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Platinen-Layout-Programme Eagle Version 4.11 für Linux

Kostenpunkt

Für Privatanwender ist Eagle kostenlos, hat jedoch einen eingeschränkten Funktionsumfang. Die Freeware-Version Eagle Light Edition ist auf doppelseitige Platinen mit einer Größe von maximal einhalb Europakarte (100x80 mm) und bietet im Schaltplan-Editor nur für eine Seite Platz. Soll die Platine größer werden, braucht man die Non-Profit-Variante für bis zu vier Lagen, Platinen-Größen bis einer Europakarte (100x160 mm) und 99 Schaltplan-Blättern.

Beide Versionen dürfen jedoch nicht kommerziell eingesetzt werden, wer mit seinen Platinen Geld verdienen möchte, zahlt für eine Light-Lizenz mit dem Leistungsumfang der Freeware-Version lediglich 49 Euro, erhält dafür aber auch einen Satz Handbücher. Das kommerzielle Gegenstück zur Non-Profit-Version ist die Standard-Edition, sie kostet bei gleichem Funktionsumfang knapp 696 Euro – je 232 Euro für die Module Layout-Editor, Schaltplan-Editor und Auto-Router.

Die getestete Professional-Variante mit Platinen-Größen bis 1,6x1,6 m kostet insgesamt knapp 1400 Euro, also 464 Euro pro Modul. In allen kommerziellen Versionen, selbst in der Light Edition, ist unbeschränkter Telefon- und E-Mail-Support enthalten, bei der Non-Profit- und Freeware-Variante kann sich der Benutzer nur per E-Mail an Cadsoft wenden oder seine Probleme im Forum auf der Hersteller-Homepage los werden.

Fazit

Eagle ist der Standard in Sachen Platinen-Layout, es gibt praktisch keinen Leiterplattenhersteller, der nicht aufgrund einer Eagle-Board-Datei eine Platine samt Bohrungen, Lötstopplack und Bauteile-Aufdruck herstellen kann.

Ganz anders ist die Situation beim freien Programm PCB – selbst mit den EPS-Exporten von Leiterbahnen, Bohrschablone oder Lötstoppmaske kann kaum ein Hersteller etwas anfangen. Dafür lassen sich die Ausdrucke auf Folie gut für die Belichtung eigener Platinen und die heimische Leiterplattenproduktion auf dem Herd oder in der Mikrowelle benutzen.

Auch mit Eagle lassen sich komfortabel Vorlagen für die heimische Eigenproduktion herstellen, dazu besitzt das Programm verschiedene Export-Filter und Druck-Modi. Bei komplexeren Schaltungen kann es aber durchaus interessant sein, einen professionellen Leiterplattenhersteller zu beauftragen. So bietet zum Beispiel die Firma PCB-Pool [2] eine doppelseitige, durchkontaktierte Platine in einhalb Europakarte für gut 30 Euro an, man braucht lediglich die Eagle-Board-Datei hochzuladen – als kleines Bonbon enthalten alle kommerziellen Eagle-Varianten einen Gutschein von PCB-Pool für die Fertigung einer Platine.

Infos

[1] CadSoft Computer GmbH: http://www.cadsoft.de

[2] Leiterplattenhersteller PCB-Pool: http://www.pcb-pool.de

[3] Freies Layout-Programm PCB: http://pcb.sf.net

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Infos zum Autor

Mirko Dölle

Redakteur für Linux bei c't, Heise Zeitschriften Verlag; ehemals Competence Center Hardware/Linux-Magazin, Linux New Media AG


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LinuxUser 06/2012

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