Folien ohne Grenzen
Plattformunabhängig präsentieren mit IndeView
IndeView für Poweruser
Wer den Griff zum Texteditor nicht scheut, findet unter [4] weitere Tipps zum Manipulieren der Präsentation. So lassen sich zum Beispiel durch eine kleine Änderung an der Steuerdatei INDEVIEW.RUN, die Informationen zum Kontrollfluss der Präsentation enthält, Seiten überspringen. Dazu passen Sie den Wert hinter dem Eintrag next im zu einer bestimmten Seite gehörenden Abschnitt an. Setzt man next im Abschnitt zur letzten Seite auf Page0, erzwingt man eine endlos laufende Präsentation.
Im Verzeichnis DATA speichern die Creator-Module für jede Seite der Präsentation einen Satz an Bilddateien unterschiedlicher Auflösung sowie eine Seiten-Informationsdatei mit der Endung .INF, die unter anderem diese Bilddateien und den Titel der Seite vermerkt. Enthält eine bestimmte Seite ein gescanntes Foto, das sich von OpenOffice oder KOffice partout nicht korrekt skalieren lässt, so löschen Sie testweise die entsprechenden File-Einträge in der betreffenden Seiteninformationsdatei. Lassen Sie lediglich den Eintrag stehen, der auf die am ehesten korrekt gerenderte Bilddatei verweist. IndeView wird diese in Ermangelung einer Alternative auf Bildschirmgröße herunter bzw. hinauf skalieren.
Im Hauptverzeichnis der CD gibt die Datei AUTORUN.INF Auskunft über das zu startende IndeView-Programm; der Eintrag lautet standardmäßig open = BIN/WINDOWS/INDEVIEW.EXE. Durch Anhängen des Parameters --DONT-SCALE deaktivieren Sie die im vorigen Abschnitt beschriebene automatische Zoomfunktion für Seiten, die keine Bilddateien in passender Auflösung gespeichert haben. Alternativ gibt es die Möglichkeit, durch den Parameter --DONT-STRETCH die Breiten- bzw. Höhendehnung von Seiten zu verhindern, die nach dem Zoomen nur beinahe auf den Bildschirm passen.
Von dieser Möglichkeit sollten Sie aber nur dann Gebrauch machen, wenn Ihnen beim Testen eine unschöne Darstellung auffällt, die vom Dehnen herrührt. Normalerweise ist es sinnvoller, die Dehnung zuzulassen, denn IndeView verfügt über einen Prüfmechanismus, der verhindert, dass sich die Proportionen eines Bildes hierbei um mehr als 10 Prozent ändern. Unter normalen Umständen bemerken Zuschauer diese leichte Verbreiterung nicht, während die hierdurch vermiedenen häßlichen Balken neben, über oder unter dem Bild sehr wohl auffielen.
Die Autoren
Michael und Karl-Heinz Zimmer sind zwei begeisterte Linuxer von der schönen Mosel. Mehr über ihr Heimatdorf am Rande des Meulenwalds erfahren Sie unter http://www.fiehr.de/ und http://www.schloss-foehren.de/.
Glossar
Rendern
Erzeugen eines Pixelbilds aus vorher definierten geometrischen Objekten oder Texteinheiten. Dabei werden die jeweiligen Eigenschaften der Objekte und Texte in Beziehung zur gewünschten Beleuchtungsart gesetzt (z. B. bei dreidimensional wirkendem Text) und daraus ein Dia-ähnliches Bild errechnet.
Skript
Meist kurze Programme, die in einer sogenannten Interpreter-Sprache (z. B. Basic oder der Shell) geschrieben sind. Der Interpreter führt sie beim Aufruf sofort aus, sodass das Kompilieren als Zwischenschritt entfällt.
Qt
Eine C++-Klassenbibliothek zur Entwicklung plattformunabhängiger Programme. Sie bietet in erster Linie Klassen, aus denen sich Objekte der grafischen Oberfläche erzeugen lassen, aber auch vorgefertigten Code für allgemeine Aufgaben wie Druckersteuerung oder Datenbankenzugriff. Entwickelt wird Qt von der norwegischen Firma Trolltech AS; sie bildet u. a. die Grundlage für KDE.
cd -
Dieser Kommandozeilenbefehl wechselt vom aktuellen ins vorige Arbeitsverzeichnis. Im indeview-0.6.3-Ordner landen sie damit also nur dann, wenn Sie zuvor wie in Listing 1 von dort ins aktuelle Verzeichnis gegangen sind.
Infos
[1] Download: http://www.indeview.org/index_de.html#getit
[2] IndeView in eigene Programme einbinden: http://www.indeview.org/state_de.html#embedding
[3] Zoomen und Justieren: http://www.indeview.org/show_de.html#usage_show_move
[4] Tipps für Poweruser: http://www.indeview.org/IndeView_To_The_Max_de.html



