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01.08.2004

Digitaler Videorekorder fürs Wohnzimmer…

Immer mehr Aufgaben, für die in vielen Wohnzimmern eigene Geräte zuständig sind, übernimmt mittlerweile der PC. So nimmt das Programm VDR (http://www.cadsoft.de/vdr) unter Linux das Fernsehprogramm auf die Festplatte auf, die Distribution LinVDR (http://www.linvdr.org/projects/linvdr) benutzt die Software, um aus dem PC einen vollständigen Videorekorder zu machen.

Wem der Rechner fürs Wohnzimmer aber zu laut, groß oder hässlich ist, für den hat die Open Source Factory (http://www.opensourcefactory.com) eine Lösung: Ihre Xeatre-Serie (http://www.xeatre.tv) bietet einen mit Linux ausgestatteten Mini-PC, der alle notwendigen Komponenten in einem Gerät vereint (Abbildung 1).

Abbildung 1: Digitaler Videorekorder fürs Wohnzimmer: Xeatre.

Er enthält in der Standardausstattung (basic) neben einem digitalen DVB-Receiver, der das TV-Programm sowohl über eine angeschlossene Satellitenschüssel als auch terrestrisch empfängt, einen AMD-Athlon-Prozessor mit 1,4 Gigaherz und eine 80 GByte große Festplatte. Zur nahtlosen Weiterverwendung der aufgezeichneten Sendungen dient ein integrierter Multiformat-DVD-Brenner. Die professional-Variante liefert eine zweite DVB-Receiver-Karte zur gleichzeitigen Aufnahme und Wiedergabe verschiedener Sender sowie eine 160 GByte große Platte mit.

Der Benutzer steuert das Gerät über die mitgelieferte Infrarotfernbedienung, kann aber zusätzlich per PS/2- oder USB-Anschluss Tastatur und Maus verwenden. Über die eingebaute Netzwerkkarte aktualisiert Xeatre bei vorhandener Internet-Verbindung selbständig das TV-Programm zur Programmierung von Aufnahmen und kopiert aufgenommene Sendungen bei Bedarf auf andere PCs im Netz.

Natürlich dient das DVD-Laufwerk auch zur Wiedergabe, CSS-geschützte DVDs darf das Gerät aber aus rechtlichen Gründen nicht abspielen.

Xeatre gibt es für etwa 850 Euro in der basic-Variante, die professional-Ausgabe kostet 100 Euro mehr; Bezugsquellen verzeichnet die Xeatre-Homepage

…und im Taschenformat

Selbst unterwegs muss man nicht mehr um die Multimedia-Versorgung bangen: Die AV-400-Serie der Firma Archos (http://www.archos.com) ist ein Gerät im Taschenformat und spielt Musik- und Videodateien ab; einzelne Bilder zeigt es ebenso an.

Der digitale Audio- und Videorekorder wiegt 320 Gramm und misst 12,6 x 8,2 x 2,7 cm. Über eine USB-2.0-Schnittstelle tauscht es Daten mit dem PC.

Das "Kino zum Mitnehmen" spielt sich auf dem eingebauten 3,5 Zoll großen LCD-Farbbildschirm ab. Zur Wiedergabe über ein Fernsehgerät oder einen Projektor stehen die Schnittstellen Composit Video, RCA und SCART zur Verfügung. Das Gerät funktioniert auch als Rekorder und nimmt über SCART, RCA oder S-Video von digitalen und analogen Quellen auf.

Abbildung 2: Mit der AV-400-Serie stecken Sie die Multimedia-Sammlung in die Tasche.

Mit eingebauten Lautsprecher spielen die AV-400-Geräte den Ton zum Video ab; wegen deren geringer Größe empfiehlt sich zum Musikgenuss aber ein Kopfhörer. Mögliche Formate sind dafür MP3, WAV und WMV. Mit dem eingebauten Mikrofon oder über den Line- bzw. RCA-Eingang nimmt der Player zudem auf.

Fotos aus Digitalkameras gelangen entweder über den PC oder direkt über den Karten-Slot auf das Gerät. Das eingebaute Lesegerät eignet sich für Compact-Flash-Speicherkarten des Typs I.

Als Stromversorgung dienen Lithium-Ionen-Akkus, laut Herstellerangabe reicht eine Akkuladung für bis zu 16 Stunden Audio- oder viereinhalb Stunden Videowiedergabe. AV 400 gibt es derzeit in zwei Ausführungen: Das Gerät kostet mit 20 GByte Speicherplatz (AV 420) rund 600 Euro, mit 80 GByte Speicher (AV 480) rund 900 Euro.

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