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Debian-Installation puffern
Die Clientkonfiguration
Läuft der Proxy-Server, muss natürlich den Client-Computer beigebracht werden, ihre Pakete künftig von ihm zu holen statt wie bisher bei ftp.debian.org. Das passiert in der Datei apt.conf. Listing 2 zeigt die zu den bisherigen Beispielen passenden Werte. Abschließend holt apt-get update einfach die neue Liste der verfügbaren Pakete. Installieren die Clients auch Pakete aus den Entwicklungszweigen testing, unstable und experimental, muss die Server-Konfiguration das berücksichtigen – wie esKasten 1 zeigt.
Listing 2
Eine Proxy-geeignete
/etc/apt/sources.listdeb http://Proxy-Server :9999/debian stable main contrib non-free deb http://Proxy-Server :9999/kde stable main deb http://Proxy-Server :9999/security stable/updates main contrib non-free deb http://Proxy-Server :9999/backports/ stable mozilla
Die im Laufe der Zeit zwischengespeicherten Pakete nehmen viel Platz auf der Platte in Anspruch. Darum sollte immer ausreichend freier Plattenplatz vorhanden sein. Wie so oft fällt es schwer, einen Schätzwert anzugeben – weniger als 8 GByte sollten es aber nicht sein. Wer, wie es empfehlenswert ist, regelmäßig Backups vom Rechner anfertigt, darf dabei das Verzeichnis von der Sicherung ausgesparen. Im Verlustfall sind die Pakete leicht wieder besorgt.
Glossar
Proxy
Rechner, der anstelle (Proxy = Stellvertreter) eines anderen Internetdienste zur Verfügung stellt. Oft greifen viele Rechner und Benutzer eines Netzwerkes auf die Dienste eines Proxys zurück.
inetd
Der so genannte Super-Daemon in Linux wartet auf Netzwerkzugriffe. Trifft ein solcher ein, startet und kontrolliert inetd dazu passende Service-Programme.
Umgebungsvariable
Frei definierbare Variablen, die das Betriebssystem verwaltet. Das Verhalten vieler Programme und auch das der Shell sind über Umgebungsvariablen steuerbar. Sowohl der Benutzer als auch Programme und Skripte dürfen solche Variablen anlegen und Variableninhalte ändern.
Infos
[1] Apt-Proxy-Homepage: http://apt-proxy.sourceforge.net



