Home / LinuxUser / 2004 / 08 / Zu Befehl: Grafik-Tools aus ImageMagick

Newsletter abonnieren

Lies uns auf...

Folge LinuxCommunity auf Twitter

Top-Beiträge

„Klickbunt auf dem Server? Warum nicht, wenn's hilft!"
(230 Punkte bei 9 Stimmen)
Wheezy + Kernel 3.9.2 + LXDE
(185 Punkte bei 5 Stimmen)
KDE 4.10.2, Gnome 3.6 und mehr
(143 Punkte bei 5 Stimmen)
Famiientreffen, das Neunzehnte
(121 Punkte bei 4 Stimmen)
Google schmeißt Jabber raus ...
(108 Punkte bei 5 Stimmen)

Heftarchiv

LinuxUser Heftarchiv

EasyLinux Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Partner-Links:

Das B2B Portal www.Linx.de informiert über Produkte und Dienstleistungen.

Grafik ohne grafisches Frontend

Zu Befehl: Grafik-Tools aus ImageMagick

01.08.2004 Gimp ist das Standardprogramm, wenn es um anspruchsvolle Bildbearbeitung geht. Doch viele Aufgaben, wie Größenänderung und Formatkonvertierung, erledigen Sie auch schnell auf der Kommandozeile.

Wer an Bildbearbeitung denkt, stellt sich meist automatisch eine komplexe grafische Oberfläche mit vielen Paletten für Werkzeuge, Farbwahl etc. vor – doch es gibt viele Aufgaben, bei denen ein Programm wie der Klassiker Gimp ganz unangemessen ist.

Das Paket ImageMagick [1], das bei vielen Linux-Distributionen automatisch mitinstalliert wird, enthält viele Kommandozeilen-Tools zur Bildbearbeitung, von denen wir hier einige vorstellen.

Formatwechsel

Eine häufige Aufgabe ist das Konvertieren von Grafiken in ein anderes Bildformat, beispielsweise von TIF nach PNG. Dazu benutzen Sie das ImageMagick-Kommando convert:

convert bild.tif bild.png

convert erkennt an der Endung der Zieldatei selbständig, welches Zielformat es erzeugen soll – ob Sie die Endung in Groß- oder Kleinbuchstaben oder gar gemischt schreiben, spielt dabei keine Rolle. Selbst Varianten (z. B. .tiff statt .tif oder .Jpeg statt .jpg) sind für das Tool kein Problem. Über die zentrale ImageMagick-Manpage, die Sie mit

man ImageMagick

aufrufen, erhalten Sie eine Liste aller möglichen Dateiformate (Abbildung 1).

Abbildung 1: Dies ist nur die erste von mehreren Seiten der ImageMagick-Manpage, die Dateiformate auflisten.

Skripte

Ein großer Vorteil des Einsatzes von Shell-Tools ist ihre leichte "Skriptbarkeit", also die Möglichkeit, sie in Shell-Skripten zur Automatisierung einzusetzen.

Wollen Sie beispielsweise häufig einen farbigen Screenshot, den Sie als PNG-Datei erstellt haben, in eine schwarzweiße TIF-Datei und eine ebenso graue PDF-Datei konvertieren, können Sie dazu einfach das Skript color2gray aus Kasten 1 verwenden: Es wandelt nicht nur vom PNG-Format nach TIF und PDF, sondern reduziert auch gleich den Farbraum – dazu dienen die beiden Optionen -colors 256 und -colorspace GRAY.

Kasten 1: Skript "color2gray"

#!/bin/bash
# Schwarzweiß-TIF und -PDF erzeugen
#
base=$(echo $1 | sed -e "s/\….$//")    # Dateiendung abschneiden
baseBW=${base}.tif                       # Name für TIF-Datei
basePDF=${base}.pdf                      # Name für PDF-Datei
convert -colors 256 -colorspace \
        GRAY $1 $baseBW                  # Konvertieren nach TIF
convert $baseBW $basePDF                 # … und nach PDF
mkdir -p COLOR; mv $1 COLOR/             # Original verschieben

Nebenbei erledigt das Skript noch etwas Verwaltungsarbeit: Rufen Sie es beispielsweise mit

color2gray test.jpg

auf, erzeugt es test.tif und test.pdf und schiebt anschließend die Originaldatei in ein Unterverzeichnis COLOR – wenn dieses noch nicht existiert, wird es vorher angelegt.

Einem Freund empfehlen    Druckansicht Bookmark and Share
Kommentare

1492 Hits
Wertung: 128 Punkte (9 Stimmen)

Schlecht Gut

Infos zum Autor

Hans-Georg Eßer

Hans-Georg Eßer

Hans-Georg Eßer ist Chefredakteur der Zeitschrift EasyLinux, Doktorand an der Uni Erlangen-Nürnberg und seit Mitte der 90er begeisterter Linux-Anwender.


Infos zur Publikation

Infos zur Publikation

title_2013_06

Aktuelle Ausgabe kaufen:

Heft bestellen Heft als PDF kaufen

LinuxUser erscheint monatlich und kostet in der Nomedia-Ausgabe EUR 5,95 und mit DVD EUR 8,50. Weitere Informationen zum Heft finden Sie auf der LinuxUser-Homepage.

Im LinuxUser-Probeabo erhalten Sie drei Ausgaben für 3 Euro. Das Jahresabo (ab EUR 60,60) können Sie im Medialinx-Shop bestellen.

Tipp der Woche

Emacs als Psychologe
Emacs als Psychologe
Tim Schürmann, 21.05.2013 11:49, 0 Kommentare

Wer beim Schreiben in Emacs nicht mehr weiter weiß oder schier an einer Programmieraufgabe verzweifelt, der kann den eingebauten Psychologen um Rat fragen.

1966 entwickelte der Infor...

Aktuelle Fragen

Kontakt via QR code hinzufügen
Herman Sproesser, 17.05.2013 17:46, 3 Antworten
Hi hab in der aktuellen ausgabe 06.2013 den artikel über QR Codes gelesen. Ich hab nartürlich...
Dateimanager Dolphin, wo legt er die Datei Kommentare ab?
Uwe Heine, 16.05.2013 15:19, 1 Antworten
Suse Linux 12.1 - KDE 4.7.2 / Dolphin 1.7. Ich habe bei vielen Dateien über Dolphin Kommentare...
wie baut man Kernel Module so, dass sie mit jedem Kernel laden?
GoaSkin , 22.04.2013 10:22, 1 Antworten
Hallo, baut man anhand eines Kernel-Sources Module, nutzt Linux im Normalfall eine strikte V...
Problem beim Installieren von SuSe 12.3
Georg Prokert, 14.04.2013 00:04, 16 Antworten
Hallo, auf meinem neuem Laptop (Acer Aspire V3-771, Intel Core i5-3230 M, Intel HD Graphics 4...
lvm wieder loswerden
Peter Dibbern, 11.04.2013 16:28, 4 Antworten
Ich habe sämtliche alten Kisten ausgeschlachtet und aus der Teilen einen Rechner zusammengeschrau...