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Aufgebohrt

Die aktuelle Entwicklerversion VDR 1.3.11 im Überblick

Mehr Grafik

Mit der aktuellen Version 0.0.7 des text2skin-Plugins ermöglicht sogar animierte Grafiken, rotierende Senderlogos oder vorbeihüpfende Häschen sind keine Zukunftsmusik mehr.

Derzeit schießen neue Skins wie Pilze aus dem Boden, was nicht zuletzt daran liegt, dass die Herstellung eines eigenen Skins nicht viel mehr als einen Text-Editor und ein kleines Grafikprogramm erfordert. Insgesamt wird VDR bunter: Im Standard-Paket ist zum Beispiel ein Skin enthalten, das die gleiche Optik wie eine Computerkonsole aus dem Raumschiff Enterprise hat (Abbildung 4). Letztlich ist es Geschmackssache – wobei das althergebrachte Textmenü den großen Vorteil hat, sehr übersichtlich zu sein.

Abbildung 4: Trekkis kommen bei der Entwicklerversion von VDR auf ihre Kosten, das Star-Trek-Skin gehört zum Standard-Lieferumfang von VDR und benötigt nicht einmal das text2skin-Plugin.

256 Farben

Den Skins werden nicht nur vom Plugin Grenzen auferlegt, auch der Speicher der DVB-Karte für das OSD ist mit gerade einmal 80 KByte mehr als knapp. Entsprechend klein und vor allem wenig farbig müssen die Skins bleiben. Das war ursprünglich auch der Grund für das unspektakuläre und in vielen Augen altbackene Text-OSD bis einschließlich VDR 1.2. Um ein OSD mit 256 Farben auf dem gesamten Bildschirm darzustellen, reicht der Speicher der DVB-Karte nicht aus. Der Kasten "RAM aufgebohrt" gibt eine kurze Anleitung, wie eine herkömmliche, 170 bis 250 Euro teure DVB-Karte von Hand auf 4 MByte aufgerüstet wird. Die Anleitung ist allerdings mehr etwas für hartgesottene Lötprofis als für Hobby-Bräter – wer seine Karte professionell umbauen lassen möchte, kann sich an [8] und [9] wenden.

Die Speichererweiterung ist nur eine Voraussetzung für vielfarbige Menüs, zusätzlich ist eine neue Firmware für die DVB-Karte fällig. Für die alten DVB-Treiber, wie etwa die beliebte CVS-Version vom 08.11.2003, gibt es die Firmware-Dateien Dpram und Root im CVS-Repository von http://linvdr.org unter [9], für den aktuellen DVB-Treiber Version 1.1.x ist nur eine Firmware-Datei von [10] erforderlich.

Momentan ist die Umrüstung auf 4 MByte Speicher nicht erforderlich, es ist aber davon auszugehen, dass in Zukunft viel mehr Skins mit den 80 KByte OSD-Speicher auskommen. Die zusätzlichen 2 MByte werden übrigens nicht komplett ins OSD investiert, sondern auch in größere Video- und Audio-Puffer, was der Stabilität sehr zugute kommt.

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Infos zum Autor

Mirko Dölle

Redakteur für Linux bei c't, Heise Zeitschriften Verlag; ehemals Competence Center Hardware/Linux-Magazin, Linux New Media AG


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LinuxUser 06/2012

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