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Aha-Erlebnisse

Tipps zum Umgang mit KDE 3.2

Brieftasche

Fleißige Websurfer haben es schwer: Viele Websites verlangen Passwörter, und leider liegt deren Wahl nicht immer im Ermessen des Benutzers. Wer sich die nicht alle merken kann oder will, verwahrt sie in KDE 3.2 an einem sicheren Ort, in der digitalen Brieftasche KWallet. Durch ein Masterpasswort geschützt lassen sich dort nicht nur Website-Passwörter via Konqueror speichern; auch andere Applikationen wie der neue Instant-Messenger Kopete verwenden KWallet zum Speichern von Kennwörtern.

KWallet legt die Daten mit Hilfe eines symmetrischen Verschlüsselungsverfahrens im Home-Verzeichnis ab. Achten Sie aber auf jeden Fall auf ein sorgfältig gewähltes Masterpasswort, das aus mindestens acht Zeichen besteht, nicht in Wörterbüchern steht und am besten auch Zahlen enthält.

Abbildung 2: Ein Klick mit der rechten Maustaste fördert auch bei den Brieftaschenicons ein Kontextmenü hervor.

Von Zeit zu Zeit mal in seine Brieftasche zu schauen, lohnt sich u. a. deshalb, weil man Passwörter dort auch händisch abspeichern kann. Die Passwortverwaltung befindet sich im K-Menü unter EinstellungenVerwaltung für digitale Brieftasche. Daraufhin zeigt Kicker ein Icon an, über das sich alle verfügbaren Brieftaschen einsehen lassen.

Die Standard-Börse heißt kdewallet; sie untergliedert sich wie alle anderen in einen Ordner für Formular-Daten (z. B. für Browser), einen für Passwörter und einen für applikationsspezifische Einträge. Wer mag, legt eigene Ordner für persönliche Zwecke an, um dort sonstige geheimzuhaltende Daten zu speichern.

Die Wallets im Verwaltungsfenster lassen sich auch explizit schließen – selbst wenn das Fenster mit den darin enthaltenen Ordnern offen ist: Einfach das entsprechende Brieftaschensymbol auswählen und Schließen aus dem Kontext-Menü der rechten Maustaste (Abbildung 2) wählen.

Virtuelles für Viel-Mailer

Wer im täglichen Leben jeden Tag mit einer großen Menge von Mails zu tun hat, hat sicher automatische Filter im Einsatz, die die Spreu vom Weizen trennen. Doch was ist, wenn man die Nachrichten z. B. nach Projekten sortiert, die Mail-Kommunikation mit einer Person jedoch projektübergreifend verfolgen möchte? Dann bleibt klassischerweise nur, alle Ordner zu durchsuchen – eine sehr zeitaufwendige Angelegenheit.

Mit KDE 3.2 führt KMail sogenannte Suchordner ein, die genau diese Angelegenheit beschleunigen. Hierzu führt man zunächst eine ganz normale Suche durch, z. B. "Feld im Vorspann" "enthält" "max@mustermann.de". Doch nun folgt der Trick: Gibt man im Feld Suchordner einen eigenen Namen an, so erscheint das Suchergebnis im gleichnamigen Ordner unter Suchergebnisse in KMails Ordneransicht (Abbildung 3). Kommen neue Mails hinzu, auf die dieses Kriterium zutrifft, werden sie automatisch hinzugefügt. Der Ordner bleibt dabei rein virtuell – löscht man ihn, verschwindet keine der dort einsortierten Nachrichten aus der Mailbox.

Abbildung 3: KMails Suchordner nehmen keinen Extraplatz auf der Festplatte ein.

Glossar

KIO-Slave

KDE-Bestandteil, der für Ein- und/oder Ausgabe von Daten sorgt. "KDE Input/Output Slaves" können in URL-Form angesprochen werden, zum Beispiel über die Präfixe http://, ftp:// oder file:/. Innerhalb eines Programms wie dem Datei- und Webbrowser Konqueror zeigen sie ihre Daten in einer für Benutzer verständlichen Form an. Sie lassen sich auch zur (virtuellen) Anzeige von Audio-CD-Inhalten (audiocd:/) oder der Systemeinstellungen (settings:/) verwenden.

Alpha-Transparenz

Transparente Bilder oder Icons besitzen für jeden Bildpunkt (Pixel) neben den Werten für Rot, Grün und Blau einen sogenannten Alpha-Wert (auch als Alpha-Kanal bezeichnet). Er bestimmt, wie sehr der Hintergrund durchscheinen soll.

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LinuxUser 06/2012

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