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News und Programme rund um Gnome

01.09.2004

++++ Community Ticker +++++

Nach dreijähriger Entwicklungsphase steht nun die Version 1.0 von Mono, einer Open-Source-Implementierung von Microsofts .Net, zum Download bereit. Den Entwicklern zufolge wurde die Laufzeitumgebung CLI bereits vollständig umgesetzt. Verschiedene Klassenbibliotheken, eine plattformunabhängige Java-Engine und ein Just-in-Time Compiler für die sogenannte Intermediate Language runden das Paket ab. Natürlich ist auch ein C# Compiler in Mono 1.0 enthalten. Die vollständige Unterstützung von Windows-Forms und Code Access Security steht jedoch noch aus.

Der Start des Software-Portals GnomeFiles.org war nach Angaben der Betreiber ein großer Erfolg. Binnen weniger Tage stellten Dutzende von Entwicklern Ihre Projekte online. Die ersten 19 Entwickler ehrte Gnomefiles.org nun mit diversen Preisen vom Amazon-Geschenkgutschein bis zum OSNews-Jahres-Abo. Neben Größen wie Abiword waren auch kleine Projekte wie galculator oder tsclient unter den Glücklichen.

Gnoppix ist wie das beliebte Knoppix eine von CD lauffähige Linux-Distribution. Als Desktop-Umgebung kommt allerdings Gnome zum Einsatz. Seit Mitte Juli ist die erste Beta der Version 0.7 verfügbar. Es ist die erste Ausgabe von Gnoppix, die mit Gnome 2.6 ausgestattet ist. Die Entwickler korrigierten Fehler in der Treiberunterstützung, beim Tastatur-Layout sowie beim Herunterfahren und sorgten für eine funktionsfähige Installer-Routine. Darüber hinaus wurde die Hardware-Unterstützung erweitert. Nun ist auch das Booten von USB-Komponenten problemlos möglich. Wir dürfen auf das endgültige Release gespannt sein.

Drei Monate nach Fertigstellung der letzten GTK-Version beginnen die Entwickler nun mit der Arbeit an GTK+ 2.6. Die kommende Version enthält eine veränderte Icon-Ansicht und bessere Unterstützung für inaktive Elemente und Separatoren in Baumansichten. Auch die automatische Vervollständigung in Eingabefeldern wird überarbeitet. Außerdem soll GTK+ 2.6 schneller sein als ihr Vorläufer.

Criawips ist ein Programm zur Betrachtung von Präsentationen, das vom Betreiber der deutschen Gnome-Website entwickelt wird. Es befindet sich noch in einem frühen Entwicklungsstadium und zeigt im Augenblick nur im XML-Format angelegte Präsentationen an. Kommende Versionen sollen auch eine rudimentäre Bearbeitung von Präsentationen ermöglichen. Langfristiges Ziel ist die vollständige Integration von Criawips in das Gnome-Office Paket. Der Entwickler sucht noch tatkräftige Unterstützung, Interessierte können sich unter http://www.nongnu.org/criawips/developers.html informieren.

Aus der Gnome-Entwicklung spaltete sich Mitte Juli das GoneMe-Projekt ab, dessen Entwickler eine komplett andere Entwicklungsrichtung der Gnome-Oberfläche verfolgen. So plant man beispielsweise eine Änderung der Dialogschaltflächen, um GoneMe KDE-, Gnome1- und Windows-konform zu machen. Damit weicht GoneMe von den Richtlinien des Human Interface Guides ab, den Gnome 2.x verfolgt. Auch die Implementierung einer eigenen, von Mozillas Gecko unabhängigen Browser-Engine ist geplant. Die GoneMe-Entwickler setzen nach wie vor auf Text-Konfigurationsdateien: Ihrer Meinung nach sind XML-Dateien zu komplex, um sie notfalls manuell zu bearbeiten. Augenblicklich ist GoneMe nur eine Patch-Sammlung für Gnome2. Sobald der Entwicklerstamm gewachsen ist, soll daraus ein komplett eigenständiges Produkt werden.

Gwget bietet Downloads mit Komfort

Das kleine Programm Gwget (http://gwget.sourceforge.net/) ist ein funktionelles und übersichtliches Front-End für den leistungsstarken Download-Manager Wget.

Per Drag & Drop kann der Anwender bequem Download-Aufträge anlegen, die sich jederzeit unterbrechen oder neu starten lassen. Beim Übertragen kompletter Verzeichnisstrukturen kann man die Verzeichnistiefe einstellen. Auch das Verfolgen und Konvertieren von Links in HTML-Dokumenten kann der Benutzer mittels Gwget beeinflussen. Das Programm bildet allerdings nicht den vollen Funktionsumfang von Wget ab. Einige Einstellungen, beispielsweise benötigte Proxy-Server, muss der Anwender daher noch selbst in der Wget-Konfigurationsdatei hinterlegen. Ein Ausbau der Einstellungsmöglichkeiten ist jedoch geplant.

Abbildung 1

Abbildung 1: Gwget assistiert dem Anwender bei der Verwaltung von Downloads.

Gnome-Schedule erleichtert Cron-Verwaltung

Gnome-Schedule (http://gnome-schedule.sourceforge.net) ist grafisches Programm, das dem Anwender die Verwaltung von Cron-Aufträgen erleichtert. Über eine grafische Oberfäche kann der Benutzer bequem neue Aufträge in die persönliche Cron-Liste aufnehmen und mit Parametern und Startterminen versehen. Kenntnisse über den Aufbau von Cron-Konfigurationsdateien sind dazu nicht erforderlich. Die Bearbeitung der systemweiten Cron-Einstellungen im Verzeichnis "/etc" ist mit der aktuellen Version noch nicht möglich.

Gnome-Schedule wurde hauptsächlich für den Vixie-Cron-Daemon entwickelt, der beispüielsweise mit Fedora ausgeliefert wird. Das Programm funktioniert aber auch mit anderen Cron-Daemons, deren Konfigurationsdateien einen ähnlichen Aufbau haben. Bei der aktuellen Version 0.0.1 handelt es sich um das erste offzielle Release. Für kommende Versionen planen die Entwickler auch die Unterstützung des Scheduler-Programms at.

Abbildung 2

Abbildung 2: Gnome-Schedule listet alle Cron-Aufträge des Anwenders übersichtlich auf.

Notizen verwalten mit dem Notemeister

Wer ein Programm zur Erfassung und Verwaltung von Notizen sucht, das nicht die Installation einer SQL-Datenbank voraussetzt, für den ist Notemeister (http://notemeister.sourceforge.net/) genau das Richtige.

Das Programm erlaubt die Verwaltung von Notizeinträgen in einer übersichtlichen Baumstruktur und legt die erfassten Daten in einer XML-Datei ab. Dabei hat der Benutzer jederzeit die Möglichkeit, seine Notizen via Drag & Drop neu zu sortieren und in anderen Zweigen des Baumes anzuordnen. Jeder Eintrag kann außerdem einen Link zu einer Datei enthalten. Zum Öffnen der verlinkten Dateien muss der Anwender jedoch auf externe Applikationen zurückgreifen.

Der Inhalt einer einzelnen Notiz lässt sich in eine Textdatei exportieren. Ganze Zweige der Notemeister-Baumstruktur können aber nur im Notemeister-XML-Format exportiert werden. Andere Austauschformate stehen im Augenblick nicht zur Verfügung.

Die aktuelle Version 0.17 legt die Daten erstmals im XML-Format ab und erlaubt den Im- und Export der Daten in das Notemeister-eigene Format. Darüber hinaus ist nun auch ein Datenaustausch über das Clipboard möglich. Außerdem wurden einige Fehler behoben und die Benutzerfürung verbessert.

Abbildung 3

Abbildung 3: Mit Notemeister geht keine Notiz verloren.

Mit MudMagic die Tunnel durchstreifen

Die labyrinthischen Erlebniswelten von Multi-User Dungeons (MUDs) haben eine begeisterte Fangemeinde. MudMagic (http://www.mudmagic.com/mud-client/) ist ein MUD-Client für die textbasierten Dungeons des gleichnamigen Web-Portals. Das Programm arbeitet mit den gängigen MUD-Protokollen MSP, MCCP, MXP, ZMP zusammen und unterstützt auch HTML.

Dank der übersichtlichen grafischen Oberfläche kann der Spieler sich ganz auf das Spiel konzentrieren. Plugins helfen bei der automatischen Erstellung von Karten und speichern Notizen, die dem aktuellen Spiel mit Datum und Titel zugeordnet werden. Selbst ein Datenbank-Plugin ist vorhanden. Passionierte Spieler können mit MudMagic beliebig viele MUD-Sessions gleichzeitig öffnen und spielen. Tabs am oberen Fensterrand zeigen an, in welchem Dungeon sich der Spieler gerade befindet.

Abbildung 4

Abbildung 4: MudMagic ist ein komfortabler MUD-Client.

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LinuxUser 05/2014

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