Strategien bringen Abwechslung

Zur Zeit besitzt Legends vier Spielmodi: In "Capture-The-Flag" muss das Team die gegnerische Flagge zur eigenen Basis bringen, ohne die eigene zu verlieren. Im Modus "Capture-And-Hold" werden neutrale Flaggen durch Berührung zum eigenen Besitz erklärt. Gewinner ist, wer die Flaggen am längsten im eigenen Besitz halten konnte. "Arena" ist eine Variante des bekannten Team-Deathmatch. Spieler haben hier jedoch nur ein Leben. Im neu hinzugekommenen Modus "War" sammeln Teams Punkte, indem sie die im Gelände verteilten Stationen durch Berührung zum eigenen Besitz erklären. Ganz so einfach, wie es klingt, ist es jedoch nicht, denn nur miteinander verbundene Stationen können erobert werden.

Ein Legends-Team umfasst viele unterschiedliche Rollen, denen entsprechend sich die Spieler ausrüsten. Hat man sich für die Verteidigung der eigenen Basis entschieden, kann man als schwergewichtiger "Kraken" über die lebenswichtigen Generatoren und Aufladestationen wachen beziehungsweise selbige reparieren. Nur der behäbige Kraken ist in der Lage, die eigene Basis mit kleinen Geschützen auszurüsten, die automatisch auf jeden Gegner feuern. Auch als allseits unbeliebter Sniper im leichten Warrior-Kostüm kann der Spieler seine Basis wirkungsvoll verteidigen, indem er aus der Distanz unvorsichtig navigierende Angreifer bequem heranzoomt, bevor er abdrückt. Wer lieber im Sturm spielt und beabsichtigt, die feindliche Flagge nach Hause zu tragen, wird ebenfalls den leichten Warrior mit Energiemodul bevorzugen, damit ihm auf der Flucht nicht die Luft ausgeht.

Orientierung ist alles

Angehende Flaggenräuber sollten sich allerdings mit dem Terrain der jeweiligen Mission gut auskennen, denn obwohl man die Route nach Hause innerhalb des Gitters frei wählen kann, führen einige für Uneingeweihte nicht sichtbare Wege schneller als andere zum Ziel, da man auf ihnen optimal "Ski fahren" kann. Die kürzeste Strecke zwischen zwei Punkten muss also nicht zwangsläufig auch die schnellste sein. Doch aufgepasst: Auch der Feind kann diese Wege kennen, und seine Mittelfeldspieler haben sie möglicherweise vermint.

Idealerweise wird der Flaggenträger von seinen Mitspielern flankiert, da das gegnerische Team alles unternehmen wird, ihm die geraubte Flagge wieder abzunehmen. Einzelkämpfer lernen da schnell ihre Teammitglieder zu schätzen. Beide Teams müssen daher darauf achten, die verschiedenen Positionen möglichst ausgewogen zu besetzen. Ein hauptsächlich aus Angreifern bestehendes Team wird die gegnerische Flagge zweifellos häufig in ihren Besitz bringen, zum Punkten hingegen wird es kaum reichen. Ein auf die Massenverteidigung setzendes Team hingegen wird möglicherweise seine Flagge auf ewig verteidigen können, kann aber nicht punkten. Die Kommunikation untereinander wird durch das Kommunikationsmenü erheblich erleichtert. So erreicht man seine Teammitglieder durch Drücken von [V][T], während über [V][G] geschickte Mitteilungen von allen Spielern empfangen werden.

Abbildung 2: Kurz vorm Ziel taucht der Besitzer der geraubten Flagge auf.

Da Legends auf der Torque Gaming Engine von GarageGames [2] basiert, ist der Quellcode nicht frei verfügbar. Die Entwickler haben laut eigener Aussage jedoch kein Interesse an einer kommerziellen Verwertung von Legends. Wem das gute Dutzend mitgelieferter Missionen nicht ausreicht, kann auch unter Linux eigene Missionen erstellen. Dazu startet man über die Schaltfläche Start eine beliebige lokale Mission und aktiviert dann mit [ALT][E] der Editor. Mit FileNew Mission wird eine leere Mission geladen. Eine eingehendere Beschreibung des Editors würde den Rahmen dieses Artikels aber sprengen, daher sei auf die englische Anleitung zum Editieren von Missionen in Torque-Spielen [3] verwiesen.

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