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01.07.2004

Datensicherung unter Linux

Der große Platten-Crash oder ein unachtsamer Befehl – es gibt zahllose Möglichkeiten, seine Daten zu verlieren. Gut, wenn man dann eine Datensicherung hat, aus der sich die wertvollen Dateien wieder herstellen kann.

Ein Weg zu einer funktionierenden Datensicherung ist leidvolle Erfahrung, der andere ein Blick in die einschlägige Literatur. Das Buch "Datensicherung unter Linux" von Wolfgang Barth ist ein guter Einstieg in die Thematik.

Es wendet sich nicht nur an den Privatanwender. Auch angehende Administratoren finden hier wertvolle Tipps für die Arbeit mit User- und Systemdaten. Es liefert einen Überblick über die Konzepte und Techniken, die Methoden und die Werkzeuge. Zudem bespricht der Autor auch aktuelle Backup-Medien, wie die DVD und DVD-RAM.

Obwohl das Buch dabei durchaus technische Tiefe hat, bleibt es verständlich und eingängig. Es stützt sich, wie der Titel schon sagt, auf die Plattform Linux, was vor allem den Teil über die Wekzeuge ein wenig übersichtlicher macht, da nicht wenige Tools plattformabhängige Spezialitäten aufweisen.

Anhand von praktischen Beispielen erläutert der Autor die verschiedenen Szenarien, die sich bei der Sicherung von Daten ergeben können. Aus diesen Szenarien erarbeitet er dann die jeweils angepasste Strategie und zeigt Vor- nd Nachteile auf.

Die meisten Backups laufen Skript-gesteuert mit sogenannten Bordmitteln ab, dass bedeutet, es kommen Programm zum Einsatz, die mit den meisten Systemen mitgeliefert werden. Zur Sprache kommt aber auch das Tool http://Amanda, das von der University of Maryland entwickelt wurde und Sicherungen von vielen Clients im Netzwerk erlaubt.

Das Buch ist gerade wegen seines Stils und seines Umfangs zu empfehlen. Linux-Anwender erfahren hier auf kleinem Raum alles notwendige, um sich eine eigene Backup-Strategie zu erarbeiten. Fundiertes Wissen wird doch verständlich vermittelt, was bei einem so trockenen und ungeliebten Thema wie Datensicherung eine Seltenheit ist.

Info

Titel: Datensicherung nter Linux

Autor: Wolfgang Barth

Verlag: Open Source Press

ISBN: 3-937514-00-7

Preis: 24,90 Euro

URL: http://www.opensourcepress.de

Algorithmen in Perl

Man braucht nicht ein komplettes Informatikstudium, um dieses Buch zu verstehen. Aber wenn man es durchgearbeitet hat, bekommt man mindestens so viel mit, als hätte man eins besucht. Dieser Hinweis aus der Einleitung zu "Algorithmen in Perl" lässt auf schwere Kost schließen. Und richtig – das Buch richtet sich an die Programmierer, die schon ein Weile mit der Sprache herumexperimetiert haben und nun komplexere Probleme angehen möchten.

Hier geht nicht mehr um einfache Schleifen oder Stringverarbeitung, sondern um die Suche nach Knoten in virtuellen Bäumen, die effiziente Bearbeitung großer Datenmengen, Verschlüsselung und sogar das obligatorische Fraktalprogramm.

Das Buch reiht jedoch nicht einfach nur ein Beipielprogramm an das andere, sondern hält sich an den Perl-Ansatz "there more than one way to do it", frei übersetzt, "viele Wege führen zum Ziel". So erläutern die Autoren immer die Theorie, die hinter einem Problem steckt, um dann unterschiedliche Wege zum Ziel zu disktutieren.

Der Leser sollte dabei schon einen Überblick über die Sprache haben. Das Buch ist nicht als Einführung in Perl zu gebrauchen. Trotzdem lassen die Autoren den Anwender nicht alleine, wenn es mal komplizierter wird.

Es ist das erste Buch, das sich mit der Implementation von klassischen Algorithmen in Perl befasst. Es enthält neben unterhaltsam aufbereiteter Theorie eine Menge Wissen über die Fähigkeiten der Skriptsprache, die sicher im Alltag nicht immer ausgereizt werden.

Info

Titel: Algorithmen in Perl

Autor: Jon Orwant; Jarkko Hietaniemi; John MacDonald

Verlag: O'Reilly Verlag

ISBN: 3-897-21141-6

Preis: 40 Euro

URL: http://www.oreilly.de

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