K-splitter

01.07.2004

Kurz notiert

  • Auf dem Weg zum nächsten Major-Release gibt es bereits die ersten neuen Featureszu bejubeln: KMail bekam einen Filter für Anhänge und den Import von Evolution spendiert, außerdem wurde die Unterstützung für das Anti-Spam-Werkzeug Annoyance-Filter implementiert. Ganz KDE freut sich zudem über einen neuen Konfigurationseditor und KBlueTooth sucht nun besser nach Geräten und versendet künftig auch Faxe.
  • Nach Release der erfolgreichen 1.3er Version hat das KOffice-Team jüngst eine erste fehlerbereinigende Versionveröffentlicht. Neben erweiterten Import-Export-Filtern für OpenOffice bietet KOffice 1.3.1 eine verbesserte Rechtschreibprüfung mit Ispell, Korrekturen der Silbentrennung und vieles mehr. Links zu Source-Paketen und RPM-Dateien für die wichtigsten Distributionen stehen unter http://www.koffice.org/releases/1.3.1-release.php bereit.
  • Dank großzügiger Spenden bekam KDEs wichtigster CVS-Server vor kurzem endlich die dringend benötigte Hauptspeichererweiterungund besitzt nun 2,5 GByte RAM. Wegen der steigenden Anzahl an KDE-Entwicklern und der bei KDE gehosteten Projekten hatte die vorherige Ausstattung ihre Grenzen erreicht. Mit der Speichererweiterung hoffen die KDE-Macher in der kommenden Zeit wieder auf einen zuverlässigen Betrieb der Maschine.
  • KFile-Plugins im Eigenbau ermöglicht eine neue Anleitung. Brad Hards verfasste diese nach eigenen Angaben für all jene, die schon immer lernen wollten, wie man in KDE programmiert, doch nie die Zeit hatten zehntausende von Programmzeilen zum Verständnis eines der größeren Programme zu lesen. Sicherheitsleck aufgedecktZuerst betraf es nur den Mittbewerber Opera doch nach eingehender Prüfung stellten die KDE-Entwickler bei KDE dieselbe Verwundbarkeit fest, die zur unberechtigten Manipulation von Dateien sowie der Übertragung neuer Dateien auf dem betroffenen System missbraucht werden kann. Hintergrund: Die URI-Handler von Telnet, Rlogin, SSH und E-Mail-Links prüfen nicht, ob der jeweils übergebene Hostname ein führendes '-' mitführt.

Dies hat zur Folge, dass ein entfernter Angreifer mit einem entsprechend manipulierten Telnet oder E-Mail-Link auf einer Web-Seite oder in einer Mail, Optionen an die lokalen Programme Telnet oder KMail übergeben kann.

Im Falle von Telnet lässt sich so eine beliebige Datei im System mit den Rechten des betroffenen Users löschen oder überschreiben. Der Angreifer kann zudem KMail benutzen, um eine Verbindung zu einem fremden X-Server aufzubauen. So wird es möglich, beliebigen Code mit den Rechten des Users auszuführen.Patches für die derzeit stabilen Versionen von KDE (KDE 3.0.5b, KDE 3.1.5 und KDE 3.2.2) stehen zum Download bereit.

Anmeldefrist zum großen Gipfeltreffen läuft

Die "aKademy" öffnet ihre Pforten – zumindest virtuell. Ab sofort läuft die Registrierung online zum großen KDE-Gipfeltreffen mit Fachgesprächen, Vorträgen, einer Benutzerkonferenz, sozialen Veranstaltungen und dem großen Programmiermarathon ab dem 21. August in Ludwigsburg. Auf dieser Anmeldeseite finden sich auch weitere Informationen zu Kosten und Übernachtungsmöglichkeiten.

Im Umfeld dieses Events sind weitere Highlights zu erwarten. Wie vor kurzem bekannt wurde, planen die Entwickler das Release von KDE 3.3 genau drei Tage vor dem Start der "aKademy". Los geht es jedoch erst einmal mit der Beta-Phase, die am 26. Juni starten soll. Der erste Release-Kandidat der kommenden Version soll am 7. August folgen.

Die interessanteste Änderung der neuen Version dürfte die Modifizierung der KDE-Bibliotheken und des Basissystems sein, mit dem Ziel, die Abhängigeit von den X11-Bibliotheken zu überwinden. Dies würde künftig eine Verknüpfung mit Embedded Qt oder Qt für Mac ermöglichen.

Weiterhin soll das KDE-Drucksystem in der neuen Fassung eine NIS-Unterstützung bieten und das Laden von Netscape-Plugins im Konqueror nicht länger die Darstellungs-Engine blockieren.

Bei den Applikationen wird es vor allem Änderungen beim Sound geben. Auffällig ist, dass bei vielen Anwendungn auf das Ogg Vorbis-Audioformat umgestellt wird, da einige Distributionen absichtlich keine MP3-Wiedergabe mehr ermöglichen wollen. Die Remote-Desktop-Implementationen von KDE sollen zukünftig auch verschlüsselte Verbindungen sowie die Zusammenarbeit mit NX ermöglichen. Im Internet findet sich eine komplette Übersicht aller geplanten Features.

Und noch ein Wiki

Augenscheinlich fand die KDE-Community nach dem großen Anklang des KDE-Wiki Geschmack an dieser Form der Kommunikation und schuf kurzer Hand eine weitere Plattform dieser Art – diesmal für die Python GUI Entwicklung mit PyQt und PyKDE – geschaffen. Und der Zeitpunkt ist günstig, denn eine neue Version von PyKDE mit Unterstützung der KDE 3.2.2 API ist im Moment in der Beta-Phase.

Im Wiki finden sich unter anderem Verweise auf Anleitungen zur Qt- oder KDE-Programmierung ohne C++. Darüber hinaus gibt es auch Informationen zur Phyton-IDE Eric3 (Abbildung 1), die komplett in und für PyQT geschrieben wurde. Die aktuelle Version dieses Entwicklungswerkzeugs steht übrigens auf der Homepage des Projekts zum Herunterladen und Testen bereit.

Abbildung 1: Die integrierte Entwicklerumgebung Eric3 ist in Python programiert und bietet dem Developer zahlreiche hilfreiche Features.

Quantas neue Kleider

Mit einer ersten technischen Vorschau, einem so genannten Bleeding Edge Release (Quanta BE), macht seit kurzem das Quanta-Team Lust auf die neue Version des Web-Editors. Neu an Bord sind KMDI, eine Reihe von CSS-Verbesserungen, der neue Link-Prüfer KLinkStatus (Abbildung 2), ein Imagemap-Editor und eine neue eingebettete PHP-Debugging-Schnittstelle.

Experimentierfreudige Nutzer brauchen für letztere allerdings noch den Debugger Gubed samt Anleitung "Howto for setting up Gubed".

Netterweise lassen sich übrigens Quanta und die noch nicht stabile Vorabversion BE parallel mit separaten Konfigurationsdateien neben einander betreiben und für etwaige Abstürze gibt es einen Wiederherstellungsmodus.

Abbildung 2: Links überprüft man bei Quanta nur noch mit KLinkStatus.

Schöne Aussichten

Dank einer neuen Anleitung zur Erstellung nativer KWin-Dekorationen gibt es nun endgültig keine Entschuldigung mehr, warum man die Fensterdekoration nicht nach dem eigenen Geschmack anpasst.

Und selbst Gnome-User müssen in ihren GTK-Anwendungen nicht mehr auf KDEs beliebten Crystal-Look verzichten: Auf einer speziellen Seite gibt es ab sofort den KIDs Iconsatz für Gnome sowie eine ganze Reihe von Crystal-Themes.

Ein ähnliches Ziel verfolgt das Projekt Mozillux. Dieses möchte Mozilla und Firefox besser in den KDE-Desktop integrieren. Weitere Informationen dazu finden sich dazu auf einer ensprechenden Projektseite. (Stefanie Teufel/agr)

Glossar

NIS

Abkürzung für Network Information Service. NIS entstand bei Sun Microsystems als "Yellow Pages" (YP) Client-Server Protokoll. Da der Name Yellow Pages in Großbritannien eine registrierte Marke der Britisch Telekomunications für ihr Branchentelefonbuch ist, änderte Sun später den Namen zu NIS. Alle Kommandos und Funktionen fangen aber immer noch mit "yp" an. NIS/YP ist ein zentrales Verzeichnis für Benutzeraccounts, Rechnernamen und anderen brauchbaren Daten. Zum Beispiel wird in einer üblichen Unix-Umgebung die Liste der Benutzer in einer Datei untergebracht. NIS fügt dieser eine weitere Benutzerliste hinzu, die zur Anmeldung der Benutzer auf jedem Rechner verwendet werden kann.

Wiki

Abkürzung für "WikiWikiWeb", ein offenes Autorensystem für Web-Seiten. In einem Wiki enthaltene Seitensammlungen können deren Benutzern ganz einfach und jederzeit online ändern, und zwar ohne HTML-Kenntnisse. Im Gegensatz zu HTML formatieren sie Wiki-Beiträge nämlich in einer speziellen, aber sehr einfachen Syntax, die sich von Software zu Software ein wenig unterscheidet.

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