.

Die Autorin

Gabriele Pohl arbeitet als Oracle-DBA, Linux-Admin, IT-Trainerin und -Beraterin (http://www.dipohl.com). Herzlichen Dank an Steffen Grunewald und Bruce Allen für die freundliche Unterstützung!

Infos

[1] Homepage der smartmontools: http://smartmontools.sourceforge.net/

[2] Homepage der Mailingliste smartmontools-database: https://lists.sourceforge.net/lists/listinfo/smartmontools-database

[3] Tutorial in englischer Sprache von Bruce Allen: http://www.linuxjournal.com/article.php?sid=6983

[4] Erläuterung zu den SMART-Attributen in englischer Sprache: http://freepgs.com/smart/attributes.php

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