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Software

01.05.2004

Kurz notiert

  • Nach fünf Jahren aktiver Entwicklung stellt das FreeSwan-Projekt seine Arbeit ein. Die Version 2.06 wird das letzte Release der Linux-IPSec-Implementierung sein. Das Projekt sieht sich mit seinem ursprünglichen Ziel als gescheitert an. Zwar konnte man politisch einiges bewegen, das Verfahren der Opportunistic Encryption zum Aufbau verschlüsselter Verbindungen fand jedoch nie flächendeckend Anwendung.
  • Dass die vor allem unter Linux beliebten MD5-Prüfsummennicht fehlerfrei und damit nicht mehr zeitgemäß sind, will das Projekt MD5Crk beweisen. Wie schon beim Seti-Projekt kommt hier ein System von verteilten Rechnern zum Einsatz. Es stehen Clients für alle Betriebssysteme sowie ein Java-Applet zum Einbau in die Web-Seite bereit. Als Alternative zu MD5 empfiehlt das Projekt die Verwendung von SHA-Prüfsummen.
  • Wer mit den englischen Linux-Dokumentationen auf Kriegsfuß steht, sollte einen Blick auf das neue SelfLinux werfen. Ziel des Projekts ist die Erstellung einer umfassenden deutschen Linux Dokumentation. In der aktuellen Ausgabe 0.10.0 sind unter anderem Übersetzungen der Dokumentation zu Mutt, LaTeX und zu regulären Ausdrücken sowie der Klassiker "Die Kathedrale und der Bazar" von Eric S. Raymond enthalten.
  • Die Version 1.0 von Mono, dem Open-Source-Pendant zu Microsofts Dot-Net-Framework, soll Anfang Juni erscheinen. Dies verkündete Projektinitiator Miguel de Icaza kürzlich im Rahmen einer Entwicklerkonferenz in Boston. Laut seinen Angaben enthält das Release Implementierungen der Dot-Net-API 1.0 und 1.1 sowie C# 1.0. Bis zum Jahresende soll eine weitere Version folgen, die unter anderem C# 2.0 und die API-Version 1.2 abdeckt.
  • Wie versprochen stellte Intel den Quellcode des PRO/Wireless-2100-Treiberunter die GPL. Siehe dazu "Hardware" auf Seite 15.
  • Mit der Version 5.5 Pro der Windows-Entwicklungsumgebung RealBasic können Programmierer jetzt dank eines integrierten Cross-Compilers Visual-Basic-Programme nach Linux portieren. Als Systemvoraussetzung gibt die Firma Real Software eine Linux-Version mit GTK 2.0 und Cups-Bibliotheken an. Red Hat und Suse werden von Real Software explizit als unterstützte Distributionen genannt. Eine Entwicklungsumgebung für Linux ist in einer der kommenden Versionen geplant. Die Profi-Variante mit Linux-Unterstützung kostet 370 Euro; eine Academic-Version 260 Euro.
  • Battle of WesnothBattle of Wesnoth ist ein Strategiespiel in einer fiktiven Welt. Um das Spielziel zu erreichen ­- die Eroberung und Kontrolle von Städten und Dörfern ­- stehen dem Spieler Kampfeinheiten mit unterschiedlichen Eigenschaften, abhängig von Gelände und Angriffsform, zur Verfügung.

Wie bei Strategiespielen üblich, wächst Erfahrung und Geschicklichkeit der verwendeten Kampfeinheiten mit der Zeit und lässt sich in andere Szenarien übertragen. Einsteiger können sich zudem im Übungsmodus mit Steuerung und Funktionen des Spiels vertraut machen.

Wer lieber in der Gruppe spielt, klinkt sich entweder in einen vorhandenen Battle-Server ein oder setzt einen eigenen auf. Mit dem sogenannten Map-Editor gestaltet man darüberhinaus eigene Landschaften. So bleibt das Spiel lange spannend.

Die neue Version 0.7 erschien nur vier Tage nach der Version 0.6.99.5 und enthält im Wesentlichen Fehlerkorrekturen. Fertige Pakete haben die Entwickler bisher nur für Slackware gepackt.

Abbildung 1

Abbildung 1: Mit "Battle of Wesnoth" erweitert sich die Riege der Spiele für Linux.

Cabextract entpackt

Wer ab und an Dateien aus den Microsoft-Cab-Archiven benötigt, kann diese jetzt mit Cabextract unter Linux entpacken. Die Bedienung lehnt sich stark an die Kommandozeilenparameter von Unzip an. Das Programm unterstützt alle für Cab-Dateien gängigen Komprimierungsverfahren wie MSZIP, Quantum oder LZX und ist selbst in der Lage, einzelne, leicht defekte Cab-Pakete zu reparieren. Allerdings lassen sich mit der Software keine Cab-Pakete erstellen.

Mit der Version 1.0 macht das Projekt einen großen Schritt vorwärts. Ein Grund dafür ist die Ausgliederung der Dekompressionsfunktionen in die eigenständige Bibliothek libmspack. Bei dieser Gelegenheit verbesserten die Entwickler die Stabilität der Routinen und prüften deren Zuverlässigkeit an extrem großen Cab-Dateien. Eine Unterstützung InstallShield-generierter Cab-Dateien fehlt jedoch. Neben dem Quellcode-Archiv stellen die Entwickler generische RPM-Pakete zur Verfügung.

Festplatten klonen

G4L heißt das Open-Source-Pendant zu kommerziellen Festplatten-Cloning-Programmen wie Norton Ghost oder Drive Image. Dabei braucht es sich hinter den kostenpflichtigen Werkzeugen nicht zu verstecken. Sein Funktionsumfang reicht vom Klonen einer Partition oder Festplatte bis zum Erstellen von komprimierten Partitionsabbildern, die auf einem FTP-Server gespeichert werden können.

Die Software bedient sich dabei altbewährter Unix-Programme wie beispielsweise dd, ftp oder gzip und fasst diese unter einer übersichtlichen Dialog-Oberfläche zusammen.

Laut Web-Seite wurde das Programm erfolgreich mit FAT-, Ext2- und NTFS-Partition getestet und ermöglicht es theoretisch, von jedem beliebigen Dateisystem ein Abbild zu erstellen.

In der aktuellen Version 0.12 beeindruckt die neue Oberfläche, die die Bedienung erleichtert. Des Weiteren kann der Anwender dem Programm eine IP-Adresse manuell zuweisen. Ein DHCP-Server ist damit nicht mehr zwingend erforderlich. Da G4L ein eigenständiges System ist, gibt es keine Distributionspakete, sondern lediglich bootfähige Disketten oder CDs, die mit der meisten Hardware laufen.

Abbildung 2

Abbildung 2: G4L ist eine Alternative zu Ghost und DriveImage.

Wlan-AccessPoint

Da Wlan-Accesspoints im Vergleich zu normalen Wlan-Karten wesentlich höhere Anschaffungskosten verursachen, verwundert es nicht, dass findige Entwickler auf die Idee kamen, mit Cqure AP einen Linux-basierten Accesspoint zu entwickeln, der auf eine Diskette passt.

Dabei reichen schon ein i486-Prozessor mit 16 MByte RAM und eine Wlan-Karte mit Prism-Chipsatz, um den Zugangsknoten zu betreiben. Wer eine umfangreichere Firewall konfigurieren möchte, muss jedoch mehr Rechenleistung und Speicher einplanen. Die Software bietet neben einer einfachen Firewall lediglich einen SSH-Zugang zur Fernwartung.

Die aktuelle Version 2.5 setzt sich von ihren Vorgängern besonders durch den SSH-Server und den verwendeten 2.6.3er Kernel ab. Vom Komplettpaket gibt es keine installierbaren Archive, sondern lediglich ein Disketten-Image.

Adressen verwalten in der Konsole

Dass die Verwaltung von Adressen, eine Standardanwendung auf jedem PC, auch ohne grafische Oberfläche übersichtlich und komfortabel möglich ist, zeigt das Programm Abook. Dieses ursprünglich als Adressverwaltung für den Mail-Client Mutt entwickelte Programm besitzt eine auf den NCurses-Bibliotheken basierende Oberfläche. Die Tastenbelegung ähnelt größtenteils Programmen wie Less oder Mutt.

So lässt sich auf Knopfdruck Mutt starten, um an die ausgewählte E-Mail-Adresse eine Nachricht zu senden. Wurde der Adresse eine Web-Seite zugeordnet, startet diese mit nur einem Knopfdruck im voreingestellten Webbrowser, wenn dieser richtig konfiguriert ist. Neben Name und E-Mail-Adresse definiert die Software umfangreiche Kategorien zur Erfassung persönlicher Daten.

Ein umfassendes Sortiment an Import- und Export-Filtern konvertiert die Daten von und nach CSV, GnomeCard, Netscape-LDIF oder sorgt für den Austausch mit dem Mutt- und dem Pine-Adressbuch.

In der aktuellen Version 0.5.2 erweiterte der Entwickler Jaakko Heionnen das Programm um fünf Freitextfelder und arbeitete an den Filtern. Die Version ist sowohl im Quellcode als auch als distributionsunspezifisches RPM-Paket zu haben.

Abbildung 3

Abbildung 3: Abook ist mehr als eine Ergänzung zum Mail-Programm Mutt.

Open-Source-Jahrbuch

Das Open-Source-Jahrbuch 2004, herausgegeben von Robert Gehring und Bernd Lutterbeck, sammelt Praxisberichte und Aufsätze zu verschiedenen Aspekten der Open-Source-Entwicklung. Laut Klappentext ist es der erste Versuch in Deutschland, dieses Phänomen fachübergreifend darzustellen. Die Herausgeber arbeiten als Wissenschaftler an der TU Berlin. Als Verlag tritt Lehmanns Fachbuchhandlung in Erscheinung.

ComicViewer bringt Abwechslung

Wer gerne Online-Cartoons liest, für den ist ComicViewer genau das Richtige. Im Gegensatz zu anderen Online-Comic-Betrachtern benötigt das Java-basierte Programm keinen Webbrowser und erlaubt es dem Anwender durch ein komfortables Auswahlmenü, sich seine Wunsch-Comics aus vierzehn vorgegebenen Internet-Seiten individuell zusammenzustellen.

Eine Archivfunktion besitzt das Programm jedoch nicht. Die Möglichkeit, gelesene Comic-Strips auf der Festplatte zu archivieren sowie Konfigurationsmöglichkeiten für einen Proxy-Server sind für eine spätere Version geplant. (Uwe Vollbracht/agr)

Abbildung 4

Abbildung 4: Mit ComicViewer hat man immer etwas zu lachen.

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Infos zur Publikation

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LinuxUser 05/2014

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