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01.07.2004

Schneller 19-Zoll-Flachbildschirm

Eine verzögerte Anzeige bei Action-geladenen Spielen oder beim Betrachten von Filmen reduziert den Genuss ganz erheblich und lässt bisher viele Multimedia- und Spieleliebhaber bei einem klassischen Röhrenbildschirm verbleiben: Viele Flachbildschirme sind durch ihre langsame Reaktionszeit nicht in der Lage, solche Anwendungen flüssig wiederzugeben.

Inzwischen erreichen die Bildschirmhersteller aber bei Größen bis zu 17 Zoll Reaktionszeiten, die auch höheren Ansprüchen genügen. Auch im 19-Zoll-Bereich hat die Firma BenQ (http://www.benq.de) jetzt einen TFT-Bildschirm angekündigt, der mit 12 Millisekunden Reaktionszeit mit seinen kleineren Brüdern oder Röhrenbildschirmen mithält.

Das Modell FP937s verfügt über einen DVI-Anschluss und bietet einen Blickwinkel von 140 Grad vertikal und horizontal. Gemäß der Preisempfehlung des Herstellers soll er rund 700 Euro kosten.

Fritz-Treiber für Kernel 2.6

Der Berliner Kommunikations-Spezialist AVM bietet auf seiner Homepage http://www.avm.de nun auch CAPI-Treiber für Kernel 2.6 an. Die Version 3.11-02 des Treibers ist für SuSE Linux 9.1 gedacht, funktioniert aber auch mit jedem anderen 2.6er Kernel – man muss das Modul ohnehin selbst kompilieren.

Damit schließt AVM eine der größten Lücken beim Umstieg auf die neue Kernel-Version, bisher mussten Besitzer von Fritz-Karten zwangsweise Kernel 2.4 einsetzen, da es für diese Produkte keine freien Treiber gibt.

Überall-Fernsehen mit Linux

Das digitale Überall-Fernsehen (http://www.ueberallfernsehen.de) DVB-T ("Digital Video Broadcasting, Terrestrisch") lässt sich mit dem Videorekorder-Programm VDR (http://www.cadsoft.de/vdr) auch unter Linux empfangen und sogar aufzeichnen.

Der Vorteil von DVB-T ist, dass in den derzeit versorgten Gebieten in Berlin/Brandenburg und Köln/Bonn bis zu 24 digitale Kanäle über die handelsübliche Hausantenne empfangen werden können – bisher war dazu eine Satellitenschüssel erforderlich, da im Kabelnetz lediglich öffentlich-rechtliche Sender digital eingespeist werden.

Voraussetzung für den Empfang von DVB-T ist ein mit mindestens einer entsprechenden Empfangskarte ausgerüsteter PC. Optimal ist eine digitale TV-Karte mit integriertem MPEG-Decoder und eigenem TV-Ausgang wie zum Beispiel die TechnoTrend DVB-T Revision 1.1, die beim DVB-Shop (http://www.dvbshop.tv) ab 210 Euro zu haben ist. Der Nachteil der TechnoTrend-Karte ist, dass ihr Tuner lediglich den UHF-Frequenzbereich abdeckt – in der Zukunft sollen jedoch einige Kanäle im VHF-Band ausgestrahlt werden.

Um zwei oder mehr Programme gleichzeitig aufzuzeichnen oder anzusehen ist eine zweite DVB-T-Karte erforderlich, hier genügt jedoch eine so genannte Budget-Karte wie die Hauppauge WinTV Nova-t (Abbildung 1), die es für rund 100 Euro gibt. Sie enthält keinen MPEG-Decoder und auch keinen Anschluss für den Fernseher und ist daher über die Hälfte billiger als die TechnoTrend-Karte. Beim Tuner der Hauppauge-Karte handelt es sich um den Philips TD1316, der sowohl das UHF- als auch das VHF-Band empfängt und damit für die Zukunft gerüstet ist.

Abbildung 1: Mit dem Linux-PC überall digital fernsehen.

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