Licht und Schatten

Usability-Check KDE 3.2

01.04.2004
,
KDE 3.2 kam sinnfälligerweise am 3. 2. heraus mit dem Versprechen, benutzerfreundlicher zu sein. Aber hält die neue Desktop-Version auch, was die Ankündigung gelobt?

Usability im LinuxUser

Am Thema "Usability", also: Benutzerfreundlichkeit, dürfte sich das Schicksal von Linux auf dem Desktop auf lange Sicht entscheiden. Grund genug, ihm von nun an eine monatliche Kolumne zu widmen, in der wir Open-Source-Projekte mit Blick auf ihre Benutzbarkeit diskutieren.

Weniger Wirrwarr in den vielen Menüs und Werkzeugleisten, klarere und bedienerfreundlichere Gestaltung von Anwendungen, Dialogen und Kontrollmodulen und neue, einheitlichere Symbole [1] – mit diesen Argumenten verspricht das KDE-Projekt, in Version 3.2 den bisher benutzerfreundlichsten KDE-Desktop abgeliefert zu haben. Grund genug, ein halbes Jahr nach unseren Untersuchungen zur Benutzerfreundlichkeit von KDE 3.1.2 [2] einmal nachzusehen, was sich in der Zwischenzeit tatsächlich getan hat.

Welche Neuerungen dienen der Benutzbarkeit, welche sind ihr eher abträglich? Bei der Hall of Fame und der Hall of Shame, die wir hier präsentieren, handelt es sich naturgemäß gerade einmal um die Spitze des Eisbergs; detaillierter zu Werke geht der KDE-3.2-Usability-Report [3].

KDE-Knopf: aussagekräftig

Manchmal steckt die Tücke im Detail: So scheiterten die Teilnehmer am letztjährigen Linux-Usability-Test – alles Linux-Anfänger – oft schon am Öffnen des KDE-Menüs über den entsprechenden Knopf auf der Schnellstartleiste. Da das KDE-Symbol unbekannt und der Tooltipp-Text Programm starten nicht eindeutig war ("Welches Programm wird hier gestartet?"), fanden viele das "Startmenü" gar nicht erst.

Die neue KDE-Version nahm sich diese Kritik zu Herzen und präsentiert jetzt den Tooltipp-Text Klicken Sie hier, um Programme durchzusehen und sie zu starten.

KDE-Menü: übersichtlich

Gelangt die Nutzerin erst einmal ins KDE-Menü, sieht sie sich einer Fülle an Angeboten und Optionen gegenüber. Sie kann zwischen verschiedenen Programmkategorien wählen (z. B. Internet oder Büroprogramme), bekommt die am häufigsten benutzten Anwendungen angezeigt und kann verschiedene Aktionen ausführen (z. B. Dateien suchen). Hier den Überblick zu behalten, ist schwierig, vor allem für Anfänger (Abbildung 1a).

Umso praktischer die neue Gliederung des KDE-Menüs, das seinen Inhalt unterteilt in Meistbenutzte Programme, Alle Programme und Aktionen (Abbildung 1b).

Abbildung 1a: Das alte K-Menu ohne Trenner …
Abbildung 1b: … und das neue mit Trennern.

Übersichtlichkeit ist jedoch nicht alles. Auch die Struktur des KDE-Menüs hätte überarbeitet werden müssen: Was hilft eine Unterteilung in Programme und Aktionen, wenn die offensichtliche Aktion Dateien suchen sich in der Kategorie Programme wiederfindet?

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