Wer keine Forensik betreiben will, kann das Programm auch in Dual-Boot-Systemen zum Zugriff auf Partitionstypen verwenden, die das Betriebssystem nicht unterstützt. Selbst mit dd erstellte Disk-Images öffnet das Programm und liest die Daten darauf aus. Die Anzahl der unterstützten Dateisysteme ist mit Ext2, Ext3 und ReiserFS im Augenblick recht dünn.
Die Implementierung der Dateisysteme FAT12, FAT16 und FAT32 sowie des NTFS-Systems steht für die Zukunft an. Kommende Versionen sollen darüber hinaus auch in der Lage sein, MD5-Prüfsummen der Dateien zu berechnen.
GTK-Life berechnet Populationsentwicklungen
Das Programm GTK-Life ist eine neue Implementation von "Conway's Game of Life". Vom Mathematiker John Conway 1970 erfunden, ist sie weniger ein Spiel, sondern viel mehr eine Simulation, die zeigt, wie sich Populationen unter bestimmten Bedingungen entwickeln. Dabei belegt eine Lebensform eine Zelle. Je nach Art der Bedingungen und den Spielregeln reproduzieren sich die Lebensformen oder sterben ab.
Bei GTK-Life wählt der Anwender zwischen über 160 Startmustern für seine Population, die ein Universum von 65536 mal 65536 Zellen bevölkert. Ist das gewünschte Startmuster nicht in der Auswahl vorhanden, kann der Anwender auf einem Blanko-Universum sein eigenes Startmuster anlegen und speichern.
Darüberhinaus ermöglicht die intuitive Oberfläche jederzeit in den Entwicklungszyklus einzugreifen. Neben einer Zoom-Funktion hat der Anwender auch die Möglichkeit, die Laufgeschwindigkeit der Simulation anzupassen oder die Simulation ganz anzuhalten. Selbstverständlich lässt sich der Status einer Simulation auch speichern und später fortsetzen. Ideal für Unterrichtszwecke.
Installations-CDs – immer aktuell
Das Python-Skript up2dateiso erstellt aktualisierte Installations-CDs für Red Hat 9.0 und Fedora Core 1. Die so generierten Medien enthalten alle Updates und Fehlerkorrekturen, die der Hersteller seit Erscheinen der Distribution nachgereicht hat. Ein Online-Update nach der Installation ist somit nicht notwendig.
Zur Erstellung neuer Images benötigt das Programm rund fünf GByte freien Plattenplatz. Dorthin kopiert der Anwender die Original-Iso-Dateien der jeweiligen Distributionen und startet anschließend up2dateiso mit dem entsprechenden Parameter.
Dies lädt die aktualisierten Pakete selbstständig vom Server des Distributors und speichert sie in einem Update-Unterverzeichnis. Aus diesen Dateien und den alten Images erstellt das Skript anschliessend die neuen Images zusammen.
Die aktuelle Version 1.0.1 ermöglicht es dem Anwender, den Splashscreen auf den neuen CDs anzupassen. Die Dokumentation von up2dateiso enthält zwei Beispiel-Splashscreens.
Web-Seiten spiegeln
Die Software httrack ist ein leistungsfähiges Mirror-Programm. Mit seiner Hilfe spiegelt der Anwender ganze Websites in ein lokales Verzeichnis kopieren. Dabei passt das Skript die enthaltenen Links entsprechend an, so dass der Benutzer mit seinem Browser auf der kopierten Seite wie im Original navigieren kann.
Das Programm bietet einen reichhaltigen Funktionsumfang: Von der verwendeten Browser-Kennung über Proxy-Unterstützung, Transferlimits, der maximalen Übertragungstiefe bei Verzeichnissen bis zur Filterung bestimmter Dateitypen reichen die Fähigkeiten des Programms. Selbst unterbrochene Übertragungen setzt die Software problemlos an der Bruchstelle fort.
Bereits komplett gespiegelte Websites kann der Anwender mit httrack auf den neusten Stand bringen. Dies geht wesentlich schneller und die Übertragungsmenge ist gerade bei schmalbandigen Anbindungen überschaubar.
Alle Funktionen werden entweder über Kommandozeilenparameter oder über das Web Interface angesprochen und konfiguriert. Die aktuelle Version 3.32 behebt einige Fehler in den Cascading Style Sheets und der Javascript-Unterstützung.
Seahaven, ein Klassiker kommt zurück
Die Solitaire Version Seahaven Towers wurde ursprünglich für Unix und X11R4 entwickelt und zählt damit zu den Spieleklassikern unter Linux.
Die jetzt erschienene Version 1.44 erhielt lediglich einen Facelift in Form neuer Kartenabbildungen. Darüber hinaus bereinigten und optimierten die Entwickler den Quellcode, damit das Programm auch mit den aktuellen C++-Bibliotheken lauffähig ist. (Uwe Vollbracht/agr)