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01.08.2004

Kurz notiert

  • Weitere Featuresmachen Geschmack auf das baldige Release der neuen KDE-Generation 3.3. Im Konqueror gibt es künftig zwei zusätzliche Icon-Größen im Dateibetrachter-Modus. Neu dabei sind die Größen "22x22" und "128x128". KStars unterstützt jetzt auch Webcams von Philips und amaroK das Streaming mit Hilfe von GStreamer. Des weiteren gab es Verbesserungen der Verschlüsselung in KMail und KWin kennt nun unterschiedliche Fenstereinstellungen für jeden Desktop.
  • Ein Alpha-Release 0.7 von Atlantik, dem KDE-Client für Monoply-ähnliche Brettspiele im Monopd-Netzwerk, gibt bereits einen kleinen Ausblick auf die Atlantik-Version, die mit KDE 3.3 ausgeliefert werden soll. Diese Version wurde unabhängig von "Kindergarten" veröffentlicht, um KDE 3.0, 3.1 und 3.2 Nutzern das separate Update des Clients zu ermöglichen. Neuerungen sind beispielsweise eine ausführliche Log-Datei und die Abbildung von Straßennamen auf dem Spielbrett sowie eine Menge Bugfixes.
  • Kopetefügt in der aktuellen Version temporäre Yahoo-Kontakte nicht länger der Kontaktliste auf dem Server hinzu. stürzt beim Ignorieren eingehender IRC-Nachrichten nicht mehr ab und speichert seine Einstellungen beim Beenden von KDE.
  • Mit der aktuellen Zwischenrelease 3.2.3 lösten die Entwickler das Problem, dass Kicker-Panels, die nebeneinander auf zwei Xinerama-Bildschirmen hätten liegen sollen, falsch positioniert waren.

KDEs Kindergarten

Die erste Test-Version des kommenden KDE 3.3 hört auf den Namen "Kindergarten". Sie steht seit kurzem auf den FTP-Servern zum Download bereit.

Zwar befinden sich viele der geplanten Funktionen in der Entwicklung und sind daher noch nicht implementiert, dennoch wartet das Test-Release mit einigen Neuerungen auf. Beispielsweise wurde KPilot in die Kommunikationssuite Kontact implementiert und um Synchronisationsmöglichkeiten erweitert. Außerdem sind in der neuen Version erstmals die Applikationen KolourPaint, ein einfaches Zeichenprogramm von Clarence Dang, Kwordquiz, eine KDE-Version des Vokabel-Programms Wordquiz, KImagemap-Editor (Abbildung 1) und Klinkstatus mit von der Partie.

Die Entwickler empfehlen, für Testzwecke die Option --enable-debug einzuschalten und eventuelle Probleme zu melden. Wer die manuelle Installation aus den Quellen scheut, generiert mit Hilfe des Build-Systems Konstruct automatisch eine aus den Quellen übersetzte Version.

Abbildung 1: Der KImageMapEditor ist ab Version 3.3 fester Bestandteil der KDE-Version.

Und noch ein Update

Zwar wird schon kräftig an der neuen Generation des KDE-Desktops gearbeitet, aber auch der 3.2er Zweig wird nicht vernachlässigt, wie die jüngst veröffentlichte Version 3.2.3 des K Desktop Environment beweist. Wie schon in den vorangegangenen Releases liefern die Entwickler hier ebenfalls überwiegend Fehlerbereinigungen und neue Übersetzungen ab und heben sich die Features für 3.3 auf.

An neuen Sprachen stehen ab sofort Arabisch, Kroatisch und Sorbisch zur Verfügung – und damit neben den bereits integriertem Nieder-/Plattdeutsch eine weitere anerkannte deutsche Minderheitensprache.

An Bugfixes sind vor allem folgende Punkte hervorzuheben: Der Dialog zur Verzeichnisauswahl zeigt in der 3.2.3er Version versteckte Verzeichnisse standardmäßig nicht mehr an, bietet aber eine Option, wenn dies vom Nutzer gewünscht ist. Im Fortschrittsdialog wurde ein Fehler behoben, der Fenster für bereits abgeschlossene Vorgänge gelegentlich unbeabsichtigt offen hielt.

Darüber hinaus stellt der Windowmanager nun den Eingabefokus wieder her, wenn fehlerhafte Programme diesen auf ungültige Werte setzen. Außerdem sollte er ab sofort keine Probleme mit dem Minmieren von XMMS mehr haben.

Klipper reagiert nicht länger auf eigene Änderungen der Zwischenablage, was in ungüstigen Fällen in der Vorgängerversion zu einer Endlosschleife führen konnte. Neues gibt es bei Kppp: Dieses unterstützt nun /dev/ttyS4, das Hinzufügen anderer Geräte ist jedoch leider immer noch nicht implementiert.

Auf den Download-Server finden sich Links zu Mirror-Servern mit Binärpaketen von Drittanbietern finden. Alle kompilier-freudigen User greifen auf den Quellcode zu.

Wer nutzt eigentlich KDE?

Auf die Frage "Wer nutzt eigentlich KDE" versucht künftig die KDE Users Database eine Antwort zu geben. Vor kurzem ging eine gleich lautende Sektion auf der polnischen KDE-Seite unter http://users.kde.pl/ online. Dabei betonen die Betreiber, dass diese nicht nur für polnische Benutzer gedacht ist, sondern international genutzt werden soll.

Über kurz oder lang wird ein guter Maßstab über die Anzahl der KDE-Nutzer weltweit angestrebt. Derzeit kann jeder registrierte User sich ein Zertifikat generieren lassen und dieses dann auf seinem Desktop oder seiner Internetseite einblenden. Bei diesem Projekt handelt es noch um keinen offiziellen Benutzerzähler, doch die Jungs aus Polen hoffen, dass es in absehbarer Zukunft einmal soweit kommt.

Mein Geld, Dein Geld

Eine von vielen als schmerzlich empfundene Lücke im Bereich Finanzsoftware versucht künftig das Programm KMyMoney (Abbildung 2) zu schließen. Fast eineinhalb Jahre mussten die Finanzjongleure warten bis jetzt endlich mit 0.6 eine neue Version des persönlichen Finanzmanagementprogramm für KDE zur Verfügung steht. Die aktuelle Ausgabe steht zum Download bereit.

Neu hinzu gekommen ist die Unterstützung gleich mehrerer Konten inklusive Kreditkarten, Bargeld, Buchungen, Krediten und Hypotheken. Vor allem Windows-Umsteiger dürften von KMyMoney begeistert sein, da sich diese Anwendung in Art und Ausgestaltung an dem beliebten Windpws-Programm MS-Money orientiert.

Abbildung 2: Einen gelungenen Überblick der gesammelten Konten bietet KMyMoney.

Konkurrenz für kommerzielle NX-Server

Eine dicke Überraschung hielten die Macher von Knoppix und KDE für die Besucher des diesjährigen Linux-Tages vom 23.-26. Juni in Karlsruhe bereit. Gemeinsam präsentierten sie erstmals einen freien NX-Server und den dazu passenden, benutzerfreundlichen KDE-Client "kNX".

Das Interesse war entsprechend groß, denn NX macht bereits seit längerem als neue Technik für höchst effiziente Verbindungen zu Terminal- und Applikations-Servern von sich reden.

Selbst bei langsamen Leitungen zeigt der NX "Turbolader"-Effekte und beschleunigt Zugriffe auf entfernte X11- (Unix, Linux), RDP- (Windows) und VNC-Server (beliebiges Betriebssystem). Nach Meinung vieler Experten braucht NX dabei hinsichtlich der Performance keinen Vergleich zu etablierten, teuren und proprietären Lösungen wie etwa Citrix oder Tarantella zu scheuen.

Der breiten Öffentlichkeit bekommt die unter dem Arbeitstitel NXFree präsentierte Lösung exklusiv in der kommenden Knoppix-Version 3.6. Der darin enthaltene NX-Server basiert vollständig auf den frei verfügbaren Komponenten des kommerziellen NX-Servers, der um diverse Konfigurations- und Managementskripte erweitert ist.

Einen ersten Blick auf Server und Client ermöglichen Test-Pakete, die bald auf Kalyxo.org zur Verfügung stehen. Das Release einer offiziellen Version des KDE-Clients planen die Entwickler für den KDE Summit 2004 "aKademy" (21. bis 29. August, Ludwigsburg) geplant. Im Web finden sich weitere Informationen zur NX-Technologie. (Stefanie Teufel/agr)

Abbildung 3: Die KDE/Knoppix-Entwickler Joseph Wenninger, Kurt Pfeifle und Fabian Franz bei der Arbeit an kNX.

Glossar

IRC

Das Akronym IRC steht für Internet Relay Chat und bezeichnet einen lockeren Verbund von Servern, der es seinen Usern gestattet, sich in sogenannten Channels (Kanälen) zu treffen, um sich schriftlich und in Echtzeit zu unterhalten. Alle, die sich in einen Channel eingeklinkt haben, können all das sehen, was andere Leute darin so von sich geben.

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