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Mit Freude lernen

Das Edutainment-Paket des KDE-Desktops

Fingertraining

Wer mit der Verteilung der Buchstaben auf Tastatur noch zu kämpfen hat, dürfte dankbar für den Tipptrainer KTouch sein. Dieses Programm lehrt in das Zehnfingersystem in verschiedenen Schwierigkeitsstufen, um Frustration durch zu hohe oder niedrige Anforderungen auszuschließen. Es gibt Buchstaben vor, die es nachzutippen gilt; während der Eingabe misst es die Geschwindigkeit, so dass man anschließend seine Erfolge ablesen kann.

Für den ganz individuellen Geschmack gibt es KEduca. Es eignet sich gleichermaßen für Vokabeln, Geschichtsfragen und andere Themen, denn mit dieses Programm lassen sich eigene Tests erstellen.

Mit dem KEduca-Editor steht eine Oberfläche zur Verfügung, mit der sich schnell eigene Tests erstellen lassen, die Fragen und Antworten unterliegen keinerlei Einschränkung.

Auf dem öffentlichen KEduca-Server im Internet liegen bereits einige fertige Abfragen, die als Beispiele für die eigene Sammlung dienen, sich aber auch ernsthaft benutzen lassen. KEduca bietet per Menüpunkt an, diese Tests direkt herunterzuladen und zu starten.

Die richtigen Antworten erfährt man nach dem Durchlauf eines Tests. Um die eigenen Erfolge langfristig zurückverfolgen zu können, lassen die Ergebnisse sich zudem einzeln abspeichern.

Vorschau

Fürs nächste KDE-Release, Version 3.3, plant das Edutainmeint-Team drei neue Programme: KWordQuiz, KTurtle und KLatin.

KWordQuiz soll FlashKard ersetzen, das bereits jetzt eine Karteikartenfunktion bereitstellt. Der Nachfolger listet eingegebene Vokabeln übersichtlich in verschiedenen Spalten nebeneinander auf. Es bietet Multiple- Choice-Tests (Abbildung 9), eine Frage-und-Antwort-Funktion und das altbekannte Karteikartensystem.

Abbildung 9: Unter KDE 3.3 erweitert sich das Edutainment-Reservoir.

Einen Bonuspunkt für Windows-Migranten hält KWordQuiz bereit: Neben dem eigenen kvtml-Format liest und schreibt es wql-Dateien, wie sie das Windows-Programm Wordquiz verwendet.

KTurtle ist ein Programm, das einen Einblick in die Programmierung geben und erste Schritte damit ermöglichen möchte. Dazu verwendet es die Programmiersprache Logo, die zu Übungszwecken dient und nicht zur professionellen Programmierung gedacht ist.

Bei Eingabe der einfach gehaltenen Befehle sieht der Benutzer direkt, wie diese sich auf das Bild einer Schildkröte auswirken und macht so seine ersten Erfahrungen. Im Handbuch findet man Beispiele zur anfänglichen Orientierung oder man sieht sich bereits integrierte Beispiele an (Abbildung 10). Das programmierte Bild lässt sich speichern und zur stolzen Präsentation auch ausdrucken.

Abbildung 10: Die Übungsprogrammiersprache Logo verwendet einfache Befehle.

Mit KLatin entwickelt das KEdu-Projekt ein Programm speziell für Lateininteressierte. Es bessert die Kenntnisse über Vokabeln, Grammatik und Verben dieser Sprache auf, zusätzlich schlägt man damit Adjektive, Pronomen sowie Nomen nach. Zum Abfragen verwendet es einen Multiple-Choice-Test. Auch Vokabellisten, die man mit KWordQuiz erstellt hat, finden mit KLatin problemlos Verwendung.

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LinuxUser 06/2012

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