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01.06.2004

Kurz notiert

  • Nach Debian, GNU und Gentoo im letzten Jahr wurden Mitte März 2004 die Server des Gnome-ProjektsOpfer unerlaubter Eindringlinge. Laut Aussage der Community betraf der Einbruch alle Server der Domain. Ersten Untersuchungen zurfolge blieb der Sourcecode von Gnome jedoch unbehelligt. Mittlerweile sind alle kompromitierten Server überarbeitet und wieder online. Wie die Eindringlinge Zugriff auf die Gnome-Server erlangten, ist nicht bekannt.
  • Der O'Reilly-Verlagsucht für sein Buch "Linux Desktop Hacks" noch Tipps und Tricks zum effizienten Arbeiten mit Gnome. Laut Verlag befasst sich bereits die Hälfte des Buchs mit Tipps und Tricks rund um KDE. Da O'Reilly aber ein ausgewogenes Werk veröffentlichen möchte, ist es wichtig, dass sich noch möglichst viele Gnome-Hacker und -Anwender mit Kniffen beim O'Reilly Verlag melden.
  • Seit dem 31. März ist Gnome 2.6offiziell fertig und der Sourcecode steht zum Download bereit. Binäre Pakete für die verschiedenen Distributionen lassen jedoch auf sich warten. Die Mitglieder des Gnome Installation Guide reagierten prompt und erweiterten ihr Sortiment um die Installationsanleitung für die aktuelle Gnome-Version. Es ermöglicht unerfahrenen Anwendern, ein lauffähiges Gnome aus den Quelldateien zu erstellen.
  • Knapp vier Wochen nach Erscheinen von Gimp 2.0 reichen die Entwickler mit Gimp 2.0.1die ersten Fehlerkorrekturen nach. Unter anderem wurden Fehler in der Undo-Funktion und der X-Server-Unterstützung behoben. Neue Funktionen bietet dieses Release nicht, diese sind erst wider mit Gimp 2.2 zu erwarten. Revelation verwaltet PasswörterHeutzutage besitzt jeder Anwender mindestens ein halbes Dutzend verschiedener Passwörter. Ein Passwort Manager wie Revelation ist deshalb sehr hilfreich, um kein Passwort zu vergessen.

Die Software legt jedes Passwort samt der zugehörigen Zugangsdaten in einem separaten Eintrag ab. Dabei unterscheidet sie zwischen zehn Eintragstypen, die von der Kreditkarte über E-Mail bis zur Website reichen. Zur besseren Übersicht kann der Benutzer seine Einträge in einer Baumstruktur mit mehreren Unterordnern organisieren.

Wählt der Anwender einen Eintrag aus, zeigt das Programm alle zugehörigen Daten in einem separaten Fenster. Das Passwort des Eintrags bleibt auf Wunsch verschlüsselt. Handelt es sich um Einträge vom Typ E-Mail oder Website, reicht ein Klick auf den im Fenster angezeigten Link um die entsprechende Web-Seite ohne weitere Passworteingabe zu laden. Beim Verlassen des Programms speichert Revelation alle Einträge in einer AES-verschlüsselten XML-Datei.

Die aktuelle Version 0.3.0 besitzt im Gegensatz zum Vorgänger die Bearbeitungsfunktionen Kopieren, Ausschneiden, Einfügen und verfügt über eine unbegrenzte Protokollfunktion, die das Revidieren beliebig vieler Arbeitsschritte erlaubt.

Abbildung 1: Revelation verwaltet Passwörter und Zugangsdaten. Verschiedene Kategorien vereinfachen die Organisation der Daten.

Mit Silky sicher chatten

Das Programm Silky ist ein IRC-ähnlicher Chat-Client, der auf dem SILC-Protokoll basiert. SILC steht für Secure Internet Live Conferencing Protokoll und wurde speziell für die sichere Kommunikation im Internet entwickelt. Es gewährleistet neben einer komplett verschlüsselten Kommunikation auch die Authentizität der einzelnen Teilnehmer.

Der Funktionsumfang von Silky ist im Augenblick sehr rudimentär und beschränkt sich auf Standardfunktionen wie Betreten eines Channel oder Eröffnen eines Querys. Kein Vergleich zu IRC-Größen wie X-Chat. Positiv fällt hingegen sofort auf, dass Silky, wie schon X-Chat, alle offenen Channel und Queries als Reiter am unteren Rand des Chat-Fensters anzeigt.

In der aktuellen Version 0.5.1 hat der Anwender die Möglichkeit jeden Reiter mit einem Tastenkürzel direkt anzuwählen. Außerdem überarbeiteten die Entwickler die Systemeinstellungen und vereinfachten so das Interface.

Bei dieser Gelegenheit verliehen sie allen Dialogen ein einheitliches Aussehen, räumten den Quellcode gründlich auf oder schrieben ihn teilweise komplett neu. Das Format der Konfigurationsdateien blieb dabei nicht verschont: Es wurde um einige Attribute reduziert.

Abbildung 2: Auf den ersten Blick wirkt silky wie ein normaler IRC-Client.

Monster Masher sorgt für kurzweil

Auf den ersten Blick wirkt das Spiel Monster Masher ein wenig wie der Klassiker Pac Man. Allerdings ist die Spielidee eine ganz andere. Als kleiner Gnome muss der Spieler eine ganze Höhle pro Level von schwarzen Monstern säubern, die ihn überrollen wollen. Seine einzige Waffe besteht darin, die Monster zwischen zwei Felsblöcken zu zerquetschen.

Hierzu ist Geschick notwendig, da die Steuerung über den Nummernblock etwas gewöhnungsbedürftig ist. Das Spiel lässt sich zu zweit spielen, wobei beide Spieler gemeinsam die Monster bekämpfen. Einen Kombat-Modus gibt es nicht.

Je nach Geschicklichkeit und Selbstvertrauen treten Spieler in drei Schwierigkeitsstufen an. Um in der höchsten zu bestehen, sollte man aber die Steuerung und einige Angriffsstrategien beherrschen. Ansonsten wird es ein sehr kurzer Level.

Die jetzt erschienene Version 1.5.2 erlaubt erstmals das Spielen im Vollbildmodus und bietet eine verbesserte Übersetzung. Das ganze Spiel verfügt über deutschsprachige Menüs und eine deutsche Einführung in die Vorgeschichte.

Abbildung 3: Bloß nicht von den Monstern erwischen lassen.

Familienbande im Überblick behalten

Wer Ahnenforschung als Hobby betreibt, dem hilft das Programm Gramps. Es verwaltet die Daten der Vorfahren, ist hervorragend lokalisierte und arbeitet auch mit großen Datensätzen zuverlässig.

Neben Name, Geburtsdatum oder Adresse erfasst die Software zu jedem Eintrag mehrere Wohnorte inklusive zeitlicher Zuordnung und Informationsquelle. Darüber hinaus ordnet der Benutzer Ereignisse im Leben einer Person entsprechend zu.

Wer zusätzlich Bilder seiner Ahnen besitzt, fügt diese als JPG-Dateien bei. Selbstverständlich erfasst Gramps die Beziehungen der Ahnen untereinander wie beispielsweise Eheschließungen. Eine Ahnentafel stellt den Stammbaum grafisch dar.

Auf Wunsch fertigt Gramps komplette schriftliche Berichte der Ahnenreihen an. Neben OpenOffice unterstützt das Programm HTML, Latex, RTF und Abiword als Ausgabeformate. Last but not least lässt sich der komplette Stammbaum als Web-Präsentation darstellen.

Die jetzt erschienene Version 1.0.3 beseitigt eine Reihe von Fehlern und besitzt eine verbesserte Übersetzung, insbesondere in den Sprachen französisch und russisch. (Uwe Vollbracht/agr)

Abbildung 4: Gramps lüftet den Schleier der Vergangenheit.

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LinuxUser 03/2012

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