Anpassungsfähig
Systemkonfigurationen verwalten mit SCPM
Steuerung über die Kommandozeile
Die Konfiguration von SCPM gestaltet sich über Yast2 bequem; bei häufigem Umschalten zwischen Profilen, kann das ständige Starten des Yast-Moduls aber Zeit und Nerven kosten. Für Abhilfe sorgt die Kommandozeile: Mit root-Rechten ausgestattet – es geht hierbei immerhin um die Systemkonfiguration – erledigt ein Benutzer mit einfachen Befehlen die Aufgabe schneller; Tabelle 1 gibt die wichtigsten Befehle wieder. scpm switch ISDN beispielsweise wechselt direkt ins Profil namens ISDN.
Tabelle 1: scpm-Kommandos
| SCPM Einschalten | scpm enable
|
||
| Anlegen eines neuen Profils | scpm add Profilname
|
||
| Umschalten in ein anderes Profil | scpm switch Profilname
|
||
| Änderungen im aktiven Profil speichern | scpm save
|
||
| Ein Profil kopieren | scpm copy Quellprofil Zielprofil
|
||
| aktives Profil anzeigen | scpm active
|
||
| Verfügbare Profile anzeigen | scpm list
|
Einstellungen des aktuellen Profils erneut laden | scpm reload
|
Änderungen sind immer nur am aktiven Profil möglich – ob über Yast2 oder per Kommandozeile. Dazu ändert man zunächst die gewünschten Einstellungen wie gewohnt. Läuft alles zur vollen Zufriedenheit, reicht der Aufruf von scpm save, um die Änderungen zu speichern. SCPM zeigt dann die einzelnen Änderungen und fragt nach, ob sie gewollt waren und ins Profil sollen oder nicht.
Kümmert sich SCPM aufgrund der Ressourceneinstellungen um eine einzelne Konfigurationsdatei nicht, ändert man dies per Hand über den interaktiven Datenbankmodus bei Bedarf schnell (Listing 1). Der load-Befehl ist hierbei wichtig, da er zunächst die aktuelle Datenbank lädt. Ohne diesen Aufruf überschreibt man beim Speichern nach erledigter Arbeit die aktuelle Datenbank mit einer Datei, die ausschließlich die eben gemachten Änderungen enthält.
Listing 1
Aufruf des interaktiven Datenbank-Modus von SCPM und anlegen einer neuen Ressource
#scpm db SCDB Utility (SCPM version 0.9.4) >load >create resource /opt/tomcat/conf/server.xml file >save >quit
Selbst versehentliches Überschreiben der Datenbank ist jedoch kein Beinbruch: SCPM speichert die letzten drei Versionen davon immer im Verzeichnis /var/lib/scpm/scdb/. Die aktuelle Datenbank heißt dort scdb.db, die Sicherheitskopien haben als Anhängsel zufällige Zeichenketten.
Auch eigene Sicherheitskopien der angelegten Profile sind kein Problem: Die Datenbankdatei scdb.db alleine reicht jedoch nicht aus; um auch die Konfigurationsdateien mitzuspeichern, kopieren Sie das Verzeichnis /var/lib/scpm/profiles/ ebenfalls an einen sicheren Ort.



