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Frühjahrsputz

Festplatte aufräumen mit Filelight

Feinabstimmung

Spezielle Verzeichnisse enthalten keine herkömmlichen Dateien, auch wenn das gemäß dem Unix-Prinzip "alles ist eine Datei" für Programme wie Filelight nicht ersichtlich ist. Deshalb schließt die Voreinstellung die Systemverzeichnisse /dev/, /proc/ und /sys/ von der Suche aus. Darüberhinaus ignoriert es standardmäßig alle Dateien unter /root/.

Natürlich lässt sich auch die Liste der ignorierten Verzeichnisse ändern. Das Dialogfenster unter EinstellungenFilelight einrichten... zeigt unter Diese Verzeichnisse nicht durchsuchen die aktuellen Einstellungen. Die Knöpfe Entfernen und Hinzufügen dienen zum Editieren.

Darunter findet sich die Option andere Dateisysteme bei der Suche einbeziehen. Ist sie aktiviert, bezieht Filelight auch fremde Dateisysteme ein, so erhalten Sie beispielsweise über eine Windows-Partition Informationen – auch hier benötigen Sie natürlich die Leseberechtigung.

Dabei grenzen Sie auf Wunsch mit Nicht-lokale Dateisysteme auslassen per Samba oder NFS übers Netzwerk eingebundene Pfade aus. Wechselmedien wie CD-ROM-Laufwerke zu durchsuchen erfüllt in den meisten Fällen ebenfalls nicht den üblichen Zweck von Filelight, deshalb lassen auch sie sich über Wechselmedien ausschließen ignorieren.

Im Reiter Erscheinungsbild schließlich finden Sie neben der bereits angesprochenen Möglichkeit, auch kleine Dateien anzuzeigen, drei verschiedene Farbschemen, um Filelight an Ihren Geschmack anzupassen.

Spezialwerkzeug

Filelight füllt im KDE-Desktop eine Lücke, die Konqueror offen lässt: Große Dateien und Verzeichnisse ausfindig zu machen, ist mit keinem anderen KDE-Werkzeug so einfach und schnell möglich. Filelight verschafft Überblick nicht nur über ein Verzeichnis, sondern über die ganze darunterliegende Verzeichnisstruktur.

Zwar gibt es für die Kommandozeile das Werkzeug du, das Konsolenliebhaber wahrscheinlich als schneller bedienbar empfinden, aber in der grafischen Welt ist Filelight wohl das einzige Programm seiner Art und sehr hilfreich beim Einschätzen von Festplattenverbrauch – schließlich werden selbst die scheinbar unendlich großen modernen Festplatten früher oder später voll, wenn man sie nicht gelegentlich aufräumt.

Glossar

Samba

Ein Protokoll, das es Linux ermöglicht, mit den so genannten Windows-Freigaben in einem heterogenen Netz zusammenzuarbeiten. Es gibt dabei sowohl einen Samba-Server, damit Windows-PCs auf Linux-"Freigaben" zugreifen können, als auch einen Client, um unter Linux Windows-Freigabe zu nutzen.

NFS

Das "Network Filesystem" ist ein Protokoll, mit dem man unter Linux und anderen Unix-Systemen Verzeichnisse eines anderen Rechners ins eigene Dateisystem einbindet, um darin wie auf der eigenen Festplatte zu arbeiten.

Infos

[1] Filelight Homepage: http://www.methylblue.com/filelight

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LinuxUser 06/2012

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