Schneidebrett
Test MainActor v5
Fazit
Probleme gab es in unserem Test nur wenige. So wurde zum Beispiel die Wiedergabe einer Testdatei rigoros mit einem "Playback buffering error" verweigert. Abstürze registrierten wir aber erfreulicherweise nicht.
Ein Profiprogramm ersetzt MainActor zwar nicht, reicht aber an den semiprofessionellen Schnitt heran. Insgesamt bleibt es das bislang beste Videoschnittprogramm unter Linux. Für Besitzer einer alten Version ist der Umstieg fast schon Pflicht: MainConcept lockt Altanwender mit verbilligten Upgrade-Angeboten. Der reguläre Preis wurde auf satte 199 Euro erhöht – das ist zwar für die gebotene Leistung angemessen, allerdings bekommt man für Windows ein vergleichbares Programm bereits für ein Viertel des Geldes. Der hochwertige MPEG-Encoder ist allerdings alleine schon 149 Euro (Listenpreis) wert.
Glossar
Bluescreen
Ein Transparenzeffekt bei der Videobearbeitung, der seinen Namen der häufig dafür genutzten Farbe blau verdankt. Dabei filmt man eine Person vor einer einfarbigen (blauen oder grünen) Fläche. In jedem Bild des Videos wird der über seine Farbe leicht identifizierbar Hintergrung gegen einen anderen Film ausgetauscht. Die gefilmte Person erscheint dadurch in einer anderen Umgebung. Das Verfahren kommt z. B. bei Wetterberichten zum Einsatz, bei denen der Meteorologe im Studio vor einem Bluescreen steht.
Compositing
Mit "Video Compositing" bezeichnet man den Vorgang, bei dem zwei Videos oder ein Video und ein Bild miteinander verbunden werden. Neben einfachen Überblendungen sind auch Bluescreen-Techniken Beispiele für das Compositing.
Infos
[1] MainActor-Hersteller MainConcept, http://www.mainconcept.de
[2] MainActor 5 Preview, Tim Schürmann, LinuxUser 10/2003, Seite 62



