Licht und Schatten
Usability-Check KDE 3.2
Lautstärkeregelung in KsCD: missverständlich
Doch nicht in allen Fällen geht die Gleichung "gut gemeint" ist "gut gemacht" auf: So stellte der CD-Spieler KsCD die Teilnehmenden am KDE-3.1.2-Test mit seinen unverständlichen Bedienelementen vor nahezu unlösbare Probleme. Vor allem die Lautstärkeregelung erkannten viele nicht als solche, sondern hielten sie für einen Verlaufsanzeiger, der den aktuellen Stand des gespielten Stücks wiedergibt (Abbildung 3a).
Dieser Kritik begegneten die KsCD-Macher auf eher ungeschickte Weise: Den Schiebebalken, in KDE 3.2 tatsächlich zum Verlaufsanzeiger mutiert, interpretierten Testnutzer nunmehr eindeutig als Lautstärkeregler, da seinen linken Rand ein bekanntes Lautstärke-Symbol ziert.
Nur wenn man auf die Idee kommt, einmal auf diese vermeintliche Illustration zu klicken, erscheint ein weiterer, vertikaler Regler – die wirkliche Lautstärkeregelung (Abbildung 3b)!
Abgesehen davon zeigt sich die KsCD-Oberfläche durchaus übersichtlicher und lässt sich dank der Beschriftung der Knöpfe einfacher bedienen.
Navigationssymbole in KOrganizer: verwirrend
Auch im Kalenderprogramm KOrganizer kommen die neuen runden Navigationssymbole zum Einsatz, die sich jetzt durchgängig in allen KDE-3.2-Anwendungen wiederfinden. Allerdings setzt der Organizer die orange Version geradezu verschwenderisch ein – nicht zum Vorteil der Benutzerin, die bald den Überblick darüber verliert, welches orangefarbene Pfeilchen für welche Aktion steht: Springt es ein Jahr, einen Monat oder eine Woche vor oder zurück, klappt es das linke Übersichtsfeld ein und aus oder zeigt es einen längeren Termin an (Abbildung 4)?
Hinzu kommt, dass mit dem leuchtenden Orange eine Farbe gewählt wurde, die eigentlich für Warnungen und Fehlermeldungen reserviert bleiben sollte, da sie im Allgemeinen damit assoziiert wird.
Nichtsdestotrotz hat der KOrganizer seit Version 3.1.2 deutlich an Benutzerfreundlichkeit gewonnen. * So unterstützt er jetzt gängige Shortcuts wie [Strg-C] fürs Kopieren, [Strg-V] fürs Einfügen und [Entf] fürs Löschen. * Der Kalender muss nicht mehr nach jeder Sitzung manuell gesichert werden, sondern speichert automatisch. * Beim direkten Tippen in die Kalenderansicht öffnet sich automatisch das "Termin anlegen"-Fenster. * Der in der Kalenderansicht angezeigte Termin-Name wird als Titel bezeichnet und nicht mehr missverständlich als Zusammenfassung. * Die Optionen für einen wiederkehrenden Termin befinden sich jetzt – strukturiert und zusammengefasst – in einer eigenen "Karteikarte".



