Korner
In dieser Rubrik stellen wir Monat für Monat Tools vor, die sich bei der Arbeit unter KDE als besonders nützlich erweisen, eine Aufgabe erfüllen, die sonst geflissentlich unbeachtet bleibt, oder einfach nur zu den netten Dingen im Leben gehören, die man – einmal entdeckt – nicht mehr missen möchte.
Obwohl sich vieles auch über die grafische Oberfläche erledigen lässt, ist eine Kommandozeile ab und an immer noch mehr als nützlich. Bei Konsole (http://konsole.kde.org/) handelt es sich um den KDE-Terminal-Emulator; Um die Installation brauchen Sie sich nicht zu kümmern: Das Programm gehört zum KDE-Basispaket und ist somit auf jedem System vorhanden, auf dem die Desktop-Umgebung installiert ist.
Starten lässt sich Konsole via KDE-Startmenü unter SystemKonsole (Terminal Programme), alternativ klicken Sie auf das Monitor-Symbol im Panel. Nach dem Aufruf von Konsole startet eine Shell und Sie befinden sich in Ihrem Home-Verzeichnis. Neue Sitzungen lassen sich danach im gleichen durch einen Klick auf den Neu-Button unten links starten.
Wie andere KDE-Programme lässt sich Konsole nahezu vollständig durch Menüs und Dialogfenster konfigurieren. Klicken Sie dazu auf EinstellungenKonsole einrichten... Im Tab Allgemein legen Sie fest, ob der Cursor blinken soll, welche Zeichen ein Doppelklick als Teil eines Wortes behandelt oder nach welcher Zeitspanne ein Fenster als inaktiv gilt.
Farbschema bietet Ihnen vorkonfigurierte Schemata an. Dahinter verbergen sich farbige Hintergründe sowie Schriftarten und -größen, mit denen Sie per Klick das Aussehen Ihrer Konsole ändern – selbst transparente Fenster sind möglich (Abbildung 2).
Eigene Sitzung
Auch im Menüpunkt Sitzung haben die Programmierer für unterschiedliche Verwendungszwecke vorgesorgt. Wählen Sie beispielsweise Neuer Midnight Commander an, startet der Dateimanager automatisch in einem neuen Unterfenster, wenn er auf Ihrem System existiert. Neue Konsole für Benutzer root führt das su-Kommando aus: Nach Abfrage des Passworts, werden Sie als root tätig.
Darüber hinaus richten Sie via EinstellungenKonsole einrichten...Sitzung eigene Sitzungen ein, die beim Start beispielsweise bestimmte Programme mit Parametern starten; tragen Sie dazu den gewünschten Befehl im Feld Ausführen ein (Abbildung 3). Oder legen Sie mit der Auswahlliste fest, welche Tastenbelegung eine Sitzung haben soll und ordnen Sie ihr Symbole oder Farbschemata zu. All diese Einstellungen gelten zunächst nur für die laufende Sitzung; möchten Sie die vorgenommenen Änderungen dauerhaft speichern, benutzen Sie abschließend den Menüpunkt EinstellungenEinstellungen speichern.
Im Ansicht-Menü gibt Ihnen Konsole die Möglichkeit, eine Sitzung auf Aktivität zu überwachen. Haben Sie mehrere Sitzungen geöffnet, erfahren Sie es so trotzdem sofort, wenn beispielsweise ein Programm in einem gerade nicht benutzten Unterfenster eine Ausgabe erzeugt. Dies zeigt dann ein Glühbirnen-Symbol in der Werkzeugleiste an.
Unter dem Menüpunkt Bearbeiten versteckt sich neben Standards wie dem Kopieren oder Einfügen von Text eine weitere wichtige Konsolen-Funktion: in Verlaufspeicher suchen... Generell blättern Sie mit der Bildlaufleiste durch das Konsolenfenster, wenn Sie die Option EinstellungenVerlaufspeicher nicht ausgeschaltet haben. Diese Funktion erspart Ihnen viel Mühe, indem sie im bisherigen Verlauf einer Sitzung nach beliebigen Ausdrücken sucht.
Wollen Sie Ihre Ein- und Ausgaben in einer Sitzung später nachschlagen, sichert der Punkt Verlauf speichern unter... alles in einer Textdatei. Ebenfalls im Bearbeiten-Menü schicken Sie Signale an laufende Programme, beispielsweise Job anhalten (STOP) oder Job fortsetzen (CONT).
Wie bei einem Web-Browser lassen sich auch in Konsole über den Menüpunkt Lesezeichen Bookmarks setzen; so gelangt man mit einem Klick direkt in ein bestimmtes Verzeichnis. Mit Hilfe des Lesezeichen-Editors (LesezeichenLesezeichen bearbeiten) (Abbildung 3) tragen Sie zudem manuell Adressen auf entfernten Rechnern wie ssh://user@servername oder telnet://servername ein.



