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Mittel gegen Viren, Spam, Trojaner

Schwerpunktthema: Den Rechner absichern und Plagegeister bekämpfen

01.05.2004 Das Rotlichtmilieu lauert Morgen für Morgen schon in der Mailbox, und draußen im Internet wimmelt es nur so vor Hackern, Viren, Trojanischen Pferden und anderen Bösewichten. Darf man da den Rechner noch "vor die Tür lassen"? Wie im richtigen Leben lautet die Antwort: Gut informiert und mit den richtigen Vorkehrungen ja – auch wenn sich unerwartete Angriffe nicht ausschließen lassen.

Ertrinken kann man selbst in der Badewanne, und deshalb beschließen gesunde Menschen in der Regel, sich aus der Wohnung auf die Straße zu wagen, obwohl dort die Gefahr besteht, dass der Mörder auf der Parkbank lauert, der Taschendieb in der U-Bahn – oder ein unachtsamer Autofahrer nicht rechtzeitig bremst. Nicht viel anders sieht es in der virtuellen Welt aus: Wer im Web surft, kann sich Schädlinge einfangen, wer über eine E-Mail-Adresse verfügt, erhält früher oder später Spam, und wer einen Rechner mit dem Internet verbindet, kann Opfer eines Hackerangriffs werden.

Alles kein Grund, das Netz zu verdammen, seine Vorteile zu übersehen und sich die guten alten Offline-Tage zurück zu wünschen: Wo immer sich Menschen versammeln, kommt es irgendwann zu bösartigen und kriminellen Machenschaften. Da ist es besser, den Kopf nicht in den Sand zu stecken, sondern lieber eine Selbstverteidigungs- und eine Selbstbehauptungsstrategie zu entwickeln.

Was Viren, Würmer, Trojaner (siehe Seite 32) betrifft, so kann die "Linux einsetzen" heißen: Zum einen bietet das Betriebssystem allen denjenigen einen gewissen Schutz, die sich von nichtprivilegierten Benutzerkonten aus durchs Internet bewegen. Zum anderen ist Linux und darauf laufende Software für die Schreiber von "Malware" ("maliziös", "malicious" – böswillig, boshaft) (derzeit) noch nicht attraktiv genug. Wie man sein Linux-System dann noch so sicher macht, dass man sich damit gut gerüstet durchs Netz bewegen kann, verrät der Artikel ab Seite 27.

Immun, aber nicht inaktiv

Doch auch wenn Windows-Viren Linux-Software nichts anhaben können, erweist sich als verantwortungsvoller Netzbürger, wer schaut, dass er oder sie Windows-Nutzern nicht aus Versehen unangenehme Überraschungen beschert. Sei es, dass man den Windows-Dateiserver im lokalen Netz auf Viren überprüft, sei es, dass man die Mail des Arbeitskollegen X auf Schädlinge abklopft, ehe man den MS-Word-Dateianhang an die ebenfalls Windows nutzende Kollegin Y weiterleitet (Seite 32).

Bleibt das ärgerliche Thema Spam. Hier proaktiv zu handeln, liegt meist nicht in der Macht einfacher Netzbenutzer und -benutzerinnen, weshalb ihnen nur das Reagieren bleibt. Dennoch gibt es Tricks (Seite 42), wie man es schafft, die eigene Mail-Adresse so lange wie möglich vor Spammern geheimzuhalten, ohne auf E-Mail-Kommunikation zu verzichten. Und damit sich der Adrenalinpegel beim Blick in die Mailbox nicht allzu sehr steigert, empfiehlt es sich, wählerisch zu sein bei der Auswahl der herunterzuladenden Nachrichten (Seite 38).

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