News: Gnomogramm

01.07.2004

Kurz notiert

  • Am 19. und 20. Juli findet in Ottawa, Kanada, die Desktop Developer Conferencestatt. Die Veranstaltung richtet sich sowohl an Entwickler freier Oberflächen wie Gnome oder KDE als auch an alle anderen Software Entwickler, die um eine verbesserte Arbeitsoberfläche bemüht sind. So ist es kaum verwunderlich, dass OpenOffice- und Mozilla-Entwickler erwartet werden. Die Eröffnungsrede hält in diesem Jahr Havoc Pennington, Desktop-Architekt bei Red Hat und Gnome-Entwickler seit 1998.
  • Novell veröffentlicht den Ximian-Connectorfür Microsoft Exchange Server unter der GPL. Außerdem kündigte Novell an, dass der Connector Bestandteil des kommenden Evolution 2.0 sein wird, dem E-Mail- und Workgroup-Client. Microsoft Exchange Nutzer können damit künftig ihre E-Mails, Adressen und Termine unter Linux verwalten.
  • Wer schon immer eine deutschsprachige Anleitung zum Umgang mit Evolution suchte, findet diese sicher in dem Handbuch Evolution kompakt. Das Buch beschreibt die Handhabung der Evolution Version 1.4.6 und ist online verfügbar. Mit dem Erscheinen von Evolution 2.0 wird eine aktualisierte Taschenbuchausgabe erhältlich sein. Bis dahin bittet der Autor um reichhaltige konstruktive Kritik und Anregungen.
  • Im April erschien im No Starch Verlag der Official Gnome 2 Developer's Guide. Das in enger Zusammenarbeit mit der Gnome-Community geschriebene Buch soll neuen und erfahrenen Entwicklern bei der Arbeit mit GTK+, GLib und der Gnome API zur Seite stehen. Darüber hinaus gehen 25 Prozent des Verkaufspreises von 49,95 US-Dollar direkt an die Gnome-Foundation.GHasher berechnet DateiprüfsummenDank GHasher muss der Anwender zur Generierung einer Dateiprüfsumme zukünftig nicht mehr die Kommandozeile bemühen. Mit der Software wählt der Benutzer lediglich im Datei-Dialog die zu prüfenden Datei aus und bestimmt das Prüfverfahren (Abbildung 1).

Neben den altbekannten MD5-Prüfsummen unterstützt das Programm auch die Verfahren MD2, MD4, MD5, ripmed160, DSS1, SHA und SHA1. Letzteres soll wesentlich zuverlässiger als MD5 arbeiten.

Die jetzt erschienene Version 1.1.1 enthält erstmals ein Pulldown-Menü, um die zu verwendende Prüfsumme jederzeit frei wählen zu können. Vorher wurde sie einmal global eingestellt.

Abbildung 1: Bequemer lassen sich Dateiprüfsummen kaum berechnen.

Ximba Radio

Ximba ist eine grafische Oberfläche für den Open XM Daemon, der das vor allem in Nordamerika verbreitete XM Satellite Radio ansteuert. Das XM Radio wird dabei via USB mit dem Rechner verbunden (Abbildung 2). Ein Audiokabel liefert das Radiosignal zur akustischen Ausgabe zurück in die Sound-Karte.

Wie bei einem herkömmlichen Radio wählt der Benutzer zwischen verschiedenen Sendern, die sich nach Sparten gruppieren lassen. Eine Gesamtübersicht zeigt an, was auf welchem Sender gerade gespielt wird. Selbstverständlich lassen sich Favoriten festlegen. Ein Favorit kann dabei entweder ein Sender oder ein Interpret sein.

Besonders angenehm ist die Benachrichtigungsfunktion, die dem Benutzer informiert, wenn sein Lieblingsinterpret gerade auf einem Sender gespielt wird. Ein schneller Wechsel zu diesem Sender ist dabei problemlos möglich.

In der aktuellen Version 0.4 wurde erstmals die Favoritenfunktion sowie die Kategorisierung implementiert. Die Entwickler korrigierten außerdem einen Anzeigefehler. Für kommende Versionen ist eine verbesserte Anpassung an den XM Daemon ebenso geplant wie eine Schnittstelle zum Media-Player Gstreamer.

Abbildung 2: Radio hören einmal anders mit Ximba.

Firestarter sichert den Rechner ab

Eine Firewall gehört heute zur Grundausstattung eines jeden Rechners im Internet und kann dank Programmen wie Firestarter von weniger versierten Benutzern schnell eingerichtet werden. Ein Konfigurations-Wizard führt den Anwender schrittweise durch die Einstellungen und legt diese als Konfiguration für IPTables in einem Shell-Skript ab.

Die grafische Oberfläche von Firestarter hilft dem Anwender ebenfalls bei Änderungen an der Firewall im laufenden Betrieb. Das Programm startet automatisch nach der Bestätigung der Änderungen die Firewall mit der geänderten Konfiguration neu.

Außerdem bietet Firestarter einen Monitor, der alle Vorgänge an der Firewall zeitgleich darstellt, so dass der Anwender bei Bedarf sofort eingreifen und einen Rechner oder Port sperren kann (Abbildung 3).

Die aktuelle Version 0.9.3 räumt unter anderem mit Fehlern in der Network Address Translation und bei der Remote-Administration via SSH auf. Darüber hinaus gestalteten die entwickler die Konfiguration GConf-Konform und änderten eine Reihe von Firewall-Richtlinien.

Abbildung 3: Mit der Monitorfunktion von Firestarter sieht der Benutzer sofort, was an der Firewall los ist.

HTML-Editor im schlanken Design

Tea ist ein sehr einfach gehaltener HTML-Editor, der sich auf die wesentlichen Funktionen von HTML beschränkt. Das Programm besitzt weder Funktionsleisten noch benötigt es eine initiale Konfiguration (Abbildung 4). Trotzdem lässt sich die Tastaturbelegung an die eigenen Bedürfnisse anpassen und die Unterstützung externer Tools, wie beispielsweise Browsern, wurde bereits berücksichtigt.

Der Anwender kann sofort mit der Arbeit beginnen, wobei Textmanipulationsfunktionen, Drag & Drop und die Verwendung vorgegebener Code-Fragmente die Arbeit entscheidend erleichtern. Dafür fällt das implementierte Syntax-Highlighting etwas mager aus.

In der jetzt erschienenen Version 0.5 beseitigten die Entwickler eine Reihe von Fehlern und implementierten über dies eine Textanalysefunktion, sowie eine Routine, die Duplikate entfernen soll.

Abbildung 4: Der HTML-Editor Tea beschränkt sich auf das Wesentliche.

Gnome-Konfiguration vereinfacht

Das Programm Configurator for Gnome ermöglicht die Modifikation der Gnome-Konfiguration sowie von verschiedenen Zusatzprogrammen, wie beispielsweise Galeon, Epiphany oder Nautilus. Auf fünf Konfigurationsseiten passt der Anwender bequem das Aussehen und die Interaktion der einzelnen Gnome Komponenten an (Abbildung 5).

In der aktuellen Version 0.7.1 entfernte der Entwickler, Mads Villadsen, einige veraltete Einstellungen. Dafür fügte er die Konfigurationsseiten für Nautilus, Metacity und Epiphany ein. (Uwe Vollbracht/agr)

Abbildung 5: Configurator for Gnome erleichtert das Bearbeiten der Gnome-Einstellungen.

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