Fehler-Fahnder
configure-Fehlermeldungen entschlüsseln
Noch mehr Hilfe
Leider gibt es configure-Fehler, die die Beispiele nicht erfassen. Entweder bietet das Skript keine passenden Optionen oder dem Programmierer ist ein Flüchtigkeitsfehler unterlaufen. Kommen Sie einmal nicht weiter, gibt es dennoch ein paar Auswege: Manchmal hilft ein Blick in die Datei config.log im Quellcode-Verzeichnis weiter. Dort protokolliert configure alle Befehle, die es ausführt, und deren Ausgabe.
Hilft auch die Log-Datei nicht, führt vielleicht die Eingabe der Fehlermeldung in eine Suchmaschine wie Google zum Erfolg. Gerade in Newsgruppen [3] finden Sie oft Anwender, die dasselbe Problem hatten – und eine passende Lösung. Als letzter Ausweg bietet sich eine Nachfrage beim Entwickler des Programms an. Dessen Adresse steht in der Datei AUTHORS; in BUGS oder README finden Sie oft eine Anleitung, welche Informationen der Programmierer braucht, um Ihnen bei einem Problem zu helfen.
Glossar
./
Da das ausgepackte Quellcode-Verzeichnis nicht zum Programmsuchpfad der Shell gehört, kann das darin liegende "configure"-Skript nicht einfach mit seinem Namen aufgerufen werden; ihm muss stattdessen der Verzeichnispfad vorangestellt werden. Für das aktuelle Arbeitsverzeichnis lautet er "./".
Shell-Skript
Textdatei mit Befehlen, die der Kommandointerpreter (die Shell), unter Linux gewöhnlich die Bash, nacheinander abarbeitet.
locate
Dieser Kommandozeilenbefehl sucht in einer Datenbank nach dem Speicherort einer Datei auf der Festplatte. Die Datenbank erzeugt der Befehl "updatedb", den die Distributoren meistens als täglichen Cron-Job einrichten. Unter Suse Linux gehört das Gespann "updatedb"/"locate" zum Paket "findutils-locate", das bei einer Standardinstallation nicht auf der Festplatte landet.
SDL
"Simple Directmedia Layer" ist eine betriebssystemübergreifende Bibliothek, die Funktionen für den Hardware-nahen Zugriff auf Soundkarten, Eingabegeräte, Joysticks, 3D-Grafikkarten etc. bereitstellt.
Compiler-Flags
Optionen, die dem Compiler z. B. sagen, wo die Bibliotheken und Header-Dateien liegen.
Bash
Ein Kommandozeileninterpreter (auch "Shell" genannt) wie z. B. "command.com" unter Dos. Linux-Distributoren richten die Bash als Standard-Shell ein, es gibt jedoch viele weitere, z. B. die "tcsh" mit C-ähnlicher Syntax oder die sehr mächtige Zshell.
Include-Dateien
Auch "Header-Files" genannte Dateien mit der Namensendung ".h", in denen die Schnittstellen einer Bibliothek oder Anwendung beschrieben sind. Sie liefern die Information, wie eine Funktion aufzurufen ist. Will ein Programmierer solche Funktionen verwenden, muss er die passende Header-Datei in seinen Quellcode einbinden (englisch: "to include"). Sie machen den Hauptinhalt der Dev(el)-Pakete aus und werden zum Selbstkompilieren gebraucht.
Infos
[1] Quelltexte entpacken und kompilieren: Tim Schürmann, "Dreisatz", LinuxUser 03/2004, S.72 ff.
[2] Suchmaschine für RPM- und Debian-Pakete: http://www.rpmseek.com/
[3] Usenet-Suche von Google: http://groups.google.de/
[4] find: Heike Jurzik, "Gesucht, gefunden – find", LinuxUser 06/2000, S. 87 f., http://www.linux-user.de/ausgabe/2000/06/087-zubefehl-find/zubefehl.html
[5] less: Heike Jurzik, "Weniger ist manchmal mehr", LinuxUser 02/2002, S. 84 f., http://www.linux-user.de/ausgabe/2002/02/084-zubefehl/less_und_more.html



