Die aktuelle Entwicklerversion VDR 1.3.11 im Überblick

Aufgebohrt

Die Version 1.4 des Video Disk Recorders VDR wirft ihre Schatten voraus, bereits die aktuelle Entwicklerversion 1.3.11 ist ein Quantensprung im Vergleich zur stabilen Version 1.2.6. Dieser Artikel gibt einen Überblick über die wichtigsten Neuerungen und Änderungen.

Der digitale Videorekorder VDR von Klaus Schmidinger entwickelt sich mit einer Geschwindigkeit weiter, die es Außenstehenden schwer macht, über die zahlreichen Neuerungen und Änderungen den Überblick zu behalten. Auch dieser Artikel muss sich auf die wichtigsten Aspekte von VDR 1.3.11 [1] beschränken, kleine Verbesserungen wie die Einblendung bereits vorhandener Timer in die Programmübersicht (Abbildung 3) oder das Caching der Aufzeichnungsliste können kaum mehr als eine Randnotiz erhalten.

Endlich VPS

Das von den Band-Videorekordern beliebte VPS ließ sich in den stabilen Versionen von VDR nicht benutzen. Klaus Schmidinger hat in der Entwicklerversion diese Funktionalität nachgebildet und treffenderweise als VPS bezeichnet, auch wenn im Hintergrund eine ganz andere Technik steckt. Der Band-Videorekorder wird einfach mit der Kanalnummer und der VPS-Zeit, meist der Sendezeit, programmiert, weitere Informationen sind nicht nötig.

VDR benötigt zusätzlich noch den elektronischen Programmführer (EPG), der für den jeweiligen Kanal neben den üblichen EPG-Daten das "Programme Identification Label" mit den VPS-Daten enthalten muss. VDR sucht nach dem Eintrag mit der passenden VPS-Zeit, schaltet einige Minuten vor dem im EPG genannten Sendetermin auf den Kanal und beobachtet das so genannte Running-Status-Flag des EPG. Dieses Flag hat einen der Werte "undefined", "not running", "starts in a few seconds", "pausing" oder "running" – VDR muss also lediglich warten, bis der Status auf "running" oder "starts in a few seconds" wechselt, und dann mit der Aufnahme beginnen.

Kein Allheilmittel

Soll sich ein Timer am VPS-Signal orientieren, muss seine Startzeit unbedingt die VPS-Zeit der Sendung sein, die üblichen fünf oder zehn Minuten Vorlauf sind nicht erlaubt. Die Aufnahme endet dann ebenfalls so, wie es das Running-Status-Flag signalisiert, so dass die Endzeit keine praktische Bedeutung hat. Findet VDR keine zur VPS-Zeit passende Sendung, etwa weil sich die VPS-Zeit nachträglich geändert hat oder das EPG ausfällt, wird gar nichts aufgenommen.

In der Praxis funktioniert VPS längst nicht auf allen Kanälen und schon gar nicht so zuverlässig, wie man es erwarten dürfte. So ist es bei Sendern der RTL-Gruppe gang und gäbe, das VPS-Signal statt um 20:15 Uhr schon um 20:09 Uhr von "unknown" auf "running" zu setzen und es pünktlich zum Showdown, einige Minuten vor Ende des Films, wieder abzuschalten. Man verpasst also zuverlässig das Ende und hat am Anfang noch fünf Minuten Werbung aufgenommen. Auf solchen Kanälen ist VPS praktisch unbrauchbar, genauso wie wenn gar kein EPG zur Verfügung steht. Hier helfen nur die Heuristik des Auto-Timers und ausreichend große Vor- und Nachlaufzeiten. Die besten Ergebnisse mit VPS erreicht man auf den öffentlich-rechtlichen Kanälen.

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 
TABLET & SMARTPHONE APPS
Bald erhältlich
Get it on Google Play

Deutschland

Ähnliche Artikel

  • VDR-Aufnahmen mit VDR-Admin 0.95 verwalten
    Egal ob vom Urlaubsort oder Arbeitsplatz aus, der digitale Videorekorder VDR lässt sich mit VDR-Admin bequem über das Internet programmieren. Die Lieblingssendungen werden sogar vollautomatisch aufgenommen.
  • Mini-Videorekorder-Distribution LinVDR 0.7
    Mit LinVDR 0.7 ist Anfang Dezember die erste Version der Mini-Videorekorder-Distribution seit neun Monaten erschienen. Die lange erwartete Release enthält eine aktuelle Entwickler-Version von VDR, die viele Neuheiten mitbringt.
  • Guckst du!
    Mit einer Videokarte und der freien Software VDR werten Sie selbst einen bescheiden ausgestatteten PC zum vollwertigen Videorekorder auf.
  • Digitaler Videorekorder VDR
    Filmrollen und Videokassetten haben heute als Datenträger ausgedient: Im Zeitalter des digitalen Fernsehens landen die Hollywood-Produktionen mit Hilfe von VDR direkt auf der Festplatte.
Kommentare

Infos zur Publikation

LU 10/2016: Kryptographie

Digitale Ausgabe: Preis € 0,00
(inkl. 19% MwSt.)

LinuxUser erscheint monatlich und kostet 5,95 Euro (mit DVD 8,50 Euro). Weitere Infos zum Heft finden Sie auf der Homepage.

Das Jahresabo kostet ab 86,70 Euro. Details dazu finden Sie im Computec-Shop. Im Probeabo erhalten Sie zudem drei Ausgaben zum reduzierten Preis.

Bei Google Play finden Sie digitale Ausgaben für Tablet & Smartphone.

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist ohne eigenes Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!

Aktuelle Fragen

Soundkarte wird erkannt, aber kein Ton
H A, 25.09.2016 01:37, 1 Antworten
Hallo, Ich weiß, dass es zu diesem Thema sehr oft Fragen gestellt wurden. Aber da ich ein Linu...
Scannen nur schwarz-weiß möglich
Werner Hahn, 20.09.2016 13:21, 2 Antworten
Canon Pixma MG5450S, Dell Latitude E6510, Betriebssyteme Ubuntu 16.04 und Windows 7. Der Canon-D...
Meteorit NB-7 startet nicht
Thomas Helbig, 13.09.2016 02:03, 3 Antworten
Verehrte Community Ich habe vor Kurzem einen Netbook-Oldie geschenkt bekommen. Beim Start ersch...
windows bootloader bei instalation gelöscht
markus Schneider, 12.09.2016 23:03, 1 Antworten
Hallo alle zusammen, ich habe neben meinem Windows 10 ein SL 7.2 Linux installiert und musste...
Ubuntu 16 LTE installiert, neustart friert ein
Matthias Nagel, 10.09.2016 01:16, 3 Antworten
hallo und guten Abend, hab mich heute mal darangewagt, Ubuntu 16 LTE parallel zu installieren....