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Platinen-Layout-Programme Eagle Version 4.11 für Linux

Text-Menüs und eigene Programme

Hat man erst ein oder zwei Schaltungen selbst gezeichnet, merkt man schnell, wo für man eigene Tastenkombinationen benötigt und welche Funktionen besser per Maus zu bedienen sind. So fiel dem Autor im Langzeittest auf, dass es keine eigene Schaltfläche gibt, um die Bauteil-Umrisse oder die Leiterbahnen ein- und auszuschalten – die darzustellenden Ebenen müssen umständlich über den Display-Dialog ausgewählt werden, wobei man die entsprechenden Layer erst aus der Liste heraussuchen muss. Abhilfe bringt das Text-Menü, das standardmäßig am rechten Fensterrand eingeblendet wird. Wie bei den Tastenkombinationen lassen sich eigene Menüs definieren, hinter denen sich selbst definierte Funktionen verstecken. Folgender Befehl baut ein kleines Menü zum Ein- und Ausblenden der obersten und untersten Leiterbahnen:

menu 'Leiterbahnen {anzeigen : display TOP BOTTOM; | ausblenden : display -TOP -BOTTOM}';

Über diese einfachen Makro-Funktionen hinaus beherrscht Eagle komplexe User-Language-Programme. Dabei handelt es sich um eine C-Ähnliche Programmiersprache, mit der Abhängigkeiten überprüft und Zeichen- oder Routing-Funktionen aufgerufen werden können.

Schaltung herstellen

Am besten beginnt man damit, die Schaltung im Schaltplan-Editor von Eagle zu zeichnen, indem zunächst die gewünschten Bauteile aus der sehr umfangreichen Datenbank ausgewählt und auf dem Schaltungsblatt platziert. Dann verbindet man die Bauteile mit Drähten und zeichnet etwaige Kreuzungspunkte an (Abbildung 1 rechts unten). Ist der Schaltplan fertig, hilft der integrierte "Electrical-Roule-Check", Schaltungsfehler wie Kurzschlüsse oder fehlende Kreuzungspunkte aufzuspüren.

Abbildung 1: Eagle gliedert sich in drei Fenster, den Schaltplan-Editor rechts unten, den Layout-Editor mit der Platine links und die Bauteile-Datenbank rechts oben.

Mit nur einem Klick gelangt man vom Schaltplan auf die Platine, wo bereits alle Bauteile aufgereiht und durch so genannte "air wires" miteinander elastisch verbunden sind. Nun muss der Benutzer noch die Bauteile auf der Platine verteilen – die Leiterbahnen zieht auf Wunsch das Auto-Router-Modul.

Allerdings ist die Benutzung des Auto-Routers eine regelrechte Glaubensfrage, laut Cadsoft kaufen über die Hälfte der Kunden Eagle ohne den Auto-Router und verlegen die Leiterbahnen lieber von Hand.

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Infos zum Autor

Mirko Dölle

Redakteur für Linux bei c't, Heise Zeitschriften Verlag; ehemals Competence Center Hardware/Linux-Magazin, Linux New Media AG


Infos zur Publikation

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LinuxUser 06/2012

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