Neue Benutzer einfach anlegen
Newuser ist ein Kommandozeilen-Frontend für adduser. Wenngleich diese Idee etwas sonderbar anmutet, erleichtert die interaktive Benutzerführung von Newuser besonders Linux-Neulingen das Anlegen neuer Benutzerkonten.
Das Programm stellt zu einen sicher, dass alle Daten richtig eingetragen sind. Zum anderen leistet es jedoch mehr: Ist beispielsweise ein Webserver installiert, weist es dem neu angelegten Benutzer sofort einen eigenen Web-Bereich samt Startseite zu.
Die aktuelle Version 1.4 unterbindet das Anlegen von Anwendern, deren Name mit einer Zahl beginnt. Außerdem korrigierten die Programmierer eine Reihe kleinerer Fehler, die unter anderem mit der Slackware Distribution auftraten.
Postscript-Dateien editieren
Postscript-Dokumente lassen sich leicht weiterbearbeiten: Flsed erlaubt das Editieren dieser Dateien. Allerdings beschränkt sich diese Funktionalität im Augenblick auf das Einfügen von neuen Textblöcken. Damit eignet es sich besonders zum Ausfüllen von Online-Formularen oder um eigene Notizen in einem Text zu hinterlegen.
Die eingefügten Textbausteine lassen sich dabei mit der Software jederzeit manipulieren und umpositionieren. Über den Umweg der Konvertierung in ein Postscript-Dokument ermöglicht das Programm so ebenfalls die Bearbeitung von PDF-Formularen.
Gegenüber der Vorgängerversion verfügt die aktuelle Version 0.2 über eine höhere Postscript-Kompatibilität, wodurch die Qualität der Ausgabedateien besser ist. Außerdem korrigierten die Entwickler einen Fehler, der beim Sichern großer Dokumente auftrat.
PDF-Dateien manipulieren
Mit der Shell-Skript Sammlung Pdfjam kann der Anwender PDF-Dokumente genauso manipulieren, wie er es bereits von Postscript- oder LaTex-Dokumenten gewohnt ist. So ermöglicht zum Beispiel das Skript pdfjoin die Verbindung mehrerer PDF-Dateien zu einer einzigen, wobei der Anwender Seitengröße und Ausrichtung beliebig festlegen kann.
Ebenfalls zum Paket pdfjam gehört das Skript pdf90, das alle Seiten eines PDF-Dokuments um 90 Grad gegen den Uhrzeigersinn rotiert.
Das dritte Skript im Bunde ist pdfnup, das die Zusammenfassung mehrerer Seiten eines Dokumentes auf einer physikalischen Seite ermöglicht. Allerdings dieses Skript dem Anwender, im Gegensatz zu seinem Postscript Pendant psnup, eine beliebige Auswahl der zu bearbeitenden Seiten.
In der aktuellen Version 1.10 des Skript-Bundles schreiben die Programme die Ausgabedatei in das Verzeichnis der Quelldatei und nicht wie bisher ins aktuelle Verzeichnis. Darüber hinaus verfügt diese Version über verbesserte Mac-OS-X-Droplets.
Versionen parallel verwalten
Pvswitch erlaubt dem Anwender, mehrere Versionen einer Skriptsprache parallel auf seinen Rechner zu installieren und für alle Skripte transparent zu nutzen. Zu diesem Zweck ersetzt das Programm die ausführbaren Interpreter der jeweiligen Skriptsprache durch einen symbolischen Link auf sich selbst. Alle Versionen des Interpreters legt der Anwender anschließend als Eintrag in der Konfigurationsdatei ab.
Der Anwender setzt nun eine Umgebungsvariable, die mit einem der Einträge in der Konfiguration korrospondiert. Psvswitch wertete diese Variable aus und startet das entsprechende Binary. Wer es bequem mag, schreibt ein kleines Wrapper-Skript, das die Umgebungsvariable vor dem Aufruf automatisch ändert.
Die jetzt erschienene Version 1.02 erlaubt es dem Anwender erstmals, Programname mit Sonderzeichen zu verwenden. Ein Beispiel für einen solchen Namen ist die Compiler-Variante c++, verarbeiten. Außerdem wurde der Installationsprozess und die Abarbeitung der Konfigurationsdatei verbessert.
Skriptbarer FTP-Client
Obwohl unter Linux FTP-Clients wie Sand am Meer existieren, sind Programme wie Yaffa, die neben den Standardprotokollen auch SFTP beherrschen, eher die Ausnahme. Das Programm bietet dem Anwender eine GTK-Oberfläche oder wahlweise eine Kommandozeilenschnittstelle.
Vorteil der GTK-Oberfläche ist die Möglichkeit, die Funktionstasten nach eigenen Wünschen mit kleinen Skripten zu belegen. Dazu verwendet der Anwender eine spezielle Makrosprache, die sich von der Syntax an die Shell-Programmierung anlehnt.
Dieses System implementierten die Entwickler erstmals in der aktuellen Version Alpha 0.11. Ebenfalls neu ist die Möglichkeit des rekursiven Downloads sowie die Wiederaufnahme bereits begonnener Dateitransfers. Verbesserungen in Stabilität und Benutzerführung runden das Release ab, so dass sich ein Update lohnt. (Uwe Vollbracht/agr)