Handliches Adressbuch
Wer eine kleine, einfach zu handhabende Adressverwaltung sucht, für den ist Dlume sicher das Richtige. Das kleine Programm erfasst alle relevanten Daten vom Spitznamen bis zu den Websites einer Person. Zudem ist ein Feld zur freien Texteingabe vorhanden.
Dlume speichert alle Informationen in einer XML-Datei und konvertiert sie bei Bedarf in die Austauschformate CSV und HTML. Die Suchfunktion beschränkt sich im Augenblick leider auf die reine Suche nach Vor- oder Nachnamen. Eine Suche nach Schlüsselbegriffen im Freitext ist noch nicht möglich.
Die aktuelle Version 0.2.2a beseitigt einen schwerwiegenden Fehler der Vorgängerversion. Neuerungen wurden nicht implementiert.
Programmierbares Mathe-Programm
Genius ist leistungsfähiges Kalkulationsprogramm, das sich an Software wie MathLab oder Maple anlehnt. Neben der präzisen Berechnung ganzer, rationaler und komplexer Zahlen beherrscht die Software auch den Umgang mit Matrizen. Zur Umsetzung komplexer Funktionen kommt eine eigene Programmiersprache namens GEL zum Einsatz. GEL wurde mit dem Ziel entwickelt, besonders auf die Bedürfnisse und Gewohnheiten von Mathematikern einzugehen. Die Syntax ist an gängige Sprachen wie C oder Pascal angelehnt.
Die Bedienung und Konfiguration von Genius fallen bei der Gnome-Variante wesentlich leichter als bei der früheren kommandozeilenbasierten Version. Beispielsweise kann der Anwender in wenigen Schritten die Genauigkeit bei der Berechnung von Fließkommazahlen in der Konfiguration ändern. Für die eigentliche Berechnung verwendet das Programm die GMP-Bibliotheken, die sich besonders für die schnelle Berechnung großer Zahlen eignen. Selbstverständlich lassen sich alle Funktionen grafisch darstellen. Matrizen können direkt im LaTex-, Troff- oder MathML-Format ausgegeben werden, was die spätere Verarbeitung erheblich erleichtert.
In der aktuellen Version 0.6.1 legten die Entwickler besonderen Wert auf die Verbesserung der Gnome-Integration und die Vereinfachung der Bedienung. Darüber hinaus korrigierten sie eine Reihe von Fehlern.
Ghextris, Tetris im Sechseck
Wem Tetris zu anspruchlos ist, der sollte sein Geschick bei Ghextris versuchen. Das Spiel ist eine neue Umsetzung des bekannten Klassikers Xhextris und bedient sich ebenfalls der Tetris-Spielidee: Der Spieler hat die Aufgabe, herabfallende Steine einzupassen und muss sie dazu in die richtige Position drehen. Sobald der Spieler mit den Steinen eine durchgehende horizontale Reihe gelegt hat, erhält er Punkte und die Reihe wird gelöscht. Das Besondere an Ghextris ist jedoch, das die Steine nicht quadratisch, sondern sechseckig sind. Das macht das Abschätzen der Passgenauigkeit und das Legen einer Reihe wesentlich spannender.
Die aktuelle Version 0.9 ist die erste offizielle Version der Neuimplementierung. Im Augenblick tritt der Spieler nur gegen den Rechner an. Ein Multi-Player- oder Netzwerk-Modus wäre aber eine interessante Erweiterung für zukünftige Versionen. Ghextris ist unter http://mjr.iki.fi/software/ghextris als Debian-Paket erhältlich.
SSH-Verbindungen komfortabel verwalten
GPutty speichert die Adressen verschiedener SSH-Server und die dazugehörigen Zugangsdaten. Der Anwender kann die gespeicherten Daten verwenden, um aus GPutty heraus Secure-Shell-Sitzungen zu öffnen. Wie der Name andeutet ist das Programm ein Versuch, das beliebte Terminalprogramm Putty nachzubilden. Im Moment beschränkt es sich GPutty jedoch ausschließlich auf die Verwaltung der Verbindungsdaten. Zum Verbindungsaufbau benutzt es im Gegensatz zu Putty die externen Programme Xterm und OpenSSH. Das Tunneln von Verbindungen oder Ports ist ebenfalls nicht möglich.
Die aktuelle Version 0.9.6 ist eine komplette Neuentwicklung von GPutty und verwendet nun Gtk+ 2 statt der libgtkpp-Bibliothek.
Hilfe bei der Netzwerk-Planung
Die Berechnung von IP-Segmenten gehört gemeinhin zu den unliebsamen Aufgaben. Gip nimmt dem Anwender diese mühselige Kalkulation ab. Anhand einer vorgegebenen IP-Adresse und Netzmaske berechnet das Programm die Größe des zugehörigen Teilnetzes samt Network- und Broadcast-Adresse. Die Daten werden zusätzlich in binärer Form dargestellt. Darüber hinaus ermittelt Gip auch, wieviele Rechner ein Teilnetzwerk aufnehmen kann. Besonders praktisch ist, dass das Programm für einen vorgegebenen Adressbereiche alle möglichen Kombinationen von Teilnetzwerken angibt.
Gip liegt augenblicklich in der Version 0.0.1 vor, was die erste öffentliche Version des Programmes ist. (Uwe Vollbracht/mhu)