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Zettelwirtschaft

deskTOPia: xpad

Default-Konfiguration anpassen

Das klassische Gelb ist nicht jedermanns Sache und bei hoher Bildschirmauflösung dürfte die Schrift ruhig etwas größer sein. Statt nun mühsam jede einzelne Notiz anzupassen, verändern Sie die Standardeinstellungen nach Ihrem Geschmack. Über EditPreferences des Kontextmenüs gelangen konfigurationswütige Anwender in die Xpad-Schaltzentrale.

Die vier ersten Registerkarten Text Color, Background Color, Border und Font Face unterscheiden sich nicht von denen im Konfigurationsdialog einer einzelnen Notiz.

Weitere allgemeine Programmoptionen warten auf dem Registerreiter Options. Ein Häkchen vor Pads start sticky blendet alle neuen Haftnotizen auf allen virtuellen Arbeitsflächen ein. Für eine einzelne Notiz erreichen Sie dasselbe über PadSticky.

Deaktivieren von Allow scrollbars unterbindet die Anzeige von Scroll-Balken – stattdessen wächst die Xpad-Notiz automatisch mit, sobald Sie mehr Text eingeben, als das Fenster in der Default-Größe aufnimmt. Allow window manager decorations versieht alle virtuellen Klebezettel mit der Fensterdekoration des laufenden Window-Managers.

Unter Window Manager Close Action bestimmen Sie, ob ein Klick auf den Button zum Schließen eines Fensters Xpad beendet (Close and save all pads), die aktuelle Notiz schließt (Close and save pad), oder den Merkzettel ohne Nachfrage löscht (Destroy pad (no confirmation)).

Die Einstellungen der Werkzeugleiste liegen auf dem Reiter Toolbar. Ein fehlendes Häkchen vor Auto-hide Tollbar macht die Werkzeugleiste omnipräsent. Wer die Button-Leiste ganz loswerden will, deaktiviert stattdessen Enable toolbar – die einzelnen Funktionen stehen danach nur noch im Kontextmenü zur Verfügung.

Im Abschnitt Toolbar-Buttons entscheiden Sie, welche Schaltflächen Xpad anzeigt. Sobald Sie den Mauszeiger über eins der Symbole bewegen, blendet Xpad einen kurzen Hilfetext ein (Abbildung 5). Besonders praktisch ist das Icon mit dem Pinsel, das den Inhalt einer Notiz per Mausklick löscht.

Hammer und Schraubenschlüssel bieten schnellen Zugriff auf den allgemeinen Konfigurationsdialog. Die Schaltflächen unter Unused Buttons verfrachten Sie mit Drag & Drop in den Abschnitt Used Buttons und damit in die Werkzeugleiste. Ebenso legen Sie die Reihenfolge fest oder entfernen einzelne Schalter.

Abbildung 5: Hier entscheiden Sie welche Buttons in der Werkzeugleiste erscheinen.

Ein besonderes Goodie für KDE-Anwender hält die Schaltfläche mit dem nach unten zeigenden grünen Pfeil bereit. Ein Klick darauf bewegt alle Haftnotizen in den Systembereich des Kickers (Abbildung 6), ein weiterer Klick auf den gelben Zettel holt sie wieder hervor.

Anders dagen bei Gnome: Im Test zeigten sich sowohl die Version 2.2 als auch die 2.4 sehr störrisch: Die Xpad-Fenster verschwinden zwar wunschgemäß, lassen sich jedoch nicht mehr zurückholen. Gnome zeigt den gelben Zettel in der Fensterliste des Panels auch noch an, ein Klick darauf berwirkt allerdings gar nix, die Post-Its bleiben verschwunden.

Abbildung 6: Unter KDE nistet Xpad sich im Kicker-Systemabschnitt ein.

Glossar

strip

Programm, das Debug-Symbole aus Bibliotheken und Programmen entfernt und dadurch die Dateien verkleinert. Viele Makefiles bieten neben der Option install zusätzlich install-strip, das diese Aufgabe gleich bei der Installation erledigt.

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LinuxUser 06/2012

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