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Aufgebohrt

Die aktuelle Entwicklerversion VDR 1.3.11 im Überblick

Nebenwirkungen

VDR verwendet das dritte Bit des Statusfelds im jeweiligen Timer-Eintrag in /etc/vdr/timers.conf, um VPS zu markieren. Genau dieses Bit verwendete VDR-Admin seit Version 0.24-pre13-mdo als Markierung für Auto-Timer – zwar verlegte der Autor das Status-Bit in Version 0.94 auf das 16. Bit, bis zur aktuellen Version 0.96 erkennt der Auto-Timer das dritte Bit jedoch nach wie vor als veralteten Auto-Timer-Eintrag. Entsprechend verändert der Auto-Timer die Start- und Endzeiten, damit die Sendung inklusive Vor- und Nachlauf aufgenommen wird – womit VPS jedoch nicht mehr funktioniert. Abhilfe bringt der Patch für VDR-Admin von [5], andernfalls muss man den Auto-Timer in VDR-Admin ausschalten.

Neue Gewänder

Ebenfalls neu und von den Benutzern lange erwartet sind die Skins, genauer gesagt das Plugin text2skin. Damit kann jeder seine eigene Bedienoberfläche für VDR basteln, großartige Programmierkünste sind dafür nicht erforderlich. Listing 1 zeigt den Abschnitt für die Lautstärkeanzeige aus Uwe Hankes Skin "EgalsTry" [4], Abbildung 1 entsprechend die Ausgabe am Fernseher.

Listing 1

Skin "EgalsTry"

[Volume]
Item=Background,x1=8,y1=-61,x2=607,y2=-30,path=volume.png;
Item=Image,display=VolumeCurrent,x1=67,y1=-52,x2=94,y2=-39,path=symbols/volume.xpm,bg=#7FFFFFFF;
Item=Progress,display=VolumeCurrent,x1=103,y1=-55,x2=598,y2=-36,fg=#DF280249;

Abbildung 1: Die Lautstärkeanzeige wird nur mit wenigen Zeilen im Skin definiert, die man auch ohne Programmierkenntnisse leicht selbst anpassen kann.

Die erste Zeile von Listing 1 beschreibt den Event, für den der Abschnitt gelten soll – in diesem Fall die Lautstärkeanzeige. In der zweiten Zeile wird das Bild volume.png in den Hintergrund gelegt, dabei handelt es sich um den stahlgrauen Balken aus Abbildung 1. Die dritte Zeile legt die Position des schwarzen Lautstärkesymbols fest, die nächste Ort und Farbe des dunkelblauen Lautstärkebalkens. Die Werte sind stets in Pixeln angegeben.

Ähnliche Abschnitte gibt es für alle VDR-Menüs, die Lautstärkeanzeige ist hier das einfachste Beispiel, der Gestaltungsfreiheit sind mit text2skin jedoch Grenzen gesetzt: Man kann nur Daten anzeigen lassen, die text2skin zur Verfügung stellt, etwa Datum, Uhrzeit oder wie im vorangegangenen Beispiel die Lautstärke.

Keinen Einfluss hat man auf die Formatierung der einzelnen Menüs und Einträge, so wird das Hauptmenü (Abbildung 2) stets eine direkt untereinander stehende Liste von Einträgen sein, auch die Reihenfolge der Spalten in der Auflistung des EPG (Abbildung 3) sind fixiert. Wer sein völlig eigenes OSD programmieren möchte, muss ein entsprechendes Skin-Plugin schreiben – bis einschließlich Version 1.2 war dies gar nicht möglich.

Abbildung 2: Die zusätzlichen grafischen Elemente, es sind aufgrund der Speicherbegrenzung Grafiken mit sehr wenigen verschiedenen Farben, werden mit wenigen Befehlen in einer Textdatei positioniert.

Abbildung 3: Die Anordnung der Menüinhalte, hier die Auflistung des EPG von Kabel 1, lässt sich nicht per Skin verändern – es bleibt eine einfache Liste, auch die Position der Spalten ist fixiert.

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Infos zum Autor

Mirko Dölle

Redakteur für Linux bei c't, Heise Zeitschriften Verlag; ehemals Competence Center Hardware/Linux-Magazin, Linux New Media AG


Infos zur Publikation

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LinuxUser 06/2012

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